Preview - Imperial Glory : Imperial Glory

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Für Gott und Vaterland

Sind alle diplomatischen Mittel ausgeschöpft oder schreit das Nachbarland dagegen förmlich danach, von der eigenen Omnipotenz verschluckt zu werden, treffen die Armeen auf dem Schlachtfeld aufeinander und ’Imperial Glory’ wechselt auf Wunsch in den 3D-Echtzeit-Modus, wo man das Kommando übernimmt. Hier lassen sich dann auch die unterschiedlichen historischen Einheiten-Typen aus der Nähe betrachten. Je nach gespielter Nation verfügt die Streitmacht neben dem gewöhnlichen Fußvolk über landestypische Einheiten wie Husaren, Lanzenträger, Dragoner oder kaiserliche Gardisten sowie Artillerie. Ebenso werden die Seegefechte in 3D dargestellt, in denen man sich mit der Armada des Gegners die Kanonenkugeln um die Ohren fliegen lassen kann.

Aufgestellt präsentieren sich Soldaten und Kavallerie als Verbände in der typischen Kolonnen-, Linien- oder Verteidigungsformation. Daneben steht das Marschieren oder der zügige Laufschritt zur Verfügung. Ähnlich den herkömmlichen Siegbedingungen in Multiplayer-Matches, müssen oft neben dem einfachen militärischen Sieg über die feindliche Armee gewisse Bedingungen erfüllt werden, um als erfolgreicher Stratege in die Geschichtsbücher einzugehen. Da gilt es zum Beispiel, unter Zeitdruck den Gegner aus einem Dorf zu vertreiben oder einen Hügel zu halten. In der Landschaft stehende Gebäude oder Wälder können als Deckung benutzt werden und bieten neben der besseren Sichtweite zusätzlichen Schutz.

Dank weniger taktischer Optionen während der Gefechte hat man leider manchmal das Gefühl, den Überblick zu verlieren beziehungsweise dem Ausgang einer Schlacht selbst keine entscheidende Wende geben zu können. Des Weiteren erweisen sich die Entfernung bis zum Zielobjekt oder der feindlichen Armee oft als zeitraubender Gewaltmarsch. Hier sollten die Entwickler noch einmal ansetzen und über Verbesserungen bis zum Release nachdenken.

2D-Schlichtheit gepaart mit Imposanz in 3D

Während sich der taktische, rundenbasierte Teil von ’Imperial Glory’ in schlichter, aber durchaus angemessener 2D-Grafik präsentiert, kommt auf den Schlachtfeldern eine 3D-Engine zum Einsatz. So werden beispielsweise die saftig grüne englische Landschaft, das eisige Russland, die marokkanischen Wüsten und die Seegefechte stimmig dargestellt. Insgesamt könnte die Landschaft aber besser angefüllt sein, um der Szenerie mehr Leben zu geben. Dorfbewohner etwa sucht man vergeblich. Die Soldaten werden in landestypischen Uniformen detailliert dargestellt, die sich wie die Umgebung mit der unkompliziert drehbaren 3D-Kamera betrachten lassen.

Soundtechnisch zeigt sich die Preview-Version angenehm abwechslungsreich. Im rundenbasierten Strategie-Modus plätschert ruhige Musik aus den Boxen, während bei den Kämpfen den Umständen entsprechend imposanter Sound ertönt. Als sehr schönes Feature stellen sich die gebrüllten Kommandos der Offizieren bei den Schlachten in der jeweiligen Landessprache heraus.

Fazit

von Stephan Lindner
Die Mischung von Runden-Strategie und Kämpfen zu Land und zur See in Echtzeit stellt ein sehr interessantes Gesamtkonzept von ’Imperial Glory’ dar. Während man genüsslich auf der Generalstabskarte über das Schicksal der Welt entscheidet, sein Reich errichtet und Forschung betreibt, geht es dann auf dem Schlachtfeld zur Sache. Man darf gespannt sein, wie sich der Titel bis zu seiner Fertigstellung und besonders hinsichtlich des noch fehlenden Multiplayer-Modus noch weiter entwickeln wird. Auch wenn ’Imperial Glory’ besonders im Hinblick auf die Gefechte noch der taktische Tiefgang fehlt, scheint auf die Fans historischer Strategie-Spiele ein lohnenswerter Titel zuzukommen.

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