Test - Hunter: The Reckoning : Hunter: The Reckoning

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Ihr wollt Monster wegmetzeln? Ihr wollt euren Charakter weiterentwickeln? Ihr wollt grandiosen Multiplayer-Spaß? Nicht nur diese drei Wünsche erfüllt 'Hunter: The Reckoning', das neue Action-Rollenspiel aus dem Hause Interplay. Vier Charaktere werden in das Abenteuer geschickt, welche die Stadt Ashcroft von dem urplötzlichen Zombie-Befall befreien sollen. Die ungewöhnliche Zusammenarbeit zwischen Priester, Ex-Cop, Raverin und Biker kommt nur zu Stande, da unsere Helden die einzigen Personen sind, die Zombies erkennen. Undank ist der Welt Lohn - denken die Mitmenschen doch, dass hier unschuldige Leute vermöbelt und um die Ecke gebracht werden. Aber da muss man als Hunter nun einmal durch.

Hunter: The Reckoning
Wenn Biker Deuce schlecht gelaunt ist, sollte man ihm nicht über den Weg laufen.

Wer kommt, was bringt ihr mit?
Dass 'Hunter: the Reckoning' seine Wurzeln im Reich des Rollenspiels hat wird, nicht nur durch die Charakter-Erfahrungspunkte deutlich. Auch die Lizenz des Rollenspielsystems 'Jäger - Die Vergeltung' von Feder Schwert weist auf ein Produkt von Interplay hin. Hier ist aber Schluss mit Rollenspiel: Ein episches Abenteuer wie 'Baldur's Gate' ist 'Hunter: The Reckoning' gewiss nicht. Vielmehr eine actionlastige Abrechnung mit dem abgrundtief Bösen - Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Die Waffen sind genau auf die Spielfiguren abgestimmt: Der 140-Kilo Biker kommt mit der dicken Axt daher, die wendige Raverin verfügt über Zwillingsdolche, Ex-Cop Samantha geht mit dem Colt auf die Jagd und Priester Esteban Cortez streckt Monster mit seinem Kreuzritterschwert nieder. Neben diesen Standardwaffen, von denen jeder Charakter zwei im Gepäck hat, finden sich immer wieder Extra-Schusseisen wie eine durchschlagskräftige Schrotflinte oder ein Maschinengewehr. Ausserdem wird mit dem Flammenwerfer gegrillt und bei Hardcore-Metzlern sorgt die Kettensäge für Stimmung. Schönes Detail: Schüsse auf Benzinkanister oder Autos erzeugen eine Explosion, so ist eine Handvoll Untoter schnell Geschichte. Doch Vorsicht: Seid ihr mitten drin statt nur dabei, kann es auch euch erwischen.

Von Mana und Glyphen
Zauber dürfen natürlich auch nicht fehlen - besonders der Priester kann mit seinem Zauber 'Wort der Ehre' ganze Horden von Gegnern in Luft auflösen. Biker Deuce verlässt sich lieber auf seine Axt, die er mit einem Feuerzauber erheblich stärker macht. Wichtig für Multiplayer-Partien ist die ehemalige Polizistin Samantha, die mit ihrem Heilzauber verloren geglaubten Kämpfen eine Wendung geben kann. Im Laufe des Spiels erlernen eure Helden drei verschiedene Zauber, die mit oftmaliger Benutzung stärker werden. Ein Zauberstab ist aber nicht das Werkzeug der Hunter, sie verlassen sich lieber auf die gute alte Mana. Diese hinterlassen einige Gegner, jedoch müsst ihr die blaue Zauberkraft schnell aufsammeln, bevor sie wieder verschwindet.

Hunter: The Reckoning
Massenschlachten dieser Art langweilen anspruchsvolle Gamer auf Dauer.

Weiter gibt es so genannte Glyphen. Bewegt ihr euren Hunter auf eine Glyphe, füllt sich auf Knopfdruck seine Mana-Anzeige wieder. Natürlich lasen Vampire auch einmal Lebensenergie fallen, ebenso sind im Spiel Glyphen zu finden, die Gesundheit spenden. Eine spezielle Glyphe verleiht eurem Charakter überdies höhere Treffsicherheit. Grüne Speicherglyphen sind, der Name verrät es schon, zum Sichern eures Spielstandes da. Ausserdem nicht zu vergessen: Euer Hunter kann die Feinde mit einer coolen, mehr oder weniger einladenden Geste herlocken.

Was haben die Gegner zu bieten?
'Hunter: The Reckoning' hat mehr als die 08/15-Standard-Zombies zu bieten: Die Schöpfer des Spiels haben ihrer Kreativität beim Gegner-Design freien Lauf gelassen: Killermäuse mit Mundgeruch, Teddybären mit dem Hang zum Übergeben, schlechtgelaunte Hausbesitzer mit Krakenarmen: Wer da nicht das Passende für sich findet, ist wohl schon selbst ein Monster. Allerdings trefft ihr insgesamt auf zu viele normale Zombied - gerade am Anfang ist es nicht sehr motivationsfördernd, nur gegen vergammelte Menschenkörper das Schwert zu schwingen. Andererseits haben es die imposanten Endgegner wirklich in sich. Sie sorgen für einen weiteren Spielspass-Schub, genau wie man sich es wünscht. Wenn euer Hunter einmal das Zeitliche segnet, greift er auf eines seiner Leben zurück. Mit dem Retten von Zivilisten wird euer Leben-Konto wieder aufgebessert. So lohnt sich das Suchen nach sogenannten Unschuldigen, denn gerade die Endgegner verlangen euch alles ab.

Hunter: The Reckoning
Die kesse Raverin Kassandra kann im Nahkampf auf ihre Beweglichkeit zählen.

Nur Metzeln, oder gibt's auch Aufträge?
Euer Auftrag ist klar definiert: Wer bei eurem Auftauchen nicht auf den Bäumen ist, lernt eure schlagfertige Schokoladenseite kennen. Selten wird auch mal anderes als Zombie-Metzeln von euch gefordert, wie zum Beispiel das Finden von Skeletten. Oder ihr beschützt ein kleines Mädel, dass unbedingt in die Kirche gehen will, aber sich vor den Monstern so unheimlich gruselt. Eigentlich müsst ihr aber gar nicht auf sie achten. Auch unbeschützt wird das euch folgende Mädchen zu ihrem Ziel gelangen. Nicht genügend Abwechslung für Sammler oder Taktiker, manchmal aber nervig für den Metzel-Fan: Beide Fraktionen werden mit den vorhandenen Aufträgen nicht ganz glücklich.

 

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