Preview - Hunt: Showdown : Überleben um jeden Preis?

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In Cryteks neuem Ego-Shooter schlüpft ihr in die Rolle eines hartgesottenen Söldners, der sich Horden von Zombies und Monstern in den Weg stellt. Diese Männer bringen jedes Opfer, um ihre Beute zu jagen, und nutzen dabei auch dreckige Taktiken, die andere Spieler das Leben kosten. Jeder ist sich selbst der Nächste und lediglich eure Teamkameraden stehen euch in der dunkelsten Stunde zur Seite.

Mein Kamerad untersucht das nahe gelegene Gebäude nach Hinweisen zu unserer Beute. Ich habe einen Schuss gehört, bleibe im Gebüsch in Deckung und beobachte die Umgebung. Das Gebiet ist alles andere als sicher, verschiedene Zombiearten treiben hier ihr Unwesen. Doch die wahre Bedrohung sind die anderen Söldner da draußen – sind sie doch stets bereit, unser Leben gegen ihren Profit einzutauschen.

PvP optional

In einem überschaubaren Gebiet, das trotzdem voller Ortschaften steckt, die erkundet werden dürfen, müssen mehrere Söldnerteams das Versteck der Zielkreatur ausfindig machen. Dies geschieht über besagte Hinweise, die sich überall auf der Map befinden. Sie sind bei jedem erneuten Durchgang woanders, am wahrscheinlichsten jedoch bei speziell markierten Standorten – doch da lauern auch die stärksten Feinde. Begrenzte Munition und standardmäßig niedrige Lebensenergie machen ein schnelles Vorgehen zu einer schlechten Idee.

Jeder Schuss sollte sitzen, eine Begegnung mit anderen, meist feindlichen Spielern vermieden werden. Um dies zu erreichen, schleichen wir uns an den Untoten vorbei, hasten durchs hohe Gras und tarnen uns im Schilf. Wir umgehen Krach erzeugende Objekte wie Ketten, Äste und Glasscherben auf dem Boden. Überleben ist wichtiger als siegen. Denn nur der Jäger, der überlebt, bekommt Erfahrungspunkte.

Sollten wir zu Boden gehen und unser Kamerad es nicht schaffen, uns wieder auf die Beine zu bringen, dann steht uns die Figur nicht mehr zur Verfügung. Ihre Ausrüstung und Erfahrung … alles verloren. Um dies zu verhindern, ist ein Vorgehen im Team notwendig.

Doch jetzt kommt der Casus knacksus: Wurde der Boss erledigt, können alle feindlichen Spieler sehen, wo sich das Biest befindet, während das siegreiche Team die Seele des bezwungenen Monsters in die Untiefen der Hölle verbannen muss. Dieser Akt dauert eine ganze Weile und erlaubt es daher selbst weit entfernten Spielern, der scheinbar siegreichen Gruppe einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Wer jetzt auf einsamen Rächer macht und die Trophäen, die ihr für einen erfolgreich abgeschlossenen Auftrag benötigt, alleine nach Hause bringen will, dürfte schon sehr bald Toast sein. Manch ein Spieler sitzt vielleicht im Gebüsch und fragt sich, warum er sich mit der Bestie abmühen soll, wenn er doch nur euch erledigen muss – natürlich kurz nachdem ihr die Dreckarbeit für ihn erledigt habt.

Die Spielidee

Von der Spielidee her wirkt Hunt: Showdown wie eine umfangreichere Version von Dead by Daylight und ähnlichen Vertretern dieser Spielart. Natürlich ohne den überqualifizierten Serienkiller, dafür aber mit allerlei anderen Ideen, die sich entsprechend entliehen anfühlen: die Spielfigur, die sich individualisieren lässt, die Ausrüstungsgegenstände wie Taschenlampen, Verbandszeug und Reservemunition, aber auch die Möglichkeit, die eigene Figur zu verbessern.

Habt ihr dies getan, ist der Verlust des Charakters in einer Runde natürlich um so schmerzlicher, jedoch lässt sich jeder Jäger letzten Endes ersetzen. Wichtig ist es, als Spieler im Level aufzusteigen, um verschiedene Objekte freizuschalten, die sich in der nächsten Herausforderung sinnvoll einsetzen lassen.

Um an das entsprechende Zahlungsmittel zu kommen, braucht ihr nicht viel um die Ecke zu denken. Beinahe für jede Handlung gibt es Cash, was es möglich macht, Hunt: Showdown auf verschiedene Arten mit unterschiedlichen Taktiken zu spielen: Erledigt Untote, seid beim Erlegen der Hauptbeute dabei, findet Hinweise, beschützt eure Leute. Es gibt viele Wege, die zum Erfolg führen.

Technisch klobig

Über die technischen Aspekte des Spiels in dieser frühen Phase zu sprechen – auch wenn sich der Titel schon seit einer Weile in der Mache befindet – ist etwas unangebracht. Sagen wir einfach, dass Hunt: Showdown momentan noch alles andere als optimal läuft und bis zur ersten Beta einige Stolpersteine auf seinem Weg beseitigen muss.

Worüber wir jedoch schon sprechen können, ist die generelle Spielmechanik, die sich letztendlich nicht mehr großartig ändern dürfte. Dabei fällt vor allem ins Auge, dass sich der Titel von Crytek langsamer spielt als die Konkurrenztitel – beinahe schwerfällig. Das Spiel ist definitiv mehr auf Schleichen ausgelegt als auf ordinäre Ballerorgien. Jeder Schuss fühlt sich schwer und wichtig an. Jeder Miniboss und größere Zombie wirkt lebensbedrohlich.

Im Zusammenhang mit dem düsteren Szenario und der stimmigen Atmosphäre im Allgemeinen entsteht dadurch ein beklemmendes Gefühl, immer und überall sein Leben zu riskieren, selbst aber nicht minder gefährlich zu sein als die Gegenspieler. Dank des gelungenen Licht-und-Schatten-Spiels, Hand in Hand mit minimaler akustischer Untermalung, ist Gänsehaut garantiert.

Die unterentwickelte KI der NPCs stellt leider einen starken Kontrast zum stimmigen Setting dar. Trotzdem lässt sich dieser Umstand verkraften, da der Schwierigkeitsgrad und die Unberechenbarkeit der anderen Mit- beziehungsweise Gegenspieler diesen Umstand gekonnt auszugleichen verstehen.

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