Special - HTC Vive: Runde zwei : Diese VR-Spiele müsst ihr gespielt haben!

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Bei meinem ersten Ausflug in die virtuelle Realität habe ich über die Spiele Vanishing Realms und FATED: The Silenth Oath berichtet. Natürlich waren dies nicht die einzigen Abstecher, die ich unternommen hatte. Eines meiner absoluten VR-Highlights war das Aufeinandertreffen mit GLaDOS aus der Portal-Serie.

Stellt euch vor, ihr steht in einem kleinen Raum und eine Stimme befiehlt euch, euch umzuschauen und Instrumente zu suchen. Ihr habt den Auftrag, einen Roboter wieder fit zu machen. Wer mit Portal vertraut ist, erkennt umgehend, dass es sich um Atlas handelt, einen der Charaktere aus Portal 2. Nach ein bisschen Friemelei geht die Reparatur leider schief und die eben noch so freundliche Stimme verschwindet. Der Boden öffnet sich bedrohlich und Atlas’ Überreste fallen hinein.

Mit einem Mal hört ihr eine sehr familiäre Begrüßung und GLaDOS, in all ihrer Ehrfurcht gebietenden Pracht, kommt langsam von der Decke herab. Ihr werdet gemustert, Gänsehaut stellt sich ein und man kann nicht anders als zu staunen – denn die künstliche Dame ist hoch wie ein Haus und kommt immer näher zu euch. Währenddessen baut sich der Raum um und mit einem Mal wird euch klar: Ihr befindet euch in den Testräumen der Aperture Science Labs.

VR macht’s möglich

Von all den getesteten Spielen war Valves kostenloser Titel The Lab das eindrucksvollste. Die Respekt einflößende Interaktion mit GLaDOS und dass man selbst in den Aperture Science Labs steht, ist schon ein Erlebnis für sich. Doch dies ist nur ein kleiner Teil des Angebots. Denn The Lab ist eine Sammlung diverser VR-Ausflüge.

Neben der Roboterreparatur kann man Bogen schießen, andere Orte besuchen und sich das Inventar des geheimen Ladens von Dota 2 angucken. Der hielt einige interaktive Überraschungen bereit. Waffen konnten bestaunt werden und man konnte mit kleinen Monstern interagieren. Abgerundet wurde das Ganze von einem wegfliegenden Dach und einem riesigen Biest, das nach einem griff.

Doch nicht nur Valve kann beeindrucken. Entwickler Frontier Developments hat mit dem VR-Modus von Elite: Dangerous ebenfalls sehr gute Arbeit geleistet. Leider habe ich persönlich keine direkte Vergleichsmöglichkeit mit Star Citizen und Eve: Valkyrie. Trotzdem ist es ein sehr erhabenes Gefühl, zum ersten Mal in seinem eigenen Raumschiff zu sitzen, aus dem Hangar zu fliegen und sich zu den Planeten aufzumachen.

Solange sich das Schiff geradeaus bewegt und ich mich umschauen kann, ist alles gut. Doch als mit einem Mal die erste Schlacht beginnt und Piraten mich angreifen, bin ich auf schnelle Ausweichmanöver und Konterangriffe angewiesen. Das Malheur, das mir zuerst mit FATED: The Silent Oath passierte, fand hier leider seine Wiederholung. Insbesondere die hektischen Momente, die erforderten, dass sich das Schiff um seine eigene Achse drehte, sorgten für Schwindelgefühle. Ich hoffe inständig, da es ja nicht nur mir so geht, dass es bei zukünftigen VR-Brillen etwas gibt, das dem vorbeugt.

Macht auch im Sitzen Spaß

Als großer Autonarr freue ich mich jedes Jahr über ein neues Forza oder ein Spiel wie Project Cars. Nachts träume ich oft davon, einen Audi R8 zu fahren, was mir bisher verwehrt blieb. Dank virtueller Realität und Project Cars ist das aber kein Problem. Einzig die Grafikeinstellungen mussten etwas runtergeschraubt werden. Glücklicherweise hat das mein Erlebnis nicht geschmälert. Kopfhörer auf, Lautstärke aufgedreht und ab auf die Piste! Auch wenn ich nicht wirklich in einem R8 saß, war das Gefühl schon verdammt cool.

Zusammen mit einem Lenkrad und Force Feedback wäre es wahrscheinlich noch besser gewesen. Aber auch so war es ein einzigartiges Erlebnis. Ich konnte mich im Auto komplett umschauen, die Spiegel nutzen und über die Rennstrecke in Imola rasen. Zusammen mit der wunderschönen Grafik, dem brachialen Sound und dem riesigen Fuhrpark ergibt sich ein fast schon perfektes VR-Fahrerlebnis.

Das Gefühl ist nur schwer zu beschreiben. Natürlich steckt die Technik noch in den Kinderschuhen, wie ich bereits im vorherigen Artikel dieser VR-Reihe anmerkte. Natürlich läuft dementsprechend nicht alles rund. Und es gibt bisher nur sehr wenige Spiele, die VR unterstützen. Zudem ist es noch sehr teuer und setzt einen starken PC voraus.

Aber warten wir mal Sonys Antwort Ende des Jahres ab. Mit einer Preisempfehlung von 299 Euro und einer PlayStation 4 als einziger Voraussetzung wird die virtuelle Realität um einiges günstiger zu haben sein. Ob die Japaner tatsächlich ein ähnliches Erlebnis bieten, bleibt abzuwarten. Mein Bericht von der gamescom, wo ich Batman: Arkham VR und Resident Evil 7 ausprobiert habe, folgt demnächst!

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