Test - HP Omen 15 ce002ng : Kompakte Daddelflunder

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Glaubt man den Aussagen von HP, so wurde die Omen-Gaming-Reihe von den Spielern gut angenommen. Entsprechend führt der Hersteller die Reihe natürlich weiter und spendiert neben neuen Geräten auch einige Überarbeitungen. Die ersten Omen-Notebooks waren gar nicht mal so schlecht, wiesen aber ein paar Schwächen im Detail auf. Wir haben uns das aktuelle Modell des HP Omen 15 zur Brust genommen und geschaut, was sich so alles getan hat.

Rein optisch setzt das HP Omen 15 auf einen Gaming-Look mit Carbon-Optik und dunkelroten Zierelementen. Etwas klischeehaft, aber ansehnlich. Schade nur, dass das Omen-Logo lediglich aufgeklebt ist und sich bei unserem Sample bereits an einer Ecke etwas abgelöst hat. Das geht besser. Während der Deckel mit dem Display robust aus Aluminium gefertigt ist, besteht das Gehäuse aus Kunststoff und wirkt weniger stabil. Für den angesetzten Preis von circa 1.699 Euro ist das aber in Ordnung. Wer überall Metall haben will, muss eben tiefer in die Tasche greifen.

Mit einem Gewicht von 2,62 kg und Abmessungen von 25 x 389 x 276 mm ist das Omen 15 erfreulich kompakt und macht auch im Rucksack eine gute Figur ohne Bandscheibenbedrohung. Die Anschlüsse sind nicht üppig, umfassen aber alles Nötige: Audio, USB 3.1 Type-C, 3x USB 3.0, RJ-45, HDMI und Mini-DisplayPort sind an den Seiten zu finden. Zudem hat HP auch an einen Card-Reader gedacht, was sich mittlerweile ohnehin zum Standard entwickelt hat.

Das Keyboard macht einen recht gefälligen Eindruck, nicht zuletzt dank der einfarbigen Beleuchtung, der roten WASD-Tasten sowie der leicht nach unten versetzten Pfeiltasten. Der Tastenanschlag ist zwar ein wenig weich, die Druckpunkte sind aber in Ordnung. Sowohl Tippen als auch Zocken gehen gut von der Hand. Das Touchpad ist ordentlich und präzise, die beiden zugehörigen Tasten sind allerdings arg empfindlich und können schnell mal ungewollt ausgelöst werden. Hier hat HP noch nicht den optimalen Mittelweg gefunden.

Das Innenleben verspricht flüssiges Zocken bei Full-HD-Auflösung, entsprechend ist das Notebook mit einem IPS-Panel von AUO mit 15,6 Zoll und einer Bildrate von satten 120 Hz ausgestattet und hinterlässt in Sachen Bildqualität einen grundsoliden Eindruck. Befeuert wird das Notebook von einem Intel i7-7700HQ Prozessor. Ihm zur Seite steht eine Nvidia GeForce GTX 1060 mit 6 GB Speicher im aktuellsten Max-Q Design nebst 16 GB DDR4-2400-Arbeitsspeicher. Eine 240 GB große PCIe-SSD von Toshiba sowie eine 1-TB-HDD von HGST sorgen für ausreichend Speicherplatz.

Bei der Leistung gibt es wenig Überraschungen. Das Omen 15 stemmt dank der GTX 1060 so ziemlich jedes Spiel bei 1.920 x 1.080 Pixeln Auflösung mit Bildraten um oder über 60 fps und ist damit zum Zocken bestens geeignet. Aufgrund der etwas niedrigeren Taktung des Max-Q-Designs gegenüber den normalen Mobile-Varianten der GTX 1060 gibt es natürlich schnellere Notebooks mit ähnlicher Ausstattung, wie auch unser Vergleich mit einigen anderen Geräten deutlich macht. Das ist aber kein Beinbruch.

Die Kühlung, immer wieder ein Knackpunkt bei Notebooks, leistet ziemlich gute Arbeit und hält die GPU auch bei Volllast noch unter maximal 77 Grad, ein guter Wert. Die Lautstärke der Lüfter ist dabei moderat. Die CPU-Kühlung könnte noch etwas effektiver arbeiten. Die Kerne des i7-7700HQ schwitzten unter Volllast beim Benchmark bei maximal 90 bis 94 Grad, da haben wir schon bessere Werte gesehen. Da Gaming aber ohnehin nicht extrem CPU-lastig ist, kann man damit gut leben. Aufgrund des Luftausstoßes nach hinten wird der obere Teil des Gehäuses sehr heiß, was sich aber kaum auf den Tastaturbereich auswirkt. Also auch hier alles im grünen Bereich.

Greift zu, wenn...

ihr ein kompaktes, leistungsfähiges Notebook fürs Zocken bei Full-HD-Auflösungen sucht.

Spart es euch, wenn...

ihr mehr Leistung wollt oder Gaming-Notebooks ohnehin nichts für euch sind.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Grundsolides Zockernotebook

Wer ein transportables Gaming-Notebook sucht, macht mit dem HP Omen 15 im Grunde wenig falsch. Die Spieleleistung entspricht den Erwartungen beim verbauten Innenleben und bringt nahezu jeden Titel unter Full-HD-Auflösung mit soliden 60 fps auf das ordentliche 120-Hz-Display. Die Kühlung ist recht gut gelöst, speziell im Hinblick auf die fürs Zocken wichtige GPU. Lediglich beim Tastaturanschlag und bei den arg empfindlichen Touchpad-Tasten gibt es noch Luft nach oben. Letzteres dürfte aber wenig stören, da die meisten ohnehin mit der Maus zocken.

Überblick

Pro

  • geringes Gewicht
  • ansehnliche Optik
  • 12-Hz-Display
  • gute Spieleleistung bei Full HD
  • aktuelle Anschlüsse
  • ordentliche Kühlung

Contra

  • sehr empfindliche Touchpad-Tasten
  • Tastaturanschlag generell etwas weich
  • bei Vollast gelativ hohe, wenn auch akzeptable CPU-Temperatur

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