Test - Hitman: Contracts : Hitman: Contracts

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3D-Shooter erfreuen sich auf dem PC seit Jahren ungebrochener Beliebtheit. Allerdings ging es vor einigen Jahren noch ausschließlich darum, Massen von Monstern, Rotarmisten oder Wehrmachtssoldaten abzuschlachten, um dann am Ende mit den dicksten Kanonen einen übermächtig erscheinenden Endgegner platt zu machen. Im Prinzip hat sich daran bis heute nichts geändert, aber seit ein paar Jahren macht das Wörtchen 'Stealth' den kleinen aber feinen Unterschied. Es geht inzwischen eben nicht mehr nur darum, wer innerhalb der kürzesten Zeit die meisten Kugeln aus seinem Magazin verschießt, sondern auch um taktisches Vorgehen. Einer dieser erfolgreichen Taktik-Shooter kommt aus dem Hause Eidos und bekommt jetzt mit dem bereits dritten Teil 'Hitman: Contracts' Nachschub.
 

Willkommen in der Realität eines Profi-Killers
Die Hintergrundgeschichte des Spiels wird in schönen Videosequenzen vor eueren Missionen erzählt und basiert auf einer genialen Idee. Agent 47, so heißt euer Charakter im Spiel, befindet sich in einem kleinen Appartement in einem Pariser Rotlichtviertel. Der letzte Auftrag ging gründlich daneben und der Killer ist schwer verwundet. Während sich Spezialeinheiten rund um das Gebäude versammeln und Scharfschützen die letzte Zuflucht des Agenten ins Visier nehmen, sieht dieser im Geist seine Aufträge noch einmal an sich vorbei ziehen. Und genau diese dürft ihr spielen.
Das klingt zunächst nach einer billigen Methode, Levels aus den ersten zwei Teilen wiederzuverwerten, aber das ist mit wenigen Ausnahmen nicht der Fall. Zwar sind ab und zu zumindest gewisse Ähnlichkeiten zu erkennen, aber das hält sich sehr in Grenzen und ihr dürft euch auf zahlreiche neue Herausforderungen freuen. Es ist dabei etwas schade, dass die Geschichte doch zu sehr im Hintergrund bleibt und für den Spielablauf selber kaum eine Rolle spielt. Um nun ins Geschehen einsteigen zu können, gibt es ein Trainingslevel, in dem ihr euch mit den verschiedenen Waffen und Techniken des Charakters vertraut machen dürft.

Natürlich gibt es wieder mehr Waffen als im Vorgänger, wie zum Beispiel das Fleischermesser oder auch neue Schusswaffen, wobei ihr nicht auf die vertraute Auswahl an normalen Pistolen, automatischen Waffen oder auch den äußerst beliebten Scharfschützengewehren verzichten müsst. Aber schließlich sollte die Waffe bei diesem Spiel nur im Notfall oder zur Eliminierung von Zielpersonen zum Einsatz kommen.
Zu den nützlichsten Ausrüstungsgegenständen gehören dann noch eine Nachtsichtbrille und ein Fernglas, mit dem ihr eure Aktionen aus sicherer Entfernung planen könnt.

Das Leveldesign ist gewohnt großzügig und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, um die Missionen erfolgreich abzuschließen. Dabei sind die einzelnen zu erforschenden Gebiete meist so groß, dass geübte Spieler in einer halben Stunde ihre Aufgaben erfüllen können.
Vor jeder Mission gibt es eine Art Einsatzbriefing, in dem die Ziele erklärt werden und unter Umständen auch ein paar Tipps gegeben werden.

Das Schicksal wartet
Sobald die Aufgaben klar sind, kann es losgehen. Zumeist befindet ihr euch an einer ruhigen Ecke des Levels und hinter der nächsten Ecke wartet schon die Action auf euch. Auf der Übersichtskarte könnt ihr euch die Bewegungen der Gegner in Reichweite ansehen, was sich als besonders sinnvoll erweist, falls ihr die Mission möglichst ohne Blutvergießen beenden wollt. Die Stärke des Spiels ist hierbei die extreme Vielseitigkeit, denn ob ihr in Rambo-Manier durch die Reihen der Gegner marschieren wollt oder sie auf vielseitige Weise überlisten wollt, liegt ganz an euch. Besonders häufig ist Kleidungswechsel angesagt, denn das ist oft die einzige Methode, um an Feinden unerkannt vorbeizukommen. Und es macht ja auch diebischen Spaß, wenn man in einer SWAT-Uniform direkt an seinen 'Kollegen' vorbeimarschiert und diese nicht darauf reagieren. In einer Leiste unten rechts seht ihr immer, ob ein Gegner bei eurem Auftauchen Verdacht schöpft oder nicht. Ist die Leiste schwarz, sieht es noch ganz gut aus, aber spätestens wenn diese rot wird, sollte man allmählich mal die Waffe herauskramen.

 

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