Test - Hellgate: London : Hellgate: London

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Vor einiger Zeit sorgte der Weggang von Bill Roper und etlichen anderen namhaften Entwicklern bei Blizzard für Furore. Mit Flagship wurde ein neues Studio gegründet und mit 'Hellgate: London' befindet sich der erste Titel von Roper & Co. in der Entwicklung, welcher erstaunlicherweise von Namco gepublished wird.

Dabei handelt es sich um ein Action-Rollenspiel, welches von den Spielmechaniken her am ehesten an 'Diablo II' erinnnert. Allerdings steuert ihr diesmal keine Fantasy-Charaktere aus der Iso-Perspektive durch altbackene 2D-Umgebungen, sondern agiert wahlweise aus der 'First Person'- oder 'Third Person'-Perspektive. Die Umgebungen werden in 3D dargestellt und sehen insgesamt ansprechend und atmosphärisch aus, ebenso wie die einfallsreich designten Dämonen. Großartige technische Highlights sind allerdings bisher nicht zu entdecken.

Die Story versetzt euch rund 25 Jahre in die Zukunft. London wurde derweil von finsteren Dämonenhorden überrannt und die gepeinigte Menschheit kämpft aus dem Untergrund gegen die Fieslinge, wobei U-Bahn-Tunnel und andere unterirdische Locations als Basis fungieren. Die Stadt auf der Oberfläche sieht ziemlich bescheiden aus – etliche Häuser liegen in Trümmern und Dämonen aller Art tummeln sich in den Straßen. Wie in 'Diablo II' ist die Spielwelt nicht fest vorgegeben, sondern wird bei jedem Neustart komplett zufällig generiert, sodass auch langfristiger Spielspaß garantiert werden soll. Gleiches gilt für Quests, die mehr oder weniger zufällig aus einem Katalog eingesetzt werden, wie auch für Ausrüstungsgegenstände, sodass auch die fleißigen Sammler wieder ihren Spaß haben werden. Die Quests werden sowohl feste Story-relevante Aufgaben umfassen, als auch Zufallsmissionen, die ihr nebenher erledigen könnt.

Neben zahlreichen Rüstungsgegenständen und anderen Dingen für den täglichen Bedarf werden über 100 verschiedene Waffentypen geboten. Dahinter steckt der Templer-Orden, der aus alten Artefakten und futuristischer Waffentechnologie eine wilde Mischung aus Magie und Feuerkraft generiert hat. Das Charaktersystem bietet neben Grundwerten die typischen Level-ups und Skilltrees, wobei hier wohl noch einiges an Arbeit zu tun ist und noch nicht alle Features endgültig feststehen. Dass zahlreiche Skills vertreten sein werden, sieht man bereits an den derzeit 12 Slots für Hotkeys. Zudem spielen physischer Schaden, Feuer, Gift, Elektrizität und Spektralschaden offenbar eine wichtige Rolle im Kampf und bei der Verteidigung gegen die Dämonenscharen. Zusammen mit den verschiedenen Waffentypen, die Nah- und Fernkampf, aber auch gezielte und flächendeckende Wirkung umfassen, und in Anbetracht der zahlreichen verschiedenen Gegner dürfte ein gewisses Maß an Strategie bei den Kämpfen trotz der grundsätzlichen Hack'n'Slay-Mechanik auf der Tagesordnung stehen. Trotz der 'First Person'-Ansicht wird nicht in Shooter-Manier mit Aiming und schneller Reaktion gekämpft, auch hier ist eher 'Diablo'-ähnliches Gameplay angesagt. Die Steuerung eures Charakters selbst hingegen entspricht da schon eher dem Standard aus gängigen Action-Games.

Neben einem umfassenden Einzelspieler-Modus sollen auch die Freunde des Multiplayer-Spieles massiv auf ihre Kosten kommen. Hier sind allerdings noch viele Dinge offen, sowohl im Hinblick auf die Spielerzahl als auch die Spielmodi. Fest steht, dass es unter anderem kooperatives Spiel geben wird, in welchem ihr gemeinsam Quests lösen und massig Dämonen vermöbeln könnt.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
'Diablo'-artige Spielmechaniken, First-Person-Action, zufallsgenerierte Umgebungen, Multiplayer-Modus und finstere Dämonen? Das klingt nach einer interessanten Mischung mit reichlich Potential für Endlos-Spielspaß und wer weiß, dass hinter Flagship etliche Ex-Blizzard-North-Mitarbeiter stehen, kann sich ausmalen, dass die Sache am Ende Hand und Fuß haben dürfte. Ich bin sehr gespannt auf das fertige Ergebnis. Was auf der E3 zu sehen war, lässt auf einiges hoffen und hebt sich trotz Anleihen bei bekannten Titeln wohltuend vom Einheitsbrei ab.

Wertung

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    85
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