Test - Haunting Ground : Haunting Ground

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Capcom bringt mit ’Haunting Ground’ einen weiteren Horror-Titel für PS2 auf den Markt, der mittels eines innovativen Angst- sowie Kampfsystems überzeugen und Genre-Fans einen erstklassigen Grusel-Trip verschaffen soll. Wir haben für euch ’Haunting Ground’ ganz furchtlos auf Herz und Nieren geprüft. Lest im folgenden Text, ob das Spiel überzeugen kann.

Mit der schönen Fiona geht ihr in ’Haunting Ground’ auf Schlossexpedition. Fiona wacht in einem Käfig auf und muss sich, mit nur einem knappen Leinentuch bekleidet, durch die düstere Schlossumgebung schlagen. Die Erinnerungen, wie sie an diesen seltsamen Ort gekommen ist, kehren derweil nur sehr langsam zurück. Das Letzte, woran sich Fiona erinnert, ist der Autounfall mit dem Wagen ihrer Eltern. So begibt sich Fiona auf die Suche nach Einzelheiten, um ihre Gedächtnislücke seit dem Unfall zu füllen. Schon kurz darauf macht Fiona mit einem mysteriösen Hausmädchen Bekanntschaft, wird von einem ungeheuerlichen Riesen verfolgt und trifft im Schloss auf abscheuliche Spuren.

Katz-und-Maus-Spiel

Als Erstes muss gesagt werden, dass ’Haunting Ground’ an sich kein revolutionäres Spielsystem bietet. Spieler, die bereits mit ’Clock Tower 3’ ihre Erfahrungen gesammelt haben, werden von der ersten Spielsekunde an ein starkes Déjà-vu-Gefühl haben. Das Konzept ist nämlich schlicht dasselbe: Ihr müsst euch vor euren Angreifern verstecken, indem ihr unter Betten, in Wandschränken oder hinter Duschvorhängen Schutz sucht, bis eure Verfolger die Suchaktion abblasen. Dabei sind eure Verfolger genauso auf Achse und schwirren in der Umgebung herum, stets darauf gefasst, euch bei der kleinsten Unachtsamkeit den Garaus zumachen.

Die Schlossbewohner sind soweit eure einzigen Widersacher. Von den Luminessanten, die die Schlossbewohner alarmieren, und einigen Fallen abgesehen, habt ihr mit keinen weiteren Gegenspielern zu rechnen. Was dem Spiel jedoch deutlich fehlt, sind richtige Schockmomente, die es hingegen bei ’Clock Tower 3’ en masse gab, hier aber leider kaum vorhanden sind. Von ein paar Szenen und der unheimlichen Atmosphäre abgesehen, werden sich Gruselfanatiker eher enttäuscht fühlen und erfolglos auf spektakuläre Schockmomente warten.

Fiona bekommt es mit der Angst zu tun

Werdet ihr dennoch einmal entdeckt, schnellt die Angst von Fiona in die Höhe. Dies geht soweit, bis die Gute schließlich in Panik ausbricht und irre durch die Gegend rennt. Eine Lebens- oder Angstanzeige gibt es allerdings nicht und so müsst ihr euch stets am Verhalten von Fiona orientieren. Je nachdem wie weit die Angst fortgeschritten ist, seid ihr für Angriffe empfindlicher und könnt im Extremfall sogar umkommen. Um dies zu vermeiden, könnt ihr unterschiedliche Kräuter konsumieren und damit euren Zustand verbessern.

Währenddessen wurde auf Checkpoints gänzlich verzichtet. Dafür könnt ihr jedoch bei den gut verteilten Uhren euren Spielstand jederzeit sichern. Das Angstsystem ist wie auch das Spielprinzip zwar keineswegs revolutionär, doch sind die Ideen recht gut umgesetzt worden und die Features immerhin ziemlich unverbraucht.

Ein Helfer auf vier Pfoten

So ganz alleine ist Fiona in ihrem Kampf gegen die Schlossbewohner jedoch nicht. Als Helfer bekommt sie nämlich den vierbeinigen Hewie zur Seite gestellt, der ihr auf Kommando hin folgt. Dabei kann der tapfere Hund nicht nur eure Verfolger angreifen und euch damit einen Vorsprung verschaffen, sondern auch die Gegend auf Items oder Hinweise absuchen oder euch Objekte beschaffen, die ihr selbst nicht erreichen könnt. Hewie meldet daneben aber auch, sobald sich Gegner in eurer Reichweiter aufhalten, und macht euch selbst auf fiese Fallen aufmerksam.

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