Preview - Guitar Hero 2 : Guitar Hero 2

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Der Release von 'Guitar Hero' im vergangenen Jahr konnte dank originellem Controller und spaßigem Gameplay die Kritiker weltweit begeistern, die das Spiel mit Preisen und Awards überschütteten. Nun steht der zweite Teil des Musik-Spaßes kurz vor dem Release. Wir hatten Gelegenheit, bei einem Besuch der PR-Agentur im Rahmen einer ausgedehnten Multiplayer-Session erste Eindrücke des Sequels zu sammeln.

Das grundsätzliche Spielprinzip von 'Guitar Hero' bleibt natürlich auch im zweiten Teil erhalten, wobei sich erneut alles um den Gitarren-Controller dreht, der im Bundle in einer neuen Variante in Form der Gibson SG Classic Red enthalten ist. Natürlich funktioniert auch der Controller des ersten Teils einwandfrei. Besagter Controller ist wie eine Gitarre geformt. Ein Kippschalter dient als Ersatz für die Saiten im Hinblick auf den Anschlag, das Griffbrett besteht aus fünf farbigen Tasten.

Hau in die Saiten, Baby

Der Ablauf einer Session ist ähnlich wie in einem Tanzspiel, nur dass ihr statt der richtigen Schritte den jeweils richtigen Ton (sprich die richtige farbige Taste) drücken und gut getimt den Anschlaghebel bedienen müsst. Das Spiel bietet dabei vier Schwierigkeitsgrade in allen Spielmodi, welche Einfluss auf die Anzahl der zu spielenden Töne haben, aber auch die Anschlagtechniken berücksichtigen. Während ihr im einfachsten Modus im Grunde nur zwei Tasten drückt und Einzelanschläge durchführt, wird im höchsten Grad die Fingerakrobatik gefragt, denn da kommen alle fünf Tasten zum Einsatz, es gibt Licks, Slides und schnelle Akkordfolgen, bei der mehrere Tasten gleichzeitig gedrückt werden müssen in zum Teil rasanten Wechseln.

Korrekte Ausführung wird mit dem Jubel der Fans belohnt, wobei ein Balken aufgeladen wird. Hat dieser eine bestimmte Füllung erreicht, könnt ihr durch Bewegen des Gitarrenhalses frenetischen Jubel erzeugen und Bonus-Punkte einsacken. Haut ihr zu oft daneben, werdet ihr ausgepfiffen und von der Bühne gescheucht. Zum Abschluss jedes Songs gibt es eine Bewertung mit Prozentangabe der richtig getroffenen Töne.

Rock'n Roll pur

Die Trackliste liest sich erneut wie das "Who is Who“ der Rockmusik, auch wenn etwas weniger Klassiker als im ersten Teil vertreten sind. Aber auch so sind reichlich bekannte Bands enthalten, wie Kiss, Nirvana, Police oder Guns'n'Roses. Dabei handelt es sich durch die Bank um Cover-Versionen der zumeist bekannten Titel, die aber exzellent gemacht und überwiegend von den Originalen kaum zu unterscheiden sind. Den Großteil der Tracklist findet ihr in unserer News zu dem Thema unter 1.

Das Spiel bietet derweil einiges an neuen Modi, darunter auch einen Übungsmodus, in welchem ihr ganze Songs oder bestimmte Teile ausprobieren und eure Technik verbessern könnt. Für Einzelspieler bietet sich der Karriere-Modus an, in dem ihr – wie in den anderen Spielmodi auch – euch einen Charakter aussucht, bei denen es sich quasi um Comic-Varianten typischer Rocker-Klischees handelt, vom Punk mit Iro-Haarschnitt bis zum geschminkten Poser. Der Karriere-Modus ist in Blöcke mit jeweils vier Tracks plus einen Bonus-Song aufgeteilt mit steigender Schwierigkeit. Habt ihr drei Tracks erfolgreich vollendet, wird der Bonus-Song als Zugabe freigeschaltet. Habt ihr auch den absolviert, steht euch der nächste Block in allen Spielmodi zur Verfügung. Etwas schade ist, dass ihr im Multiplayer-Modus keine Songs freispielen könnt.

Band-Feeling im Multiplayer

Die Multiplayer-Modi wurden kräftig erweitert und bieten einige neue Varianten, wobei ihr zwei Controller an die PS2 anschließen könnt. So gibt es nun auch einen spaßigen Kooperativ-Modus, bei dem echtes Bandfeeling aufkommt. Ihr könnt nämlich zusammen die Songs absolvieren, wobei jeder der Spieler einen anderen Part übernimmt – Spieler 1 zum Beispiel die Lead-Gitarre und Spieler 2 den Bass. Weiterhin dabei sind zwei 1-gegen-1-Modi, in denen ihr gleiche Spuren ganzer Tracks oder einzelne Abschnitte abwechselnd um Punkte gegeneinander spielt.

Die optische Umsetzung ist prinzipiell eher Nebensache, da ihr sowieso immer auf die Leiste mit den Tonanzeigen starrt, aber dennoch kann sich 'Guitar Hero 2' durchaus sehen lassen. Das liegt vor allem an den originellen Charakteren sowie der insgesamt guten Darstellung der Bühnenshow mit fast schon parodistischen Darstellungen typischer Rocker-Posen.

'Guitar Hero 2' wird diesmal übrigens nicht nur für die PS2 erscheinen, auch eine Xbox-360-Umsetzung des Spiels ist in Arbeit. Diese bringt noch einen gewaltigen Pluspunkt mit sich: Dank Festplatte und Xbox Live soll es die Möglichkeit geben, zusätzliche Songs via Xbox Live herunterladen zu können. Der Controller der Xbox 360 Version wird der berühmten Gibson X-Plorer nachempfunden.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Auch in der zweiten Auflage macht 'Guitar Hero' schlicht und einfach einen Heidenspaß, vor allem zusammen mit ein paar Freunden. Dabei können speziell die neuen Multiplayer-Modi begeistern, insbesondere der Kooperativ-Modus. Die neue Tracklist hat diesmal zwar nicht ganz so viele Klassiker zu bieten wie der erste Teil, die Coverversionen der Songs sind allerdings wieder einmal vom Feinsten. Ein absolutes Muss für Rock-Fans und (Möchtegern-) Gitarristen.

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