Preview - Grand Prix 4 : Grand Prix 4

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Grand Prix 4
Formationsflug der zwei Jaguar.

Gott sei Dank gibt es wieder die altbewährten Einstellungen der 'Grand Prix'-Reihe und das sehr realistische Schadensmodell war gerade ausgeschaltet, denn ansonsten hätten sich wohl schon so einige Einzelteile verabschiedet. Das Schadensmodell von 'Grand Prix 4' ist so gestaltet, dass je nach Unfall die passenden Schäden auftreten und logischerweise dann auch die folgerichtigen Einschränkungen des Fahrverhaltens auftreten. So kann die Fahrt unter Umständen schon nach dem ersten Crash vorbei sein. Ich entschloss mich jedenfalls, jetzt die ganze Palette der Fahrhilfen einzuschalten, besonders wichtig für mich war die Bremshilfe, die den Wagen automatisch vor den Kurven abbremst. Das ist zwar nichts für Realismusfans, aber für Fahrer mit Haudrauf-Mentalität wie mich der einzige Weg, der auch zum Ziel führt. Natürlich wird es auf Wunsch auch die Streckenposten geben, die bei der richtigen Gelegenheit mit ihren Fähnchen winken und dann dem Fahrer mit Zeitstrafen den Tag vermiesen, aber diese können auch jederzeit vor dem Rennen abgeschaltet werden. In der Boxengasse hört der Realismus übrigens ein bisschen auf, denn der Wagen wird vom Rechner durch den Großteil der Box gelenkt, was dort natürlich Geschwindigkeitsüberschreitungen unmöglich macht.

Während des Fahrens sind auch die Fahrgeräusche sehr angenehm, die zumindest für Fans sehr realistisch klingen und im Vergleich zu dem doch etwas angestaubt klingenden 'Grand Prix 3' klar verbessert wurden.

Grand Prix 4
Vor der Boxengasse.

Die Spielmodi
Gefahren wird wieder in verschiedenen Modi, so kann man neben dem 'Schnellen Rennen' für zwischendurch natürlich auch in eine Meisterschaft starten. Von den Multiplayer-Modi war leider nichts zu sehen, man kann nur soviel sagen, dass es keinen Modus fürs Internet geben wird, was mit der Technik des Spiels zu tun hat, die für solche Funktionen eigentlich nicht konzipiert wurde. Wichtig bei dieser Auswahl sind wieder die sehr üppigen Optionen, die dem Spieler freie Hand über Rennlänge oder Gegnerstärke lassen. Bevor man ein Rennen startet, muss man sich bekanntlich für ein Team und somit folglich auch für einen der zahlreichen Fahrer entscheiden. Das Spiel hat, zur Freude aller Fans, die Lizenz der FIA und kann folglich mit den Originalnamen und Outfits glänzen. So stehen alle großen Idole der 2001er Saison zur Auswahl, beziehungsweise fahren dann später im Feld als potentielle Gegner um den Titel.

Um noch einmal auf die beiden Versionen für Xbox und PC einzugehen, muss man sagen, dass die Unterschiede minimal sind. Auf der Xbox konnten vielleicht hier und da ein bisschen mehr Details eingefügt werden, aber für mich war der Unterschied nicht ersichtlich.
Der wohl größte Unterschied bestand logischerweise bei der Steuerung, denn in der Xbox-Version steuert sich das Auto mit dem Pad natürlich schon ein bisschen anders als am PC mit der Tastatur. Die passende Frage zum Abschluss ist die nach der persönlichen Einschätzung des Produkts und der Konkurrenz durch das Team. Es sei nötig gewesen, so die Aussage des Programmierers, das Spiel, das seit jeher mit besonders realistischer Steuerung glänzt, auch auf anderen Gebieten, wie besonders der Grafik, an die Konkurrenz, zum Beispiel aus dem Hause EA, heranzuführen, beziehungsweise die Konkurrenten mit noch besserer Grafik auszustechen. Allerdings liege auch bei diesem Titel, trotz aller grafischer Verbesserungen, der Schwerpunkt auf der Spielbarkeit und der realistischen Steuerung, und das werde das Hauptargument zum Kauf des Produktes sein.

 

Fazit

von Wolfgang Korba
'Grand Prix 4' verwöhnt Augen und Ohren mit seiner sehr guten Grafik und dem zeitgemäßen Sound und lässt so eigentlich kaum Wünsche offen. Auch durch die offiziellen Formel Eins-Lizenzen gewinnt das Spiel für Fans noch einmal deutlich an Qualität und Realismus. Die Steuerung ist sehr realistisch ausgefallen, was ohne Fahrhilfen jedenfalls eine echte Herausforderung darstellen wird. Das Spiel ist auf jeden Fall einen Kauf wert, unabhängig davon, ob man nun eine Xbox oder einen PC besitzt.  

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