Preview - Grand Prix 4 : Grand Prix 4

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Seit es Spiele für Computer beziehungsweise später auch Konsolen gibt, ist die optimale Darstellung von Geschwindigkeit eines der Ziele der Programmierer. Noch dazu bieten die verschiedenen Sportarten, besonders das Motorsportgenre, eine willkommene Plattform, auf der sich die verschiedenen Teams austoben können. Mit der Zeit hat sich unter den Spielern eine immer größere Fangemeinde gebildet, auch und vor allem für die Umsetzungen der Formel Eins. Mit dem Spiel 'Grand Prix' sorgte Geoff Crammond für eine der ersten Rennsportsimulationen, die den Namen Simulation auch wirklich verdient hat. Einer der Schwerpunkte des Spiels war damals eine möglichst akkurate Steuerung und bei jedem weiteren Teil der Serie rückte eine detailgenauere Darstellung in den Mittelpunkt der Bemühungen.

Grand Prix 4
Da geht die Post ab.

Nobles Volk anwesend
Der neueste Teil, immerhin schon der vierte der 'Grand Prix'-Reihe, hat nun natürlich auch damit zu kämpfen, dass andere Firmen die Attraktivität des Genres ebenfalls erkannt haben und ihre eigenen Titel ins Rennen schicken, allen voran die Umsetzung von Electronic Arts, die besonders mit den Lizenzrechten wedelt, aber natürlich auch mit äußerst zeitgemäßer Grafik. Zu diesem Zweck hatte Infogrames Journalisten verschiedenster Zeitschriften und eben auch Online-Magazine nach Frankfurt geladen, die sich dort vom momentanen Stand der Entwicklung des Programms informieren konnten. Aus diesem Grund war einer der englischen Programmierer, der das Spiel mit entwickelt hat, nach Frankfurt gekommen und durfte den Pressevertretern die ersten Runden auf dem Kurs in Brasilien vorführen. Schon der erste Blick versprach Erstaunliches, denn das Auto war in einer unglaublichen Detailfülle zu sehen und die Umgebung des Parcours war von vorne bis hinten so genau wie möglich nachgebaut.

Grand Prix 4
Ein schneller Boxenstopp vor dem Sieg.

Besonders beeindruckend war aber die Königsetappe der Formel Eins, der Stadtkurs von Monaco. Weit über 2000 einzelne 3D-Gebilde wie Gebäude oder die Schiffe im Hafen versetzen den Spieler in die richtige Rennstimmung. Mit weit über 200 Sachen geht es hinein in den Tunnel am Hafen, die vielleicht berühmteste Schikane in der Formel Eins. Dieser Realismus hält Strecke für Strecke an und der Spieler erlebt förmlich einen Hauch von Formel Eins vor seinem Monitor. Etwas verwunderlich bei dieser Gesamtdarstellung erschien mir die Machart der Zuschauer, die einfach als starre Abbilder rund um die Rennstrecke stehen und somit stark an den Vorgänger erinnern.
Wie man von Seiten der Programmierer jedoch zu bedenken gab, habe man zwar sehr lange an den Animationen dieser Zuschauer gearbeitet, es sei jedoch dann wieder verworfen worden, da jeder einzelne Zuschauer dann auf Kosten der Framerate gehe und somit das Spiel nicht mehr unter vernünftigen Systemanforderungen laufen würde. Allerdings sei das nur ein geringfügiges Manko, denn dafür sei ja der Rennwagen umso realistischer animiert und biete dem Spieler genug Action, auf die er das Augenmerk richten könne. Wichtig ist aber auch, dass sich die Xbox- und die PC-Version eigentlich nicht unterscheiden, zumindest rein optisch sehen die Spiele ziemlich gleich aus, da sie durch die Verwandtschaft der Konsole zum großen Bruder auch miteinander entwickelt worden sind.

Die erste Runde
Dann endlich ging es auch für mich selbst in die Einführungsrunde, wohlgemerkt in Imola und nicht in Monaco, denn total blamieren wollte ich mich jetzt auch nicht gleich. Also Gang rein, warten auf das Erlöschen der roten Lichter und dann ran an die Buletten. Es dauerte ungefähr fünf Sekunden, dann machte ich mit dem Realismus der Steuerung Bekanntschaft und raste ziemlich ungebremst in den nächsten Reifenstapel. Also Rückwärtsgang einlegen, den man erst einmal finden musste, dann den Wagen wenden und auf zum nächsten Dreher auf gerader Strecke. Man kann natürlich auch die Perspektive wechseln und statt der Cockpit-Ansicht zum Beispiel die Außenansicht wählen, aber meiner Fahrerei hat das in diesem Moment irgendwie auch nicht zu Besserung verholfen.

 

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