Tipp - Gran Turismo 3 zu den Tuning-Einstellungen : Gran Turismo 3 zu den Tuning-Einstellungen

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Gran Turismo 3 zu den Tuning-Einstellungen

Bevor ihr auf die Rennstrecke fahrt, habt ihr eine Menge Möglichkeiten Dinge an eurem Wagen einzustellen und je mehr Tuning-Teile ihr kauft, desto mehr Veränderungen könnt ihr vornehmen. Vor allem fortgeschrittene GT 3-Fahrer, die das letzte Quentchen Leistung aus ihrem Auto herausholen wollen, sind hier genau richtig.

1. Federung

Federrate:
Je härter ihr die Federung einstellt, desto schneller und sensibler steuert sich euer Wagen. Im Gegenzug machen sehr hart eingestellte Federn das Auto auf der Strasse sehr instabil. Einige Strecken haben sehr langgezogene Kurven, so dass ihr die Federung sehr steif einstellen könnt. Dagegen solltet ihr zum Beispiel auf einer Rallye-Strecke eine weichere Einstellung wählen.

Fahrzeughöhe einstellen:
Indem ihr die Höhe eures Fahrzeugs vermindert, senkt ihr gleichzeitig den Schwerpunkt eures Autos, so dass es besser auf der Strasse liegt. Übertreibt ihr es aber, kann es schon mal vorkommen, dass ihr nach Sprüngen oder Kollisionen komplett die Kontrolle über euren Flitzer verliert. Diesem Effekt kann durch Erhöhung der Federrate oder Anpassung der Stossdämpfer entgegengewirkt werden. Auch hier gilt wieder: Je ebener die Strecke, desto tiefer könnt ihr euren Wagen einstellen.

Stossdämpfer:
Je weicher ihr diese einstellt, desto mehr driftet euer Wagen in den Kurven und desto empfindlicher reagiert er bei Bodenwellen. Je härter diese sind, desto unstabiler verhält sich euer Gefährt im Kurvenausgang. Einige leichtere Autos haben Mühe die Motorleistung sauber auf die Strasse zu bringen, so dass die Räder gerne durchdrehen oder das Auto zu schaukeln anfängt. Indem ihr eine weichere Einstellung wählt, so dass die Räder besser greifen können. Der Nachteil ist wiederum, dass der Wagen in Kurven nach Aussen "hängt". Durch eine Anpassung der Federrate kann diesem Effekt entgegengewirkt werden.

Sturzwinkel:
Der Sturzwinkel bestimmt, in welchem Winkel die Reifen im Verhältnis zum Auto stehen, wenn von vorne oder hinten auf den Wagen geschaut wird. Diese Einstellung hat nur einen kleinen Einfluss auf die Gesamtleistung und ein falscher Winkel kann das ganze Handling negativ beeinflussen. Eine etwas negativer Winkel - also in Richtung des Autos - erhöht die Stabilität in den Kurven, wirkt sich aber mindernd auf die Bremsfähigkeit und die Steuerung aus. Meist empfiehlt es sich daher, diesen so zu lassen, wie er ist.

Spurwinkel:
Der Spurwinkel gibt an, in welchem Winkel die Reifen im Verhältnis zum Auto stehen, wenn von oben auf den Wagen geschaut wird. Wie bereits beim Spurwinkel, verbessert eine etwas negative Einstellung das Handling eures Fahrzeugs, dafür verliert ihr aber bei zu starkem Winkel an Leistung, zusätzlich kann der Grad der Reifenabnutzung erhöht werden.

Stabilisator:
Die Stabilisatoren helfen euch, besser um die Kurven zu kommen. Bei einer hohen Einstellung wird euer Auto in den Geraden übersensibel, bei einer tiefen Einstellung sind die Kurven schwieriger zu fahren. Versucht diese im Verhältnis zur Federrate und den Stossdämpfereinstellungen wählen.

2. Bremsen

Bremskraftverteilung:
Bei der Bremskraftverteilung gilt: Je stärker die vorderen Bremsen, desto mehr tendiert der Wagen dazu, zu untersteuern. Je stärker die hinteren Bremsen, desto mehr neigt euer Auto dazu, zu übersteuern. Mit einem übersteuernden Fahrzeug könnt ihr die Kurvenlage etwas verbessern, verliert dafür aber an Haftung. Versucht hier eine Einstellung zu finden, die eurem Fahrstil am besten entspricht.

3. Antriebszug

Anfangsdrehmoment:
Je nach Antriebsart stehen euch ihr hier eine oder zwei Optionen zur Verfügung. Mit Front- oder Heckantrieb könnt ihr das entsprechende Drehmoment vorne oder hinten einstellen, mit einem Allradantrieb können beide geändert werden. Wenn ihr dieses erhöht, steigert ihr dadurch zwar die Stabilität in den Kurven, allerdings wieder sehr schwerer herumzukommen. Empfehlenswert ist daher diese Massnahme eher für Leute, die damit Übung haben, durch gezieltes Gasgeben um die Kurven zu driften.

Differential Beschleunigung:
Wenn diese Einstellung erhöht wird, erhaltet ihr dafür einen besseren Halt während des Beschleunigens, sowohl auf der Geraden, als auch aus Kurven heraus. Im Gegenzug verschlechtert sich das Bremsverhalten, was allerdings mit dem 'Differential Bremsen' wieder etwas ausgeglichen werden kann.

Differential Bremsen:
Diese Option entspricht dem 'Differential Beschleunigung' im umgekehrten Sinn: Ein hoher Wert bringt gute Haftung bei Bremsmanövern, so dass es einfacher wird, vor einer Kurve abzubremsen und diese kontrolliert zu fahren. Dafür wird das Herausbeschleunigen negativ beeinflusst, was mit der entsprechenden Einstellung unter dem Punkt 'Differential Beschleunigung' ausgeglichen werden muss.

Getriebeabstufung:
Hier kommt es darauf an, was ihr erreichen wollt: Indem ihr die letzte Einstellung herabschraubt, vermindert ihr zwar die Beschleunigung eures Wagens, erreicht aber höhere Geschwindigkeiten - was auf Hochgeschwindigkeitsstrecken natürlich von Vorteil ist. Das selbe gilt im umgekehrten Fall, indem ihr zwar eine bessere Beschleunigung erhaltet, dafür aber der Top-Speed kleiner wird. Wer Lust hat, kann sich jeden einzelnen Gang genau anpassen, wobei ihr vor allem mit dem Turbo aufpassen müsst, dass dieser innerhalb der gewünschten Bandbreite bleibt.

4. Verschiedenes

Abtrieb:
Durch die Erhöhung des allgemeinen Abtriebs - indem die Werte vorne und hinten geändert werden - wird der Wagen "schwerer", da er stärker gegen den Boden gedrückt wird. Dadurch liegt der Wagen bei hohen Geschwindigkeiten zwar besser auf der Strasse, allerdings leidet der Top-Speed darunter.

Um das Kurvenverhalten zu ändern, müsst ihr daher die beiden Winkel individuell anpassen: Ein grösserer Abtrieb nur vorne bringt das Auto dazu, zu übersteuern, eine Erhöhung nur hinten bringt die Tendenz zu untersteuern. Dafür hält euer Fahrzeug bei höherem Heckabtrieb besser in der Kurve, wenn es ansonsten dazu neigt zu übersteuern, während ein ansonsten untersteuerndes Auto bei grösserem Frontabtrieb besser um die Kurven gescheucht werden kann.

Gierregelung:
Die Gierregelung bestimmt, wie sich die Performance eures Wagens in Kurven ist: Eine höhere Einstellung hilft euch euer Auto schneller die Kurve kratzen zu lassen, wobei ein zu hoher Wert zu Drehern und Schlenkern Ausgangs der Kurven führen kann. Nicht viele Fahrzeuge haben dieses Teil, so dass ihr vielleicht nicht in den Genuss kommen könnt, daran herumzuschrauben.

Traktionskontrollsystem:
Durch die Traktionskontrolle wird mittels "richtiger" Leistungsverteilung das Durchdrehen der Räder bei leistungsstarken Motoren verhindert. Je nach Antriebsart wird dadurch auch das Unter- bzw. Übersteuern unterbunden, was aber auch bedeutet, dass wiederum die Geschwindigkeit zugunsten der Stabilität und der Haftung auf der Strecke bleibt.

Aktive Stabilitätskontrolle:
Diese Einstellung bestimmt, wie das System die Bremskräfte für alle vier Räder verteilen soll. Hohe Werte bringen eine bessere Kurvenlage auf Kosten der Beschleunigung und des Handlings. Tiefe Werte verbessern wiederum das Ansprechverhalten der Steuerung, wohingegen sich die Stabilität verschlechtert.

Variables Zentraldifferential:
Hier könnt ihr die Leistungsverteilung auf die Achsen eures Allrad-Fahrzeugs einstellen, je nachdem, ob ihr das Fahrverhalten eines Wagens mit Front- oder Heckantriebs haben wollt. Stellt es am besten so ein, dass es eurem Fahrstil am ehesten entspricht.

Eingesendet und geprüft von Guido Wickihalter.

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