02.06.2012 - Andreas Ludwig
Die erste Kepler-Karte GTX 680 konnte ihre direkte AMD-Konkurrentin Radeon HD 7970 ausstechen, die Vorgängerin GTX 580 wurde sogar mit Haut und Haaren gefrühstückt. Ihre Charakterstärken liegen vor allem im deutlich verbesserten Leistung-pro-Watt-Verhältnis und der gleichzeitig geringeren Lautstärke und Temperatur bei gesteigerter Performance. Damit legt die neue Ballkönigin die Messlatte der nachfolgenden Kepler-Schwestern höher, die ebenfalls in diese Kerbe schlagen müssen, um sich von AMD selbstbewusst absetzen zu können. Absetzen muss sich die zweitstärkste Kepler-Karte GTX 670 von der direkten Widersacherin Radeon HD 7950, während das absolute Alphatier GTX 690 nur die Zwei-Kern-Grafikkarten aus der alten Generation ausstechen muss - ein Radeon-Doppel-Whopper aus der aktuellen Familie lässt noch auf sich warten, soll aber kommen.
Bevor wir euch mit Benchmarks zupflastern, schauen wir uns kurz die beiden neuen Kepler-Karten an.
(zum Vergrößern auf die Tabelle klicken)
Widmen wir uns erst der kleineren Single-GPU-Schwester der GTX 680, die sich ab 340 Euro als erste Kepler für deutlich unter 400 Euro vom Olymp herabbequemt. In ihrem Motorraum lungert der GK104-Grafikchip, der auch in der GTX 680 das Feuer entfacht. Allerdings gibt es Unterschiede: Von den vier Kernelementen der GPU, den Graphics Processing Clusters (GPCs), arbeiten nur drei ungedrosselt, dagegen wurde bei dem vierten GPC eine der beiden SMX-Einheiten deaktiviert. Als Konsequenz stehen 1.344 statt 1.536 Shader-Einheiten zur Verfügung, außerdem verringern sich die Textureinheiten von 128 auf 112 Stück.
Für Tessellation stehen ebenfalls weniger Recheneinheiten zur Verfügung. Durch die Teilabschaltung löffelt die GTX 670 logischerweise weniger Strom in sich hinein, maximal soll die Leistungsaufnahme laut Nvidia bei 173 Watt liegen. Die GTX 680 nimmt bis zu 22 Watt mehr auf. Den GPU-Takt verringert Nvidia um knapp zehn Prozent auf 915 MHz (980 MHz im Boost-Modus), wodurch sich der gewünschte Performance-Abstand zur 120 Euro teureren GTX 680 ergeben sollte.
Das sind die größten technischen Unterschiede. Absolut identisch verhält sich dagegen der 2.048 MB große GDDR5-Videospeicher mit seinen 3.004 MHz Speichertakt, der über ein 256 Bit breites Speicher-Interface kommuniziert.
Optisch unterscheidet sich zumindest die Platine der GTX 670 deutlich von der GTX 680. In einer radikalen Crash-Diät verlor der Bildermacher an Platinenlänge, sie misst nur noch 17,5 cm. Da sie zu knapp für den Referenzkühler wäre, ist die Grafikkarte inklusive Kühlkörper letztendlich doch 24,4 cm lang. Der Kühlschrank besteht in erster Linie aus einem Aluminiumblock unter einem Plastikkleidchen, den ein 65 mm großer Radiallüfter frisch halten soll. Fast genau das gleiche Kühlkonzept wird auch bei der GTX 680 eingesetzt. Da wortwörtlich Luft nach oben bleibt, setzen verschiedene Hertseller auf individuelle Kühlsysteme, mit denen oft auch eine von Haus aus übertaktete GPU einhergeht. weiter...
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Kommentare zu Grafikkarten: Kepler vs. Tahiti
Bei den neuen teuren Dual-Karten?
Gibt es die Quadro-Karten bei den ganz neuen Reihen ueberhaupt noch?
Bestimmt badl,haben wahrscheinlich nen anderen Produktzyklus. Gibt ja auch noch andere Tesla, was von HP, und haste nich gesehn.
Bei den neuen teuren Dual-Karten?
Gibt es die Quadro-Karten bei den ganz neuen Reihen ueberhaupt noch?
Der Mehrwert zu einer Konsole rechtfertig schon seit Jahren die Preise nicht mehr und irgendwie tut sich da auch nicht viel.
Wirklich teurer werden sie nicht, auch vor 10 Jahren gab es schon diese High-End-Teile zu unsaeglichen Preisen. Aber dafuer sind die Mid-Range-Karten durchaus okay.
Aber ja, wenn man vor hat sich jede Generation zu kaufen ist das natuerlich ein teurer Spass und lohnt sich nicht mal ansatzweise. Und dass der Mehrwert gegenueber Konsolen sehr gering ist liegt ja nicht an den Grafikkarten selbst.
Die 600er-Serie wuerde ich mir auch max. kaufen weil sie es endlich ermoeglicht mehr als zwei Monitore anzuschliessen.
Für CAD, R&D und Konsorten hat Nvidia spezielle Grafikkarten.
Außerdem, werden Grafikkarten irgendwie immer teurer und teurer. Ist jedenfalls mein Eindruck und das nicht zu knapp.
Der Mehrwert zu einer Konsole rechtfertig schon seit Jahren die Preise nicht mehr und irgendwie tut sich da auch nicht viel.
Ähm, der Einsatz-Zweck "Forschung&Entwicklung" wird sicher nur einen Bruchteil der Verkäufe ausmachen, wenn es hoch kommt ~5%. Der Rest kauft sich so eine Karte zum Spielen und für diverse Grafikanwendungen (CAD) etc. Eine Statistik dazu wäre sicher mal interessant aber Nvidia wird da nichts zeigen in naher Zukunft.
Aber Climbu nicht.
@ Scherub

Ich sprach ja auch von reinen PRIVATverkäufen an Gamer.
Ist zu kurz gedacht, wenn man an den Bereich Forschung und Entwicklung denkt. Und Grakas werden ja mittlerweile nicht mehr nur zur Darstellung genutzt, sondern finden dank ihrer Architektur und GPGPU auch in allen moeglichen anderen Bereichen Verwendung.
Skyrim
Was ich komisch finde das euer Skyrim so schlecht läuft, mein System is weitaus Schlechter, ne i5 @2666mhz ne Gforce Gtx 260 8GB Ram (Virtueller komplett aus), Win7 x64, nix Übertaktet, aber mein Skyrim läuft auf alles hoch maximale Einstellungen mit 45 frames an nicht weit entfernten Orten 60 frames.
Mfg Jareika
Die GTX 690 ist sicher purer Luxus, aber ich würde nicht unbedingt sagen, dass die kein Mensch braucht. Sieht man ja am Battlefield 3 Benchmark: bei 1080p mit Anti-Aliasing oder in höherer Auflösung braucht es schon eine echte High-End-Karte, um an der 60fps-Marke zu kratzen... erst Recht, wenn man gar mit mehreren Monitoren spielen will.
Der Bedarf an mehr Leistung ist also durchaus da, angesichts des Preises aber natürlich nichts für den Mainstream.
Schönes Special wieder mal, Danke an Andreas Ludwig.
Die Hardware-Sektion ist in guten Händen bei Gameswelt.
Zur den Grafikkarten: 350€ ist für mich das absolute Maximum bei Grafikkarten da man bei PC-Hardware sowieso keine "Leistung auf Reserve" kaufen kann. Eine Karte wie die GTX 690 ist purer Luxus den im Prinzip kein Mensch braucht. Diese Karte ist für den simultanen Betrieb auf bis zu drei Monitoren mit hohen Auflösungen gedacht, was wohl nur die wenigsten machen. Wenn man auf einem oder zwei Monitoren spielt, arbeitet etc. wie es die meisten machen, ist eine GTX 670 völlig ausreichend. Vor allem auch deswegen, weil eine gute Version wie z.B. die Asus Direct CU II, übertaktet an eine GTX 680 ohne Probleme rankommt.
Zur Frage wegen den Verkäufen (Climbu): Ich schätze es werden unter 1000 Stk. sein. Die Verkaufszahlen der Grafikkarten (Mittel- und Enthusiasten-Klasse privat) gehen eigentlich jährlich immer mehr zurück, was auch kein Wunder ist. Smartphones und Tablets übernehmen immer mehr den Markt, Desktop-PCs sind im Privat-Bereich immer mehr zweite bzw. dritte Wahl und geraten in den Hintergrund. Im Office-Bereich sieht es natürlich anders aus, aber hier reichen auch APU's oder integrierte Grafikeinheiten völlig aus. Der Trend bei Spielen geht immer mehr zu 'Free to Play' und die grafischen Anforderungen fallen eher niedrig bis mittel aus.
Moderne Smartphones haben Dual- oder Quadcores integriert mit guten Grafikeinheiten die mit glaskaren OLED oder Retina-Displays ein beeindruckendes Bild liefern. Die Zahl der Casual und Gelegenheitsspieler nimmt immer mehr zu und hat insgesamt die klare Mehrheit gegenüber uns Core-Gamern. Heute gab es eine News zu dem Spiel "Death Rally" für Android und iOS und das wurde über 10 Millionen mal (!) runtergeladen. Es ist also zu erwarten dass der klassische Desktop-PC und die Grafikkarten immer weniger verkauft werden, während Tablets zu Hause das Feld übernehmen.
Die Leistung der 690 ist wirklich beeindruckend, der Preis leider auch. Mich würde mal interessieren, wieviele Einheiten innerhalb 6 Monaten für 900 Mäuse über die Theke wandern....
Danke für den Hinweis, der Fehler wurde behoben.
Die ganzen Benchmarks auf Seite 5 haben glaube ich die falschen Diagramme. Bei mir sind sowohl die GTX690 als auch die GTX670 nicht aufgelistet. Es sieht aus als wären die Vergleiche von dem Test der GTX680 genommen worden...