Special - Gigabyte P55w / P57x : Was leisten die neuen GTX-10-Notebooks?

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    Für Notebook-Freunde war die letzte Generation der GeForce-Karten eine etwas durchwachsene Angelegenheit. Zwar waren GPUs wie die GeForce 980M durchaus leistungsfähig, dennoch blieben sie weit hinter ihren großen Desktop-Brüdern zurück, was schlussendlich zu einem recht mäßigen Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Gaming-Notebooks führte. Mit der neuen Pascal-Generation soll dies nun besser werden. Gigabyte kam mit zwei der neuen Notebooks, bestückt mit GTX 1060 und GTX 1070, vorbei. Die Zeit reichte zwar nicht für einen vollumfänglichen Test, aber für bleibende Eindrücke.

    Zwei Laptops hatte der nette Herr von Gigabyte für unseren Schnell-Check im Gepäck. Das neue P55w, bestückt mit einer GTX 1060, sowie das P57x mit einer GTX 1070. Schon auf den ersten Blick wird klar, dass die Pascal-Generation nicht nur effizientere GPUs erlaubt, sondern auch geringere Abmessungen bei den Notebooks selbst. Das 15,6-Zoll-Notebook P55w bringt schlappe 2,6 kg auf die Waage bei moderaten Abmessungen von 379 x 269 x 26,8 mm. Das P57x wirft mit einem 17,3-Zoll-Display nur 3,1 kg ins Rennen und ist 421 x 290 x 28,6 mm klein. Damit sind beide Notebooks nicht nur Desktop-Ersatz, sondern tatsächlich auch fürs Zocken unterwegs geeignet.

    Die Ausstattung ist bei beiden Geräten recht ähnlich, wobei es wie üblich optionale Komponenten wie ein 4K-Display gibt. Als CPU werkelt ein Intel Core i7-6700HQ, unterstützt von 16 GB DDR4-RAM, unter dem Gehäuse. Bei beiden Bildschirmen handelt es sich um 1080p-IPS-Displays, die bei unserem leider recht kurzen Testlauf mit sauberer Farb- und Kontrastdarstellung und ordentlicher Reaktionszeit punkten konnten. Das P55w verfügt über eine M.2-SSD mit 128 GB sowie eine HDD mit 1 TB, das P57x gar über eine M.2–SSD mit 256 GB. An Speicherplatz mangelt es also nicht.

    Auch von den Anschlüssen her nehmen sich die beiden Modelle nicht viel, lediglich die Anordnung an den Seiten und der Front ist etwas anders. VGA (für Beamer), HDMI 2.0 mit HDCP 2.2, 1x USB 3.1 Type-C, 3x USB 3.0, Audioanschlüsse sowie ein Card Reader sind vorhanden. Zudem sind WLAN 802.11c und BlueTooth 4.1 inklusive. Beide Geräte verfügen über ein DVD-Laufwerk, beim P57x gibt es allerdings die Besonderheit, dass das DVD-Laufwerk per Hotswap gegen einen Einschubrahmen für ein weiteres SSD-Laufwerk, der im Lieferumfang enthalten ist, ersetzt werden kann.

    Auch das Design ist ähnlich. Beide Geräte haben hochwertig wirkende, mattschwarze Kunststoffgehäuse mit einer Beschichtung, die dafür sorgt, dass es sich fast wie ein Alugehäuse anfühlt. Die Beschichtung der dezenten Notebooks ist erfreulicherweise recht resistent gegen Fingerabdrücke. Die Touchpads sind einteilig, sprich die L/R-Tasten sind Bestandteil davon. Die Tastatur mit einer dezenten weißen Hintergrundbeleuchtung ohne RGB-Schnickschnack hinterlässt einen guten Eindruck mit guten Druckpunkten und ohne durchzubiegen.

    Abgesehen von Größe und Anordnung der Anschlüsse entdeckt man aber doch noch ein paar bauartbedingte Unterschiede. Während das kleinere P55w die Luft an der rechten Seite ansaugt und die Hitze nach links rauspustet, verfügt das P57x über ein Mesh-Gitter an der Oberseite für zusätzlichen Luftstrom und hustet die Warmluft nach hinten aus dem Gehäuse, was sich natürlich positiv auf die Betriebslautstärke auswirkt, die sich in einem Bereich zwischen 45 und 50 db unter Volllast bewegt. Durchaus akzeptable Werte, bei denen man nicht gleich rausgeworfen wird, wenn man im Zug oder Flieger mal eine Runde daddelt.

    Beide Notebooks haben also ordentlich Power unter der Haube und dank ihres dezenten Designs kann man sich mit ihnen auch mal in einem Geschäftsmeeting blicken lassen. Dank der geringen Abmessungen und des moderaten Gewichts läuft man überdies nicht Gefahr, sich unterwegs einen Bandscheibenschaden zuzuziehen.

    Doch wie viel leisten die beiden GPUs eigentlich? Leider konnten wir in der kurzen Zeit nicht das volle Programm an Benchmarks laufen lassen, doch die Ergebnisse in 3DMark und einigen Spielebenchmarks beeindrucken. Sowohl die GTX 1060 als auch die GTX 1070 bleiben zwar unter den zum Teil werksübertakteten Desktop-Grafikkarten, die uns zum Vergleich zur Verfügung standen. Doch der Unterschied ist, verglichen mit der letzten Generation, fast nicht der Rede wert. Beide Karten bewegen sich knapp auf dem Niveau der Founders-Edition-Modelle, also quasi der Referenzkarten von NVIDIA.

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