Test - Ghost in the Shell: Stand Alone Complex : Ghost in the Shell: Stand Alone Complex

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Die berühmte Anime-Serie ’Ghost in the Shell’ schafft es endlich mal wieder in Form eines Videospiels auf den heimischen Bildschirm. Bei ’Ghost in the Shell: Stand Alone Complex’ handelt es sich um ein reinrassiges Action-Spiel. Weshalb der PS2-Titel aber nicht ganz an die Klasse der Zeichentrickvorlage herankommt, klären wir im Review.

Cyberpunk

Neben ’Akira’ gehört ’Ghost in the Shell’ zu den bekanntesten Anime- und Manga-Serien und kommt nun mit einem Action-Titel auf die Playstation 2. In einer hochtechnisierten Zukunft übernehmt ihr die Rolle der Hauptdarstellerin Motoko Kusanagi und kämpft euch durch eine Story aus Verbrechen, Korruption und Verschwörungen. Dabei spielt sich der Titel ähnlich wie der Klassiker ’Oni’. Ihr rennt und hüpft, schleicht euch an Gegner heran und schaltet diese entweder mit verschiedenen Waffen oder ein paar Schlägen und Tritten aus. Die Steuerung ermöglicht hohe Sprünge und akrobatische Einlagen, um Schüssen auszuweichen oder etwa zwischen zwei Objekten hin und her zu springen und so nach oben zu gelangen. Leider macht die Steuerung hier oft einen Strich durch die Rechnung und Sprünge gehen oft am Ziel vorbei. Hier lässt sich nur schlecht zielen, wenn es darum geht, auf einem bestimmten Punkt zu landen. Dafür habt ihr die übrigen Funktionen schnell im Griff.

Die Faust des Gesetzes

Nach einem kurzen Training kann man sofort ins Spielgeschehen einsteigen und die Welt von ’Ghost in the Shell’ kennen lernen. Das Geschehen spielt sich in den düsteren Häuserschluchten der Großstadt, automatisierten Hafenanlagen und gesicherten Einrichtungen ab. Hier gilt es, die genannten Einsatzziele zu erreichen und die Missionen unbeschadet zu überstehen. Angesichts der vielen bewaffneten Wachen, Scharfschützen und Roboter ist das aber keine besonders leichte Aufgabe. Dank der nicht sonderlich schlauen KI sind die Konkurrenten aber aus dem Hinterhalt leicht auszuschalten. Einfacher ist es, diese einfach zu hacken. Dieses Feature ist in der Praxis ziemlich hilfreich und zeigt auch die Möglichkeiten der ’Ghost in the Shell’-Cyborgs. So übernehmt ihr die Kontrolle über einen Kontrahenten und steuert ihn kurzzeitig, um bestimmte Aufgaben zu erledigen.

Anime

Bei den Zwischensequenzen zeigt der Titel eine schicke Optik, die sich auch im Spiel fortsetzt. Zwar ist die Umgebung dem futuristischen Ambiente nach manchmal etwas öde, passt aber wunderbar und erzeugt die richtige Atmosphäre. Effekte wie Schüsse, Explosionen oder auch die Animationen gefallen uns und insgesamt kann man hier kaum klagen. Dazu sei aber gesagt, dass ’Ghost in the Shell’ in diesem Punkt nicht besonders hervorsticht, sich aber auf einem guten und soliden Niveau bewegt. Nur beim Sound hätten sich die Entwickler mehr einfallen lassen sollen. Die immer wiederkehrenden Samples und die öde Musik nerven mit der Zeit.

Fazit

von R Kwiecin
’Ghost in the Shell: Stand Alone Complex’ richtet sich an Fans von Animes und Action-Titeln im Stil von ‘Oni’. Die futuristischen Levels schaffen die richtige Atmosphäre und die Technik ist solide. Leider enttäuschen aber die hakelige Steuerung und die sehr kurze Spielzeit.

Überblick

Pro

  • interessante Story
  • viele Waffen
  • spaßige Hacking-Angriffe
  • 4 Spieler im Splitscreen

Contra

  • hakelige Steuerung
  • wenig Abwechslung
  • öde Soundeffekte

Wertung

  • PS2
    72
    %

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