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Test - Gemini Wars : Alarm im All

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Eure Einheiten sammeln mit gewonnenen Schlachten Erfahrungspunkte. Habt ihr eine erfahrene Crew, dann steigert das euren Schaden erheblich. Die Schiffstypen reichen von kleineren Fregatten bis hin zu gigantischen Trägern, was die Flotte sehr variantenreich macht.

Leider ist der Spielablauf sehr langsam und schleppend - ihr müsst lange warten, ehe beispielsweise die Schiffe in Position sind. So kann es manchmal passieren, dass die Schlacht schon verloren wurde, ehe eure Einheiten angekommen sind.

Der Spielablauf kann leider nicht beschleunigt werden, weshalb ihr euren Schiffen dabei zusehen müsst, wie sie durch die Sternensysteme kriechen. Die Missionen haben immer denselben Aufbau. Entweder müsst ihr eine Station bauen und andere Planeten erobern oder mit einer begrenzten Anzahl von Schiffen überleben. Die künstliche Intelligenz eurer Kontrahenten ist nicht sonderlich hoch und ihr seid meistens mit den immer gleichen Strategien erfolgreich.

Es fehlt an Wettbewerb

Wie schon gesagt, Gemini Wars bietet euch einzig eine Kampagne, sonst nichts. Den Online-Modus haben wir schmerzlich vermisst. Auch offline habt ihr keine Möglichkeit, euch mit anderen Spielern um die Herrschaft von Sonnensystemen und Asteroidenfeldern zu schlagen. In der heutigen Zeit ist diese große Lücke einfach unverständlich, vor allem da sich das Konzept für Mehrspielerschlachten gut eignet.

Reise in die Vergangenheit

Auf technischer Seite muss man Gemini Wars ebenfalls einen sehr klassischen Charakter bescheinigen - was nicht als Kompliment an die Entwickler zu verstehen ist. Die Zwischensequenzen sehen aus wie von vor zehn Jahren und der Detailgrad der Schiffe und Umgebungen ist relativ gering. Gerade die fast schon unansehnliche Eingangssequenz müsst ihr euch zum Spielstart immer wieder ansehen, da ihr sie nicht abbrechen könnt. Außerdem sind die Planeten und Schiffe oftmals sehr dunkel gehalten, weshalb ihr es oft mehr mit schattenhaften, nicht identifizierbaren Gebilden als mit funkelnden Schiffen zu tun habt.

Schade, denn die fast komplett zoombaren Spielkarten mit ihren schönen Umgebungen sehen eigentlich recht gut aus. Die Musik erzeugt zwar eine passende Science-Fiction-Stimmung, doch ist sie nicht sehr abwechslungsreich. Wirklich störend ist, dass Gemini Wars sehr schlampig lokalisiert wurde. Das komplette Spiel ist durchzogen von Rechtschreibfehlern und fehlerhafter Lippensynchronizität. Als nette Zugabe erhaltet ihr beim Kauf des Spiels ein kleines Comic-Büchlein. Darin wird in anspruchsvoll gezeichneten Bildern die Vorgeschichte zum Spiel erzählt. Das Heft wirkt aber nur wie ein kleiner Wermutstropfen dafür, dass es keinen Mehrspielermodus gibt, und ist schnell durchgelesen.

Fazit

Sascha Sharma - Portraitvon Sascha Sharma
Gemini Wars ist ein äußerst spartanisches Spiel, das auf altbekannten Pfaden durchs All wandelt. Wettkampfnaturen sei gesagt, dass diese dürftige Sparpackung nur einen Kampagnenmodus und sonst nichts bietet - keine Geplänkel, keine Spezialmissionen und keine Online- oder Offline-Mehrspielerschlachten. Diese klaffende Lücke ist wohl das größte Manko des Titels neben der biederen Grafik, dem altbekannten und zähen Spielablauf, der uninspirierten Geschichte und den vielen kleinen technischen Fehlern. Technisch und spielerisch ist Gemini Wars vor zehn Jahren stehen geblieben und somit nichts weiter als eine Reise in die Vergangenheit.

Überblick

Pro

  • simples, altbewährtes Spielprinzip
  • kleines Comic-Heft als Beigabe

Contra

  • nur ein Spielmodus
  • sehr schlechte Übersetzung
  • zäher Spielablauf
  • kein Online-Modus
  • detailarme, veraltete Grafik
  • keine Innovationen
  • altbekannte Missionsabläufe
  • fehlerhafte Lippensynchronizität

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