Test - Gears of War 4 : Die nächste Generation

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15 Jahre sind seit dem Ende von Gears of War 3 vergangen. Die Locust sind besiegt und Marcus Fenix befindet sich im wohlverdienten Ruhestand. Ist also alles gut und das Böse endgültig besiegt? Natürlich nicht. In Gears of War 4 gibt es eine neue Bedrohung – passend dazu aber auch einen neuen Helden: JD, den Sohn von Marcus Fenix.

Gears of War 4 beginnt mit einer sehr interessanten und für Kenner der Serie emotionalen Reise: Ihr erlebt die Schlüsselmomente der ersten drei Teile. Man steuert diese kurzen Abschnitte, die als Tutorial dienen, sogar selbst – in der Haut von unbekannten Soldaten. Eine sehr clevere Methode, um Einsteigern die Geschichte von Gears of War näherzubringen und gleichzeitig bei Gears-Veteranen Emotionen auszulösen.

Im Tutorial wird schnell deutlich, dass Gears of War 4 sehr altmodisch ist, was nicht unbedingt negativ gemeint ist. Man spürt wieder die gewohnte Schwerfälligkeit seiner Figur und die serientypischen Deckungsmöglichkeiten sind an jeder Ecke vorhanden. Das Gute ist, dass Gears 4 das auch gar nicht verstecken will. Das Ziel ist klar: Wo Gears draufsteht, soll auch im Jahre 2016 auf der neuen Konsolengeneration Gears drin sein.

Locust 2.0

Aber worum geht es in Gears of War 4 überhaupt und wer ist die neue Bedrohung? Das ist am Anfang gar nicht so genau zu sagen. In den ersten gut zwei Stunden der insgesamt circa 8 Stunden langen Singeplayer-Kampagne kämpft man fast ausschließlich gegen Roboter. Das ist für ein Gears-Spiel sehr ungewöhnlich und fühlt sich entsprechend fremd an. Irgendwie wollen die mechanischen Gegner nicht so ganz in die düstere Gears-Welt passen.

Aber spätestens wenn die neue Hauptbedrohung, der Swarm, auftaucht, fühlt man sich als Gears-Spieler wieder wie zu Hause. Denn die neuen Feinde erinnern frappierend an die Locust aus den Vorgängern. Aus Spoiler-Gründen wollen wir nicht näher auf die Story eingehen, die doch mit der einen oder anderen Überraschung aufwarten kann.

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Alles beim Alten? Fast

Spielerisch bietet der neueste Gears-Ableger wenig Neues, geschweige denn Innovatives. Man ist die meiste Zeit mit einem Vierertrupp unterwegs, kämpft sich durch komplett lineare Level und hat diverse Waffen dabei. Man kann jedoch immer nur zwei schwere Waffen gleichzeitig tragen, dazu noch eine Granatenart sowie eine Handfeuerwaffe. Neben bekannten Waffen wie dem Scharfschützengewehr und natürlich dem serientypischen Lancer samt Kettensäge gibt es auch einige neue. Da wäre zum Beispiel die Overkill-Shotgun, die bei jedem Abdrücken gleich zweimal in Folge schießt, oder die Buzzsaw, die einzelne Sägeblätter abfeuert.

Auch wenn vieles beim Alten geblieben ist, so gibt es doch ein paar nennenswerte Neuerungen, die sogar das grundlegende Gameplay verändern. Sowohl die Umgebung als auch die Deckungsmöglichkeiten sind zerstörbar. Man sollte also genau darauf achten, hinter was für einer Art Deckung man sich verschanzt – aus Holz sollte sie besser nicht sein. Lebendige Deckung ist ebenfalls keine so gute Idee. Ehe man sich versieht, kann aus einer schützenden Deckung nämlich ein aggressiver Gegner werden.

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