Special - Racing Special - Die Geschichte der Rennspiele (Teil 1) : Special

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    Die flotten 90er

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    ’World Circuit’ fuhr ohne Konkurrenz sofort an die Spitze der Simulationen.

    Mit dem technischen Fortschritt setzt sich auch eines der wichtigsten Untergenres ab - die Simulation. Geoff Crammond, der schon mit ’Stunt Track Racer’ ein Kultspiel abgeliefert hatte, setzte dabei mit ’World Circuit’, unter den Gamern bekannt als ’Grand Prix’, einen ersten Maßstab unter den Rennsims. Hübsche 3D-Grafik sowie eine komplexe Fahrphysik zeichnen die Serie seitdem aus und machen ’Grand Prix’ nach wie vor zu einem Referenztitel. Jedoch besaß das Spiel damals noch keine lizenzierten Fahrer und kam mit falschen Namen und Teams daher. Jedoch sorgten zahlreiche Fahrzeug- und Team-Editoren für Realismus.

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    Einzig ’Indycar Racing’ konnte der F1-Konkurrenz mit dem US-Sport Paroli bieten.

    Wie Microprose trumpfte auch Papyrus auf und bot mit ’Indycar Racing’ und dem im Jahre 1994 folgenden ’Nascar Racing’ zwei Sims, die sich weniger mit der F1, sondern mit den amerikanischen Rennserien befassen. Markenzeichen dieser Serien war und ist ein realistisches Fahrmodell, das mit den Nachfolgern immer weiter perfektioniert wurde. Besonders ’Nascar Racing’ war sehr komplex und brachte dem Spieler den Zweikampf an der Betonmauer bei hohem Tempo näher. Ein Schadensmodell sorgte für noch mehr Realismus und das Setup der Fahrzeuge war eine Wissenschaft für sich. Papyrus setzte mit seinen beiden Titeln jedenfalls Meilensteine in der Geschichte der Sims, die später aber mehrmals getoppt wurden, zum größten Teil aber durch die hauseigenen Titel.

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    Auch bei ’Nascar Racing’ gibt es eher amerikanischen Rennsport zu sehen.

    Gegen solche Sims hatten etwas simpler gestaltete Racer, wie die ’Lotus Esprit Turbo Challenge’-Nachfolger, ’Test Drive II’ oder ’Test Drive III: The Passion’ sowie ’Grand Prix Unlimited’, kaum eine Chance. Dafür stach besonders Letzteres aus der Masse hervor und bot einen hervorragenden Streckeneditor. Hier konnte man neben den Strecken an sich auch ganze Städte bauen und alles mit kleineren Objekten schmücken. ’Test Drive III: The Passion’ war hingegen für lange Zeit der letzte Titel der Serie und setzte den Spieler mit einem Lamborghini Diablo, einem Ferrari Pininfarina Mythos oder einem Chevrolet CERV III auf den Asphalt. Anschließend galt es, durch mehrere Level zu fahren, die je zwei Routen besaßen, und dabei vor seinem Gegner im Ziel anzukommen.

     

    Mehr Speed

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    ’The Need for Speed’ ist tatsächlich ein waschechter Konsolen-Racer und erschein zum ersten mal auf dem 3DO.

    1994 erschien der Vorreiter einer der bekanntesten Rennspiel-Serien auf dem Bildschirm. ’The Need for Speed’ zeigte auf dem 3DO eine hervorragende Grafik und ließ die Spieler in schicke Edelflitzer steigen, um illegale Rennen auf öffentlichen Straßen zu meistern. Hier hämmerten brüllende Motorklänge aus den Boxen und harte Techno- sowie Rock-Stücke spornten den Spieler zu einem durchgehenden Bleifuß an.

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    Launchtitel und PSX-Zugpferd Nummer 1: ’Ridge Racer’.

    Dank des CD-Mediums bot der Titel zudem viel Multimediamaterial, und schicke Videos sowie ein kleines Autolexikon mit den Daten der einzelnen Wagen rundeten das sehr gute Spiel ab. Neben den Edelmarken, wie Ferrari oder Lamborghini, bot NFS mit dem Mazda RX-7, dem Honda NSX und dem giftigen Toyota Supra im Übrigen erstmals ein paar japanische Sportler, die ’GT’- und ’NFS:U’-Spielern nach wie vor bekannt sein dürften. Später erschien ’NFS’ auch auf dem PC und der PlayStation, die Mitte der 90er praktisch zeitgleich mit dem Sega Saturn auf den Markt kam. Hier hatte der Spieler die Qual der Wahl, denn viele Arcade-Racer boten sich an und lockten interessierte Hobbyrennfahrer mit viel Spielspaß und Spielhallen-Atmosphäre fürs Wohnzimmer. Dabei bildeten besonders ’Sega Rally’, ’Daytona USA’ und das allseits bekannte ’Ridge Racer’ die Spitze der Arcade-Genres und lockten viele Spieler zu den Konsolen.

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    Das weitaus schönere ’Sega Rally’ verschwand nach einem Nachfolger in der Versenkung.

    Wie es für solche Spielhallen-Titel üblich ist, waren die Games nicht sonderlich komplex und ’Ridge Racer’ bot auch nur eine Grundstrecke zu unterschiedlichen Tageszeiten und eine Alternativroute. Dafür gab es eine Reihe an fiktiven Fahrzeugen und einen coolen Soundtrack. Später erschien mit ’Ridge Racer Revolution’ eine Neuauflage, gefolgt von ’Rage Racer’, dem offiziellen dritten Teil der Serie. Ebenso bekam aber auch das Nintendo 64 später eine eigene Variante der RR-Serie ab. ’Sega Rally’ gab dem Spieler hingegen die Möglichkeit, abseits von Asphaltkursen im Toyota Celica oder Lancia Delta die Rallye-Pisten unsicher zu machen. Grafisch war der Sega-Saturn-Titel dabei weitaus schöner als seine PSX-Konkurrenz, bot aber auch nicht allzu viel Abwechslung. Nur eine Hand voll Strecken mit unbefestigtem Untergrund stand zur Auswahl und der Schwierigkeitsgrad war relativ happig, was dem Spielspaß aber kaum Abbruch tat. Leider konnte sich die Serie gegen ’RR’ nicht so wirklich durchsetzen.

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    ’Bleifuss’ war die Antwort der PC-Spieler auf die Konsolen Arcade-Racer.

    Am PC konterten 1995 die italienischen Entwickler von Graffiti beziehungsweise Milestone mit ihrem Arcade-Rennspiel ’Bleifuß’, das sich stark am Vorbild ’Ridge Racer’ orientierte. Eine bunte und extrem schnelle Grafik mit viel Liebe zum Detail und zahlreichen Effekten war das Aushängeschild des Racers. Zuletzt brachten Milestone die Titel ’Racing Evoluzione’ und das aktuelle ’SCAR’ auf den Markt. Bleibt abzuwarten, ob nicht in naher Zukunft vielleicht ein ’Bleifuß 3’ drin wäre.

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