Special - Racing Special - Die Geschichte der Rennspiele (Teil 1) : Special

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    Das Rennspiel-Genre zählt zu den beliebtesten Vertretern der Konsolen- und PC-Spiele. Wir erhellen im dreiteiligen Special die Geschichte des Racing-Genres, die Entwicklungen und Trends und nennen die wichtigsten Rasertitel. Im ersten Teil werden die ersten Racingspiele ab 1977 beleuchtet und die Entwicklung bis zur Mitte der 90er Jahre verfolgt.

    Die Anfänge

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    ’Indy 500’ sah zugegeben noch sehr simpel aus.

    Vor fast 30 Jahren steckten die Spiele wahrlich noch in den Kinderschuhen und von heutigen Grafikstandards hat man noch nicht einmal zu träumen gewagt. So waren auch die ersten beiden Rennspiele ’Indy 500’ und ’Street Racer’ im Jahre 1977 recht simpel ausgestattet.

    Mit dicken Pixelbrocken drehte man hier aus der Vogelperspektive seine Runden und mit viel Fantasie konnte man tatsächlich auch Rennwagen auf dem Bildschirm sehen.

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    Der erste Racer mit einer Art Cockpit-Ansicht.

    Während es bei diesen Topdown-Klassikern jedoch ausreichte, einfach Pixelhaufen auf den Bildschirm zu zaubern, musste für ein Rennspiel aus der Ego-Perspektive schon eine gute, aber simple Idee her, um ein solches Spiel mit der Technik der späten 70er Jahre umsetzen zu können. Eine solch simple Idee verhalf einem ganz bestimmten Renntitel dann auch auf die Beine und faszinierte die Spieler.

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    ’Pole Position’ gilt als absoluter Klassiker des Genres.

    Mit ’Night Driver’ erblickte damals das weltweit erste Rennspiel mit einer Cockpit-Ansicht das Tageslicht und sah, zugegeben, recht bescheiden aus. Am Bildschirmrand zogen weiße Pixel vorbei und vermittelten den Eindruck einer Nachtfahrt. Die Pixel stellten dabei die reflektierenden Pfosten am Straßenrand und damit die Streckenbegrenzung dar. Viel mehr hat man dem Spieler nicht geboten, was jedoch trotzdem viel Spielspaß mit sich brachte.

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    Blondine auf dem Beifahrersitz, Ferrari unterm Hintern. Was will man mehr?

    Der Namco Klassiker ’Pole Position’ hatte es da schon einfacher und bot bunte Grafik sowie mehrere Wagen auf der Strecke. Die F1 Kurse waren aber weiterhin sehr karg ausgestattet und mit einem Horizont, gelegentlich auftauchenden Gegnern und einer flachen Strecke war das Maximum aus der Hardware geholt. Mit ’Outrun’ schaffte Sega einige Jahre später dann einen ersten Kult-Titel, der Spieler in aller Welt vor die Konsole oder den Spielautomaten lockte. Mit einer Blondine auf dem Beifahrersitz raste man damals in einem roten Ferrari durch verschiedene, aus 2D-Sprites bestehende Landschaften und musste einem knappen Zeitlimit davonfahren.

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    ’Lotus Esprit Turbo’ war besonders auf dem Amiga beliebt.

    Vor kurzem erhielt dieser Klassiker mit ’Outrun 2’ auf der Xbox auch einen richtigen Nachfolger. Genauso wie ’Outrun’ trickste damals auch ’Lotus Esprit Turbo Challenge’ mit 2D-Grafik und bot nicht nur zwei Spielern heiße Duelle mit einem enorm großen Fahrerfeld, sondern stellte für lange Zeit auch einen der besten Racer dar. Die Strecken waren mit 2D-Sprites am Straßenrand geschmückt und besonders auf dem Amiga war der Titel ein wahrer Hit. Viele Jahre später folgten zwei Nachfolger sowie der Abklatsch ’Jaguar XJ220’, bei dem es sich bei näherem hinsehen um nicht mehr als einen Klon mit aufgebohrter Grafik handelte.

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