News - Gameloft : Vivendi bereitet offenbar feindliche Übernahme vor

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    Nachdem der französische Medienkonzern Vivendi im Januar dieses Jahres alle Anteile an Activision Blizzard abstieß, richtet sich der Fokus nun auf den Mobile-Spielehersteller Gameloft.

    Bereits im vergangenen Jahr kaufte Vivendi Aktienanteile in Höhe von 6,2 Prozent (19,7 Mio. Euro) von Gameloft, die später auf 10,2 Prozent erhöht wurden. Jetzt gab der Konzern bekannt, seine Anteile inzwischen auf mehr als 30 Prozent erhöht zu haben. Nach französischem Recht muss Vivendi daher ein Übernahmeangebot zu einem vernünftigen Preis vorlegen.

    Zwar müssen die Investoren ihre Anteile nicht verkaufen, Vivendi lockt jedoch mit einem großzügigen Angebot von sechs Euro pro Aktienanteil, einem Aufschlag in Höhe von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Aktienkurs vom 14. Oktober des vergangen Jahres.

    Das von Michael Guillemot gegründete Gameloft ist nicht das einzige französische Videospiel-Studio, an dem Vivendi großes Interesse zeigt. Ubisoft, das von seinem Bruder Yves Guillemot geführt wird, steht ebenfalls unter Druck. Vivendi erwarb vom Assassin's-Creed-Macher im vergangenen Jahr 10,39 Prozent, sehr zum Missfallen vom Ubisoft-Chef. Er nannte Vivendis Aufsichtsratschef Vincent Bolloré eine "Heuschrecke", die für sein skrupelloses und aggressives Verhalten bekannt und eine "der am meisten gefürchtete Investor Frankreichs" sei (wir berichteten).

    Die Investitionen in Gameloft und Ubisoft sind nach Angaben von Vivendi "Teil einer strategischen Vision operationeller Konvergenz zwischen Vivendis Inhalten und Plattformen auf der einen und Ubisofts und Gamelofts Produktionen von Videospielen auf der anderen Seite." Ob der Medienkonzern damit erfolgreich sein wird, bleibt derzeit noch abzuwarten.

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