Preview - Fussball Manager 11 : Elfer gnadenlos versenkt?

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Das beginnt schon damit, dass ihr nun endlich auch im Kalender Kontextmenüs findet und von dort aus mit einem Klick zu den entsprechenden Ereignissen kommt. Zusätzlich wurden die Widgets erweitert und überarbeitet, um auch hier Klickstrecken zu sparen und einen direkteren Zugriff auf die Funktionen zu ermöglichen. EA und Bright Future haben einige Umfragen bei Spielern und Nichtspielern getätigt, um das Ganze zu optimieren.

Taktik: übersichtlich, aber artenreich

Doch nicht nur an der Bedienbarkeit wurde gearbeitet. Auch in die Spielmechanik wurde tief eingegriffen. Einer der Schwerpunkte ist der neue Taktikbereich. Wer es einfach mag, kann sich von einem Assistenten Schritt für Schritt durch die Grundeinstellungen führen lassen. Grundlagen wie Spielausrichtung, Konter, Abwehrreihen und Spielaufbau könnt ihr mit wenigen Klicks festlegen. Das Ergebnis ist die Vollbilddarstellung eines Taktik-Screens, auf dem ihr weitere Einstellungen vornehmen könnt. Die Darstellung ist derart übersichtlich, dass uns bei der Präsentation gleich ein dickes Strahlen ins Gesicht krabbelte, denn gerade der Taktikbereich ist bei vielen Managern eine ziemlich üble Fummelei.

Dem eher detailverliebten Spieler eröffnet sich ein wahres Füllhorn an taktischen Möglichkeiten - umgesetzt mit simplen Drag-&-Drop-Funktionen. Ihr könnt Einfluss nehmen auf die Art des Passspiels, auf Dribblings, die Weite der Torabschläge, Ecken, Pressing und vieles mehr. Fast schon grandios ist die Möglichkeit, konkrete Laufwege für das Spiel mit und ohne Ball festzulegen. Wer möchte, dass Herr Schweinsteiger bei gegnerischem Ballbesitz brav hinten in der Abwehr aushilft und einen wackligen Demichelis unterstützt, kann das mit einem Klick tun. Und wenn Herr Lahm bei Ballbesitz vorrücken und als Flankengeber agieren soll, so geht auch das problemlos.

Ungemein praktisch ist, dass ihr unterschiedliche Formationen mit ausgewählten Spielern und Taktiken problemlos unter verschiedenen Namen abspeichern könnt. Wer also beispielsweise gegen schwächere Teams im DFB-Pokal mal den Nachwuchs auflaufen lassen will, gegen ManU eher eine defensive Taktik fährt oder im Endspiel mit der Elitemannschaft antritt, der kann all das jederzeit vorbereiten und für weitere Matchs in der Hinterhand behalten. Als Sahnehäubchen obendrauf könnt ihr bereits im Vorfeld diese Taktiken und Aufstellung für die gesamten Spiele der Saison einzeln einplanen. Was wir uns noch gewünscht hätten, wäre, derartige Taktikaufstellungen auch noch innerhalb eines Spiels bei planmäßigen Wechseln oder Spielumstellungen zu nutzen. Der Vorschlag wurde aber sofort notiert.

Eine ganz neue Spielerqualität

Der nächste dicke Brocken betrifft die Spieler selbst. Das alte Spielerstärkensystem wurde mehr oder minder komplett über den Haufen geworfen, lediglich die Reichweite von 0 bis 99 wird beibehalten. Der Grund dafür ist, dass sich in der ersten Liga eine massive Ballung im Bereich 70 bis 83 ergab und es dadurch zu Berechnungsproblemen kam, weil zu viele annähernd gleichwertige Spieler auf unterschiedlichen Positionen aufliefen. Um die Reichweite besser zu nutzen, setzt sich die Spielerstärke nun aus zwei Komponenten zusammen: die eigentlichen Fähigkeiten auf der einen Seite und die Position auf der anderen Seite. So erhält jeder Spieler auf den Positionen, auf denen er eingesetzt werden kann, einen eigenen Wert. Haupt- und Nebenpositionen gibt es dabei nicht mehr.

Beides zusammen ergibt einen ganz neuen Spielerwert, wodurch sich Stars stärker von den normalen Spielern absetzen, aber auch bestimmte Stärken und Schwächen einzelner Spieler deutlicher zum Tragen kommen sollen. Klingt absolut logisch, denn ein Robben ist auf der rechten Seite sicherlich stärker als im zentralen Sturm, weil er seine großen Stärken - Tempo und Ballsicherheit - im Zentrum weniger ausspielen kann und er nicht gerade ein Kopfballmonster ist. Auch wenn er grundsätzlich sicherlich ein Weltklassespieler ist, der auf allen Offensivpositionen seinen Mann stehen kann.

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