Preview - Full Spectrum Warrior : Full Spectrum Warrior

  • PC
Von Kommentieren

Da man als Spieler zudem mit der Kamera immer an das selektierte Team gefesselt ist, kann man nicht mal eben die Karte nach Gegnern absuchen. Stets hat man nur die selbe Perspektive, die auch die Soldaten haben, und muss so die Umgebung immer vorsichtig überprüfen. Dadurch entsteht auch eine besondere Spannung, da man nie weiß, was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt. Schnell kann so aus einer vermeintlich ruhigen Straße eine Rakete in ein Wohnhaus fliegen oder Gewehrfeuer die gewählte Deckung in Stücke zerlegen. Besonders Autos, hölzerne Aufbauten oder dünne Metalltonnen geben den herumfliegenden Projektilen schnell nach und man muss sofort zusehen, dass man ein möglichst sicheres Plätzchen findet.

Dreiklick

Die Steuerung ist genauso unkompliziert wie das Gameplay. Mit drei Maustasten und ein paar Tastaturkürzeln hat man alles im Griff und kann ohne besondere Kenntnisse sofort loslegen. Die beiden Gruppen schickt man mit dem Cursor von Deckung zu Deckung, wobei ein paar Markierungen am Boden die möglichen Positionen zeigen. Mit einem Druck auf die linke Maustaste kann man den Mannschaften befehlen, Gegner unter Sperrfeuer zu halten, und die mittlere Maustaste wechselt das aktive Team. So springt man schnell von Team Alpha zu Beta und zurück. Dazu kommen noch einige Shortcuts, die aber schnell gelernt sind. Sollte mal ein Kamerad verletzt werden, sollte man diesen schnellstmöglich zu einem nahe gelegenen Hospital bringen. Dabei müsst ihr umso vorsichtiger sein, da der Trupp eine leichte Beute darstellt, wenn ein verletzter Soldat getragen werden muss.

Werden dagegen einige Soldaten tödlich getroffen, ist die Mission sofort vorbei. Dafür könnt ihr euch aber im Replay den Einsatz bis zu der entsprechenden Stelle nochmals ansehen und erkennen, wo ihr Fehler begangen habt. Mit ein paar weiteren Klicks könnt ihr dann auch wieder kurz vor dem Ableben der Kameraden ins Spiel einsteigen, um die Situation diesmal zu meistern. Dieses Feature ist besonders praktisch und hat zwei wichtige Eigenschaften: Einerseits ist es nun nicht mehr nötig, den Einsatz von Anfang an zu spielen. Andererseits hat das Replay einen großen Lerneffekt, da man schnell seine Patzer erkennt und die Chance bekommt, diese beim nächsten Versuch zu verhindern. Hier wird auch der Trainingszweck von ’Full Spectrum Warrior’ sehr deutlich.

Von der Optik her sieht ’Full Spectrum Warrior’ auch recht schick aus und im Vergleich zur Xbox-Version sind die Texturen einen Tick schärfer und detaillierter. Die Umgebung ist gewohnt lebendig und sieht ziemlich realitätsnah aus. Bei einer vermeintlichen Trainingssimulation für angehende Infanterie-Soldaten ist das aber auch kein Wunder. Ebenfalls nicht gespart haben die Entwickler beim Sound: Die Klangkulisse passt immer zum Szenario und klingt genauso echt. Dazu kommen Unterhaltungen zwischen den Soldaten, die sich entweder gegenseitig aufbauen, sich untereinander absprechen oder einfach nur rumalbern, um den Stress zu überspielen.

Fazit

von R Kwiecin
’Full Spectrum Warrior’ ist kein Spiel im Sinne herkömmlicher Strategiespiele. Es ist wahrlich eine für den PC-Markt aufgebohrte Trainingssimulation, die den Spieler mitten in den Krisenherd versetzt. Das indirekte Gameplay erscheint zwar auf den ersten Blick relativ seltsam, macht nach kurzer Zeit aber viel Spaß und ein gewisser Thrill, beim Durchkämmen der engen Straßen, sorgt für viel Spannung. ’Full Spectrum Warrior’ setzt mit einem etwas ungewöhnlichen Ansatz und einer mehr oder weniger frischen Idee an, bietet aber vor dem realistischen Hintergrund auch keine besonders große Abwechslung. Strategie-Fans sollten aber einen Blick auf den Titel werfen, denn nach der gelungenen Xbox-Version scheint die PC-Umsetzung nun ebenfalls eine exzellente Alternative zu den Aufbau-Strategiespielen zu werden.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel