Test - Full Spectrum Warrior: Ten Hammers : Full Spectrum Warrior: Ten Hammers

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Nach einigen Verschiebungen schicken euch die Entwickler der Pandemic Studios in 'Full Spectrum Warrior: Ten Hammers' erneut auf das hart umkämpfte Schlachtfeld. Doch reichen die dezenten Neuerungen aus, um die Militärfans erneut vor den Bildschirm zu fesseln? Wir verraten es euch.

Bereits mit dem Vorgänger feierten die Jungs der Pandemic Studios einen Achtungserfolg. Die ebenso interessante wie herausfordernde Mischung aus Action und Taktik kam gut an und hob sich gleichzeitig von der Masse an Kriegsshootern ab. Der Clou: 'Full Spectrum Warrior' entsprang einem offiziellen Trainingsprogramm des US-Militärs. Für den Massenmarkt wurden lediglich einige Aspekte verändert und spannender gestaltet und schon hatte man einen Verkaufserfolg. An diesem Rezept halten die Designer auch beim Sequel fest, ergänzen es jedoch mit einigen sinnvollen Zusätzen.

Der Krieg tobt

Herzstück von 'Full Spectrum Warrior: Ten Hammers' ist die Solokampagne, die euch durch insgesamt ein Dutzend Missionen führt. Aufgeteilt in vier Kapitel marschiert ihr aufseiten der US-Marines, der Rangers oder sogar der UN-Einsatztruppen in Krisengebiete und schaltet dort Terroristen und andere Unholde aus. Das Missionsdesign ist recht abwechslungsreich gestaltet und hält euch somit stets bei der Stange. So hebt ihr beispielsweise auf einem Hafengelände ein Schmugglernest aus und findet euch wenig später als Eskorte für einen Transportkonvoi wieder. Wie schon beim Vorgänger steuert ihr die Viererteams jedoch nicht direkt, sondern erteilt ihnen im Stil eines Echtzeit-Strategiespiels Befehle. Mittels Cursor schickt ihr die Soldaten an bestimmte Stellen, gebt den Angriffsbefehl oder eröffnet ein vehementes Sperrfeuer, um anderen Kameraden Deckung zu geben. Die Aktionsmöglichkeiten sind dabei ebenso vielseitig wie taktisch geprägt. So nützt es wenig, wenn ihr stark verschanzte Gegner mit einem Maschinengewehr unter Beschuss nehmt. Effektiver wäre da eine locker durch die Luft geworfene Handgranate, die den bösen Jungs den Garaus macht. Ihr könnt natürlich zwischen den einzelnen Teammitgliedern umschalten. Das ist auch immer wieder erforderlich, um beispielsweise mit dem Gunner und seiner Explosivmunition Stellungen des Gegners auszuräuchern. Ab sofort ist es sogar möglich, Gebäude zu betreten und aus den Fenstern das Feuer zu eröffnen – inklusive Scharfschützen.

Wenn es besonders brenzlig wird, splittet ihr euer Team in Zweiergruppen auf – das ist ebenfalls neu. Auf diese Art und Weise schwächt ihr zwar die Gesamtstärke der Truppe, greift die Feinde jedoch von mehreren Seiten an. Flankenmanöver sind ohnehin sehr effektiv, da sich die Kontrahenten ziemlich gut verschanzen. Im späteren Spielverlauf steuert ihr schon mal vier verschiedene Teams über das Schlachtfeld, sodass solche Manöver rasch in Fleisch und Blut übergehen. Das klingt zwar alles recht spannend, hat aber auch mit einigen Problemen zu kämpfen. Vor allem bei der Positionierung des Zielcursors mangelt es trotz drehbarer Kamera nicht selten an ausreichender Übersicht, was manchmal ziemlich nervt. Glücklicherweise funktioniert die Steuerung am PC dank Mauseinsatz einen Tick besser als auf der Konsole. Auch die automatisch gesetzten Wegmarken für den Missionsverlauf sind nicht immer klar zu erkennen. Und warum haben sich die Entwickler nicht etwas mehr Mühe bei der Story des Spiels gegeben? So wäre es beispielsweise wünschenswert gewesen, wenn man sich etwas mehr mit den einzelnen Soldaten identifizieren könnte, wie es u. a. 'Brothers in Arms' vorgemacht hat. Zusammen mit einem leichten Gefühl der Monotonie – trotz interessanter Missionen – kratzt dies alles am Spielspaßlack des 'Ten Hammers'-Panzers.

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