12.10.2012 - Michael Zeis
In einer Zeit, als der große Kickstarter-Hype erst noch bevorstand, warteten bereits einige vielversprechende Spieleperlen auf willige Sponsoren. Darunter FTL, das inzwischen erschienen ist und immer mehr Fans um sich schart. FTL steht für „Faster Than Light“ und beschreibt damit bereits das wichtigste Spielelement. Dank des FTL-Antriebs überwindet ihr große Distanzen, um entfernte Planeten, Sterne, Nebel oder komplett neue Sektoren zu erreichen. Dabei ist Eile geboten, denn euch ist eine ganze Armada an Rebellen auf den Fersen. Eure Aufgabe ist es, euren fernen Heimatplaneten zu erreichen und kriegsentscheidende Daten zu überbringen.
Leichter gesagt als getan, denn ihr verfügt nur über ein einziges Raumschiff mit einer Drei-Mann-Besatzung, auch wenn ihr auf eurem Weg neue Crew-Mitglieder hinzugewinnen könnt. Später schaltet ihr zudem weitere Schiffstypen frei, aber ihr dürft zu Spielbeginn nie mehr als einen davon für die gefährliche Reise auswählen. Fortan seht ihr den Grundriss eures Schiffs mit allen wichtigen Räumen wie beispielsweise der Brücke und dem Maschinenraum. Diese Stationen solltet ihr, so gut es mit der knappen Crew geht, alle bemannen, um die Effektivität zu steigern oder Schäden zu reparieren. Nimmt die Besatzung selbst Schaden, schickt ihr die kleinen Wuselmänner kurz auf die Krankenstation, wo sie geheilt werden.
Musikalisch atmosphärisch, gibt sich FTL grafisch erstaunlich zurückhaltend und nüchtern. Euer Schiff nimmt den Großteil des Bildschirms ein. Drumherum werden die wichtigsten Kontrollelemente angezeigt: Treibstoff, Schaden an der Außenhülle, Lebensenergie der Crew-Mitglieder, die Waffensysteme und die Verteilung der Energie auf die einzelnen Schiffselemente. Letzteres wird euch einiges Kopfzerbrechen bereiten und häufig werdet ihr Energie von bestimmten Systemen abziehen müssen, um sie anderen Systemen zuzuführen. Durch Baumaterial, an das ihr auf eurer Reise auf viele verschiedene Arten kommt, wertet ihr euer Schiff auf und steigert so beispielsweise die Leistungsfähigkeit des Reaktors, sodass euch insgesamt mehr Energie zur Verfügung steht.
Im Hintergrund erkennt ihr, wo ihr euch gerade befindet, beispielsweise nahe einem Planeten. Andere Schiffe werden auf der rechten Seite in einem separaten Fenster eingeblendet, sobald sie auftauchen. So könnt ihr gezielt bestimmte Schiffssysteme angreifen oder euch gar direkt an Bord des Feindes beamen – was manche Gegner übrigens auch draufhaben. Neben der Begegnung mit freundlichen und feindlichen Schiffen gibt es noch eine Reihe weiterer, zufallsgenerierter Ereignisse. Beispielsweise Asteroidengürtel, die ihr risikofreudig nach Baumaterial durchsuchen könnt, Weltraumhändler oder erforschbare Planeten.
Solche Ereignisse finden meist komplett in nüchternen Textfenstern statt und es gilt, schwierige Entscheidungen zu treffen. Das Resultat ist stets unvorhersehbar – selbst wenn ihr das Spiel neu startet. Und das werdet ihr oft, denn das Ende eures Schiffs bedeutet auch das Ende des Spiels. Es gibt keine weiteren Leben und ihr müsst die Reise wieder komplett von vorne beginnen – mit neuen Zufallsereignissen, neuen Gefahren, neuen Abenteuern. Gerade diese Unvorhersehbarkeit führt dazu, dass nach dem Scheitern kaum bis gar kein Frust aufkommt und ihr euch stattdessen häufig sofort wieder auf die Reise macht, um zu erfahren, was beim nächsten Versuch alles auf euch wartet. Und wer weiß: Vielleicht schafft ihr es dieses Mal, euer Schiff schnell genug zu verbessern, um den Gefahren der späteren Sektoren zu trotzen? weiter...
Weitere Designsünden, FTL, XCOM-History Teil 2, Black Ops 2...
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Kommentare zu FTL: Faster Than Light
das Spiel rockt. Man muss es halt meistern.
Der Zufall kann ein echtes Arschloch sein aber auch mal ne Superwaffe anspülen. Alles in allem...JA es fühlt sich an wie ein gutes altes Spiel aus meiner Jugend, und ich bin froh, dass die Indie-Games sich jetzt so durchsetzen. Alles in allem machen die mir mehr Spaß als die vielen neuen Spiele. Far Cry 3 interessiert mich z.B. gar nicht mehr. Könnte mir vorstellen, dass ich das Spiel schon gezockt hatte, bevor es überhaupt entwickelt wurde.
wenn man die kniffe ersma verstanden hat, ist es wirklich interessant. Aber leider ist der Zufall teils arg frustrierend. Man hat einfach zu oft keine Chance und kann dies spielerisch nicht kompensieren...
Trotzdem machts Laune und habs schon zig mal versucht.
Dieses Spamming Problem haben auch viele andere bekannte Internetseiten.
Gothic3.net....schöne Seite auf der ich Mod war....dann kamen die Spambots....
Sinnlos,
da: a. einen Gastaccount gibt, und b. das ein Bot ist.
Dieses Spamming Problem haben auch viele andere bekannte Internetseiten.
Kommentar direkt unter mir gemeldet. Wenn man sich dessen Beiträge ansieht, die alle gleich sind, sollte der Account gesperrt werden...
Mein Ding war das Game nicht.Konnte es bei einem FReund eine weile probezocken und mir pers. wars teils zu hektisch.Dann bricht da ein Feuer aus, Gegner kommen an Bord, da ist noch was und was weiß ich sonst noch.Die Zufallsereignisse waren für mich teils nur frustend und eher nie motivierend.Kann mich schwer dazu motivieren etwas das so kurz dauert immer und immer wieder zu versuchen, dafür müßten mir Figuren oder die Story ans Herz wachsen was hier einfach nicht so ist...
Zeit
Zeit sollte bei FTL kein Problem sein. Eine Runde dauert selten länger als ein bis zwei Stunden. Und unterhaltsam ist es, wie der Test attestiert, allemal. Und gemein, dank Zufallsschicksal. Eben noch alles dominiert und ganz entspannt durchs All gezogen, findet man seinen Meister in einer Kombination aus Wendigkeit und Schildstärke, sodass kein einziger Schuss zum Schiff durchkommt. Mit viel Schaden und Feuer an Bord akzepitert man die Niederlage und flieht... in einen Asteroidengürtel. Vom neuen Feind bedrängt, mit brennendem Schildgenerator und immer neuen Einschlägen endet die vorher noch so erfolgreiche Reise. Herrlich.
Wenn da nur Platz wäre zwischen den ganzen Games in den nächsten Wochen
Dishonored, XCOM, PES 2013, Tomb Raider, NfS MW, Hitman, Crysis 3, Doom 3 BFG, AC3 etc. pp.