Test - Frontline Attack: War over Europe : Frontline Attack: War over Europe

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Frontline Attack: War over Europe
Die Luftunterstützung entscheidet häufig über Sieg und Niederlage.
Wenigstens die authentisch modellierten Fahrzeuge bringen einen Hauch von Taktik ins Spiel. Jede Seite greift dabei auf mehr als zwanzig Panzer- und Transportfahrzeuge sowie zehn Soldatentypen und eine eigene Luftwaffe – bestehend aus Aufklärung, Raketenangriff und Bomberstaffeln - zurück. Lediglich die Stärkewerte der Infanterie stimmen nicht mit denen der Realität überein. Selbst der mächtige deutsche Königs-Tiger ist den einfachen Frontschweinen oftmals hilflos ausgeliefert. Bedenkt man, dass jener Panzer eher durch eine Überlastung seines Motors als durch Feindbeschuss gestoppt werden konnte, zeugt dies nicht unbedingt von einem hohen Maß an Realismus.
Frontline Attack: War over Europe
In der Nahansicht werden die Schwächen der Grafik-Engine deutlich.

Der Skirmish-Modus
Neben den oben angesprochenen Taktik-Missionen hat Reality Pump das Spiel zudem noch mit 15 verschiedenen Skirmish-Karten ausgestattet. In diesem Modus setzen die Entwickler auf Bewährtes: Nachschubproduktion ist ebenso möglich wie Basenbau und Ressourcenmanagement. Dabei werden jedoch im eigentlichen Sinne keine Rohstoffe abgebaut, sondern bestehende vielmehr verwertet. Auf der Karte sind mehrere Minen und Fabriken verteilt. Nur wer diese besetzt, bekommt Geld ins virtuelle Portemonnaie gespült. Alles in allem machen die Skirmish-Karten allesamt einen ordentlichen Eindruck und bieten vor allem kurzweilige Unterhaltung - auch wenn mir die Gegner selbst auf der höchsten Schwierigkeitsstufe eine Spur zu passiv und unkoordiniert agieren.

Frontline Attack: War over Europe
Ein Schwarz-Weiß-Film stimmt euch auf die kommenden Aufgaben ein.

Alles beim Alten?!
Wagten sich die Macher in punkto Gameplay noch auf unbekanntes Terrain, hört diese Experimentierfreudigkeit spätestens bei der technischer Umsetzung auf. Anders lässt es sich sonst kaum erklären, dass man noch immer auf die inzwischen beim besten Willen nicht mehr zeitgemäße 'Earth'-Engine zurückgreift. Die komplette Landschaft krankt an Polygonarmut, die Gebäude sind schlampig designt und die Fußtruppen, ohnehin noch nie eine Stärke jener Engine, sind selbst bei genauem Hinsehen nur mit gutem Willen als solche zu erkennen. Allenfalls die detailreichen Panzer und der Tag-/Nachtzyklus können sich sehen lassen – der Gesamteindruck wird dadurch aber nur unwesentlich aufgewertet.

Auch soundtechnisch gibt sich 'Frontline Attack: War over Europe' bestenfalls durchwachsen: Während die Soundeffekte noch in Ordnung gehen, agieren die Synchronsprecher ausgesprochen unmotiviert und lustlos. Erwähnung sollte vielleicht auch der unnötige Pseudoakzent finden, mit dem uns unsere Vorgesetzten bei jedem Missionsbriefing malträtieren. Unnötig und nervig!

 

Fazit

von Michael Beer
Spätestens nach dem unspektakulären 'Word War III' hätte man es wissen müssen: Mit der 'Earth'-Engine lässt sich kein Blumentopf mehr gewinnen. Folglich verspielt 'Frontline Attack' durch die schwache technische Performance leichtfertig eine bessere Bewertung. Ein unausgereiftes Gameplay und Schwächen in der Künstlichen Intelligenz reihen sich nahtlos in die schwache Vorstellung ein. Lediglich die durchdachten Missionen retten das Spiel vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Ihnen ist es zu verdanken, dass zumindest Genre-Fans einen Blick auf das Programm werfen können, alle anderen greifen besser zu 'Sudden Strike' oder 'S.W.I.N.E.'.  

Wertung

  • PC
    69
    %

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