Test - Freedom Force vs. The Third Reich : Freedom Force vs. The Third Reich

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Wenn Taktiker und Strategen am PC auf ihre Kosten kommen wollen, müssen sie sich in den meisten Fällen mit ScienceFiction- oder Weltkriegsszenarien auseinandersetzen. Da dies auf Dauer etwas eintönig ist, kommt das Superhelden-Spiel 'Freedom Force vs. The 3rd Reich' gerade recht. Schlüpft in die Rolle mehrere Comic-Heroen und zeigt den fiesen Schurken, wo der Hammer hängt. Warum das so viel Spaß macht, erfahrt ihr beim Lesen dieses Reviews.

Die Vereinigung namens Freedom Force besteht nun mittlerweile seit einem Jahr, doch auch nach dem großen Sieg gegen die Schurken der Vergangenheit kehrt einfach keine Ruhe ein. Nuclear Winter ist aus dem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen und hat den gefährlichen Time Master gleich mitgenommen. Zu allem Überfluss gilt es noch, die Tyrannei des finsteren Blitzkriegs und seines 3. Reichs in der Vergangenheit zu stoppen. Allerdings ist die Freedom Force bis auf wenige Ausnahmen über das gesamte Land verteilt, sodass sie nicht mit geballter Kraft vorgehen kann. Und es soll noch mehr passieren.

Nostalgie pur

Soviel zur Vorgeschichte des Spiels, von der wir an dieser Stelle nicht noch mehr verraten wollen. Die Story ist zwar nicht sonderlich originell und wurde in dieser Art und Weise sicherlich schon in mehreren hundert Comics abgespult. In der Welt der PC-Spiele bringt sie jedoch erfrischenden Wind in das etwas fade Szenariengemisch. Man kann sich diesem speziellen Charme der 60er-Jahre-Superhelden eigentlich kaum entziehen; noch dazu wird dieser konsequent bis zum Ende durchgezogen – samt aller Klischees und Schwarz-Weiß-Malerei. Die leicht oberflächliche Weltanschauung dieser Epoche spiegelt sich auch in den einzelnen Charakteren wider, die herrlich eindimensional daherkommen. Der Minute Man ist beispielsweise ein kämpferischer Patriot samt Nationalflagge, The Ant eine Abart des heutigen Spider-Man und Manbot ein stählerner Koloss mit übermenschlichen Kräften. Sie alle könnten aus der Feder eines Stan Lee stammen, entsprangen aber allesamt den Gehirnen bei Irrational Games.

Das Fundament stimmt also schon mal, doch wie sieht es spielerisch aus? Ihr zieht durch eine umfangreiche Kampagne mit mehreren Missionen. Dabei sind nicht etwa Reaktionsvermögen und Buttonsmasherei, sondern vielmehr taktisches Geschick und Organisationstalent gefragt. Zunächst stellt ihr in der Basis der Freedom Force eine bis zu vierköpfige Truppe nach eigenen Vorlieben zusammen, die wenig später dann im Einsatzgebiet landet. Ähnlich wie in Konkurrenztiteln, etwa 'Commandos', steuert ihr jede Figur einzeln und versucht, deren Spezialfähigkeiten möglichst effektiv einzusetzen. Jeder Held verfügt über verschiedene Kräfte, die sich über Hotkeys oder ein Pop-up-Menü auswählen lassen. Meist handelt es sich dabei um Nah- und Fernkampfattacken sowie Defensivmaßnahmen. Einige Charaktere können dazu noch fliegen oder schweben, was man sich auf jeden Fall zu Nutze machen sollte.

Blindes Voranstürmen im Stile eines Echtzeit-Strategiespiel führt zu nichts – höchstens zum schnellen Pixeltod. Da die gesamte Karte bis auf wenige Details und Feinde sichtbar ist, könnt ihr euer Vorgehen recht gut im Voraus planen. Jede Figur hat ihre Stärken und Schwächen. Manbot reißt beispielsweise Ampelanlagen aus dem Beton oder lässt Autos durch die Luft wirbeln, ist aber sehr langsam unterwegs. Die flinke Alchi-Mess teilt aus der Distanz ordentlich aus, steckt allerdings nur wenige Treffer ein. Ein Erfahrungssystem lässt die Charaktere im Level aufsteigen und im Trainingsraum investiert man die gewonnenen Punkte in neue und bessere Kräfte.

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