18.10.2012 - Andreas Rothenbusch
Das Unternehmen Foxconn ist einer der größten Zulieferer in China. So produziert die Firma unter anderem für Apple, Sony und Nintendo. Zuletzt arbeitete Foxconn an Nintendos neuer Konsole Wii U. Nun gerät die Produktionsfirma ins Kreuzfeuer. Aus einem Bericht von Reuters geht hervor, dass die Firma Minderjährige als Praktikanten beschäftigt habe.
In einer chinesischen Fabrik habe Foxconn einige Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren am Fließband arbeiten lassen. 2,7 Prozent der 1,2 Millionen Foxconn-Arbeiter sind Praktikanten - wie viele davon genau zu den minderjährigen Beschäftigten gehören, ist noch nicht bekannt. Angeblich wurden 56 Kinder aus dem Praktikantenprogramm inzwischen zurück zu ihren Familien geschickt. Der Konzern zum Thema: "Dies ist nicht nur gegen das Gesetz, sondern verstößt auch gegen interne Foxconn-Regeln." Entsprechende Maßnahmen sollen inzwischen ergriffen worden sein.
Auch Nintendo hat ein Statement dazu abgegeben: "Nintendo kommuniziert mit Foxconn und untersucht den Vorfall. Wir nehmen unsere Verantwortung als globales Unternehmen sehr ernst und wir haben uns einem ethischen Grundsatz verpflichtet, welcher die Beschaffung, Beschäftigung und Herstellung betrifft. Um [die Einhaltung] sicherzustellen, haben wir im Juli 2008 die Nintendo CSR Procurement Guidelines verabschiedet. Sämtliche Produktionspartner, inklusive Foxconn, müssen der Richtlinie Folge leisten. [...] Wenn wir herausfinden, dass sich ein Unternehmen nicht daran hält, dann verpflichten wir sie, ihre Praktiken an Nintendos Richtlinien anzupassen."
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Kommentare zu Foxconn
Egal welche Firma da ihre Sachen bauen lässt...solang es billig ist und keinen Image-Schaden gibt und mann dadurch noch mehr Gewinn macht (Ich sag nur Herstellungskosten im vergleich zum Verkaufspreis von z.B dem I-Phone) wird sich da auch nix dran ändern...ist ja schließlich nicht das erste mal das solche Details über Foxconn ans Licht kommen....
Schön, dass Nintendo Richtlinien für seine Produktionspartner hat... solange deren Einhaltung aber nicht regelmäßig und unangekündigt überprüft wird - ganz besonders bei einem so berüchtigten Ausbeuter-Konzern wie Foxconn - dann sind diese Richtlinien nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen.
@Finanzberater:
Das Problem an dem Argument ist nur, dass man damit wunderbar Kinderarbeit rechtfertigen kann anstatt eine echte Lösung für das Problem zu entwickeln.
Interessant das ihr die Wii-U als Ziel genommen habt und nicht wie alle anderen Medien Apple (wobei es ja egal ist welches Produkt oder welche Firmen da produzieren).
Ich weiß nicht ob ich diese Situation verurteilen soll, nein nicht wegen Apple, sondern weil ich mich frage ob es nicht besser ist 14 Jährige (laut Zeit Online) da arbeiten zu lassen, damit sie ihre Familien durchfüttern können.
Besser so als zu verhungern oder?
"dem" natürlich
°°Wenn wir herausfinden, dass sich ein Unternehmen nicht daran hält, dann verpflichten wir sie, ihre Praktiken an Nintendos Richtlinien anzupassen."°°
Dann bekommen wohl alle minderjährigen Mitarbeiter einen neuen Ausweis gratis. =) Wenn ich schon lese, unsere Richtlinien von 2008... Vielleicht sollten sie mit den Slogan "von Kindern, für Kinder" werben...