Test - Fox n Forests : Mehr Liebe in einem Spiel geht nicht

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Greift zu, wenn...

… ihr mit einem knuffigen, geschickt entworfenen Pixel-Jump-’n’-Run der alten Schule komplett in einem 16-Bit-Retroflash versinken wollt.

Spart es euch, wenn...

…ihr auf Erforschungstouren und einige Grindruns keine Lust habt.

Fazit

Denis  Brown - Portraitvon Denis Brown
Der totale Retroflash

Als großer Fan der 16-Bit-Konsolenära bin ich mehr als glücklich darüber, dieses Spiel getestet zu haben. Sowohl stilistisch als auch inhaltlich trifft es exakt meinen Geschmack und versetzt mich bei jeder Spielrunde in einen Retroflash, der mir das Gefühl gibt, wieder 15 Jahre alt zu sein. Grafikstil, Musik, Steuerung, Schwierigkeitsgrad ... hier stimmt einfach alles.

Der professionelle Spieletester in mir schlägt allerdings auch Alarm mit Blick auf viele potenzielle Käufer, deren nostalgische Wurzeln nicht bis in die frühen 90er-Jahre zurückreichen. Für sie ist der Einstieg ein wenig zu unbequem und der Schwierigkeitsgrad im letzten Abschnitt womöglich etwas abschreckend. Dank vieler frustmindernder Maßnahmen dürften aber auch solche Spieler motiviert bleiben, denn Fox n Forests ist nicht unmenschlich schwer, sondern nur auf dem typischen 16-Bit-Niveau angesiedelt.

Die kleinen Fehler in der Spielbalance – dazu gehören gelegentlich nicht ganz fair platzierte Gegner und die zu früh provozierten Grindruns – sieht man dem Titel gerne nach, weil der Spielfluss im Großen und Ganzen stets gut ist, die Fähigkeiten des Helden interessant bleiben und der audiovisuelle Stil nie Schwächen offenbart. Kleine Schnitzer wie etwa die nachlässigen Collider, die so manche Goldmünze in unerreichbaren Ecken verschwinden lassen, dürften leicht zu patchen sein. Retrofans mit Schwäche für Jump ’n’ Runs sollten unbedingt zuschlagen. Es lohnt sich!

Ein Monat voller Spiele-Highlights: Die Release-Übersicht im Mai

Überblick

Pro

  • perfekte Super-Nintendo-Stiltreue
  • schöne Grafik-Assets
  • ohrwurmige Sample-Tunes
  • sehr zugängliche Steuerung mit vielen Feinheiten
  • geschickt verschachtelte Level
  • angemessener Schwierigkeitsgrad
  • etwaiger Frust geschickt minimiert
  • sublim eingeflochtener Humor

Contra

  • steile Lernkurve
  • Grindruns zu früh angesetzt
  • kleine Collider-Fehler, etwa bei fallendem Gold

Awards

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