Preview - Forza Motorsport 2 : Realistische Xbox-Raserei

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Die “beste Rennsimulation“ hat Designfehler

Während man nun auf den ersten Blick einen sehr durchdachten Rennsimulator vor sich hat, offenbaren sich Profis auf den zweiten Blick leider stellenweise kleine Designfehler. Die kann man zwar sicherlich als Kleinkram abstempeln, aber so etwas sollte nicht passieren, wenn man als Hersteller mit der “besten Rennsimulation“ wirbt. So wurden beispielsweise beim Opel Speedster Äußerlichkeiten bei der Turbo-Version modelliert, die so eigentlich nur bei der Saugmotorvariante zu finden sind. Außerdem wurde der Drehmomentverlust beim Einbau von ultraleichten Schwungscheiben nicht berücksichtigt. Einzelne Mittelmotor-Fahrzeuge verhalten sich ungewöhnlich, da man meint, der Wagen drehe sich um eine zentrale Achse und nicht um die lenkenden Räder. Auf der Nordschleife vermisst man die unterschiedlichen Fahrbahnbeläge sowie die vielen Bodenwellen, die den Fahrer normalerweise richtig durchschütteln und weich prügeln. Obendrein vermissen wir die Möglichkeit, Regenrennen zu fahren, was man den Entwicklern als starkes Manko vorwerfen kann.

Und das sind nur einige wenige Beispiele, die zwar einen Großteil der Anfänger bestimmt wenig jucken dürften, den Game-Designern sollte so etwas jedoch nicht unterlaufen, wenn man sich schon solch hohe Ziele setzt und mit dem Titel auch Profis ansprechen will.

Von Rennen zu Rennen

Beim Blick auf den Karrieremodus offenbart sich das vom Vorgänger gewohnte Bild. Von den Anfänger- und Amateurmeisterschaften bis hin zu Profi-Events müsst ihr zahlreiche offene und auf bestimmte Fahrzeuge beschränkte Rennen absolvieren, um nach und nach mehr Geld und neue Fahrzeuge zu sammeln.

Leider schränken die Entwickler die zahlreichen Events nicht in die vorhandenen Leistungsklassen D (langsamsten Fahrzeuge) bis R (Rennfahrzeuge) ein. So kann man etwa bei Anfängerrennen mit einem Fahrzeug der Klassen S und U allen davonfahren. Hier wünschen wir uns definitiv noch eine Klassenbeschränkung, die diese Rennen deutlich fairer und damit auch spannender gestalten würde.

Leider gibt es neben dem Durchspielen aller Rennveranstaltungen keine weiteren Spielmodi, die für Abwechslung sorgen würden. Ihr fahrt von Event zu Event, bis der Titel schlussendlich nach dem Absolvieren einiger Langstreckenveranstaltungen durchgespielt ist. Bis dahin vergeht allerdings einige Zeit und wer Xbox-Live-Mitglied ist, der darf sich auf spannende Rennen gegen menschliche Gegner freuen. Dabei könnt ihr natürlich auch mit eurem aufwändig aufgemotzten und gestalteten Fuhrpark antreten. Für ein paar Credits lassen sich auch Fahrzeuge verkaufen, die dann etwas Extrageld in die virtuelle Kasse bringen.

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