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1

05.07.2013, 08:04

Generation Noob



Spiele werden mit Cheats ausgeliefert, die als Features angepriesen werden. Sind wir tatsächlich alle unfähige Noobs geworden?

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2

05.07.2013, 08:34

Betreff

Ich warte noch auf das Feature, dass einen direkt zur Endsequenz bringt (Mikrotransaktion). Spart ne Menge Zeit.

Gehennah

Dreisterne-General

Beiträge: 1 216

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3

05.07.2013, 08:45

Ich warte noch auf das Feature, dass einen direkt zur Endsequenz bringt (Mikrotransaktion). Spart ne Menge Zeit.


Hat doch auch mal eine Schreiberin von Bioware angestoßen. Sie will gernen ein Knopf haben um Gameplay zu überspringen in Spielen so wie man ja auch Zwischensequenzen und Dialoge überspringen kann.



Ich kann Michael da nur recht geben. Ändern wird es sich wohl trotzdem nicht, man muss nur hoffen das es immer genug Nischen Titel gibt. Persönlich fand ich in letzter Zeit den Autoaim in der PC Version von Bioshock Infinite eine Frechheit.

http://www.youtube.com/watch?v=Avk8GcyVtRM


ShizoPhrayn

Hallodri

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4

05.07.2013, 09:31

Muss ich Michael auf jeden Fall Recht geben. Wenn ich mir überlege dass ich 100+ Stunden in Final Fantasy VII verbracht habe, um jeden Charakter und jede Materia auf Maximum-Level zu bringen, dann ist es wirklich besorgniserregend, dass Squaresoft seinen eigenen Klassiker derart vereinfacht. Damals war noch Durchhaltevermögen gefragt.

Andererseits muss man auch sagen, dass "Videosequenz-per-Knopfdruck-überspringen" in manchen Spielen angebracht ist, wie z.B. die Endsequenz-Tortur in Metal Gear Solid 4.

Beiträge: 28

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5

05.07.2013, 09:36

Unterschreibe die Aussagen des Autoren völlig!

Am schlimmsten finde ich jedoch all die Leute die beim ersten Mal durchzocken alle Videsequenzen, Ingame-Gespräche, etc. einfach wegklicken. Sowas macht mich einfach wütend. Ich liebe gute Geschichten in Spielen - oft liebe ich Spiele nur deswegen. Die Metal Gear Reihe hat n'gutes Gameplay, aber in Erinnerung bleibt sie mir hauptsächlich wegen der erinnerungswürdigen Geschichte! Darum finde ich Aussagen von den Titanfall Machern einfach wie ein Schlag in mein Gesicht. Hoffe das wird nicht zur Mode den Singelplayer zu streichen...

BitByter

Götterspeise

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6

05.07.2013, 09:37

naja, also da ist schon viel drama drin, wo eigentlich keines ist...

betrachten wir doch mal, wen ff VII überhaupt ansprechen soll: die wenigsten käufer werden der jüngeren generation angehören. das spiel ist alt, nicht schön und noch dazu ein sehr klassisches jrpg. damit bleiben die alten spieler über. leute wie ich, die das spiel vor 10 oder 15 jahren (wann auch immer es raus kam) gespielt haben. es ist ein nostalgietrip und die möglichkeit ein geliebtes spiel noch einmal zu erleben. die "cheats" geben einem die möglichkeit das spiel zu spielen, ohne eben arbeiten zu müssen. das spart einfach zeit und man kann sich auf das abenteuer konzentrieren. ein nicht zu unterschätzender vorteil für die arbeitende bevölkerung mit kind!

das ist übrigens ein punkt, der häufig unterschätzt wird. grade von spielern, die nicht in dieser situation sind: wird man älter, hat man beziehung und vielleicht sogar kind, hat man gleichzeitig weniger zeit zum spielen. die jüngeren können noch so oft sagen, dass ihnen das nicht passieren wird: doch, wird es! daran ist auch nichts schlimmes, aber die konsequenz ist doch, dass ich schlicht keine zeit habe, mich in ein spiel zu arbeiten, kommandos, timings und strategien lernen sich in einer halben stunde, die man täglich vielleicht zeit hat nun mal schlechter. und wenn man 2 wochen nicht zocken konnte, ist man wieder raus und fängt bei nahezu null wieder an! ich, zum beispiel, habe seit monaten ff13 bei mir liegen. aber 100 spielstunden sind für mich kaum abzubilden! ergo lass ich es bei seite.

was super mario bros angeht bin ich der meinung, dass nintendo eine konsole erschaffen hat (wii), die eben auch leute anspricht, die eben nicht die geborenen oder erfahrenen zocker sind. für solche gelegenheitsspieler sind möglichkeiten zum überspringen ideal: sie werden nicht gefrustet, bei der stange gehalten und werden trotzdem besser. bis sie den punkt erreichen, an dem sie solche hilfen nicht mehr brauchen oder wollen.

bei la noire hat es die actionszenen imho nicht einmal gebraucht. es funktioniert als detektiv-abenteuer sehr gut und spricht eben nicht den typischen action-zocker an. wieso also nicht actionsequenzen überspringen, wenn die einen eh nur nerven (zumal die steuerung echt bescheiden war. ka, was rockstar da immer feiert!)

und als letzten punkt möchte ich anmerken, dass es früher schlicht die vielfalt der spiele nicht gab und der schwierigkeitsgrad auch eine methode war, das spiel zu strecken.
wenn ich mich daran erinne, dass ich auf meinem nes etwa 6-8 spiele hatte (dabei waren langzeitknüller/endlosspiele wie zelda, pirates und elite) und mir anschaue, was die kids heute schon alles besitzen, dann ist doch logisch, dass zum einen die aufmerksamkeitsspanne geringer wird, da man schnell wechseln kann und dass dort nicht die notwendigkeit besteht, sich irgendwo durchzukämpfen. ebenm aus dem gleichen grund: spiel ich halt was anderes...

letztlich ist es doch jedem selbst überlassen, was und vor allem wie er spielt. man muss diese hilfsmittel ja nicht nutzen und bei spielen, die einen begeistern, tut man das auch nicht. noch dazu kommen weiter hammerharte spiele heraus und verkaufen sich ordentlich. vieles davon sind indietitel, aber das sollte ja kein hindernis sein.

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steve23

Ferkelstreichler

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7

05.07.2013, 10:00

ich habe genau die gleiche Meinung. Es ist wirklich so das heute alles leichter wird. Und das überspringen von Videosequenzen finde ich ja nicht so schlimm, wenn man es ein zweites oder drittes mal spielt und manche Dialoge nicht sehen möchte. Aber beim ersten mal muss man es einfach anschauen denn die Story ist das was mich an ein Spiel fesselt. Ich glaube bei FF 9 musste man sogar die Videos überwinden damit man bis zu einem gewissen Punkt kam damit man eine spezielle Waffe bekam.

AndyDaFunkmasta

Weltenbummler

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8

05.07.2013, 10:12

Bit Byter spricht einige gute Argumente aus. Aber auch den Artikel von Michi finde ich sehr interessant. Ich denke heute muss sowieso alles möglichst schneller und besser sein. Wir leben in einer Zeit, wo die Aufmerksamkeitsspanne innert Minuten wechselt. Minütliche News-Updates, Facebook-Updates checken und überall den neusten Trend mitmachen wollen. Da bleibt eine tiefere Einarbeitung in ein Gebiet auf der Strecke, man will schliesslich überall mitreden können.
Ich bin aber nach wie vor ein Durchhaltezocker und wenn was schwer ist, dann mag ich das umso mehr. Call of Duty spiel ich immer auf Veteran, das ist eine tolle Herausforderung. von der -Souls-Reihe bin ich sowieso begeistert.
Und was FFVII angeht: ich hab den Sephirot am Schluss wochenlang nicht besiegt und bin fast durchgedreht und als ich es dann endlich geschafft habe, war das ein glorioser Sieg und ein super Gefühl...!

Fred_DM

Killerspieler

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9

05.07.2013, 10:13

guter artikel mit realitätsnahen beobachtungen des autors.

ich behaupte aber, dass die heutige spieler-gemeinschaft tatsächlich zu einem immer grösser werdenden teil aus "noobs" besteht, und zwar deshalb, weil sie immer grösser wird. die publisher senken die einsteiger-schwelle soweit herunter, dass mittlerweile jeder "spass" mit videospielen haben kann, und dazu gehören immer mehr auch "casuals" die gar nicht vorhaben, sich stunden am stück mit einem harten brocken auseinanderzusetzen.

früher durften die spiele schwerer und härter sein, weil das spielen zu einem grossen teil noch die sache einer eingefleischten randgruppe war, welche die herausforderung auch gesucht hat. diese gruppe existiert zwar weiterhin (ich zähle mich durchaus dazu) stellt aber in der wachsenden spielerschaft einen immer kleineren prozentsatz dar.

der tiefer liegende grund für die ganze problematik ist aber IMO die wohlstandsgesellschaft und der sozialstaat. man ist es sich heute immer mehr gewohnt, dass einem alles hingetragen wird, ohne dass man sich um etwas bemühen muss. das geht soweit, dass heute schon ganze generationen in Deutschland und England von sozialhilfe und Hartz IV leben, ohne auch nur daran zu denken, ihre situation zu verbessern. dieses phänomen lässt sich in der ganzen gesellschaft beobachten.

10

05.07.2013, 10:20

Ich finde die Benutzung von Cheats fehlinterpretiert gerade früher gab es doch noch Spiele (zb Goldeneye) wo man durch bewältigen schwerer Levels Cheats freischalten konnte als Belohnung die in meinen Augen sehr unterhaltsam waren und auch motivierend waren die Levels in 00 Agent usw. zu schaffen!

So etwas war früher relativ populär heute fast zu 99% ausgestorben.

Eine Differenzierung zwischen Cheats und Spielhilfen (stützräder) fehlt mit in diesem Artikel leider.

Edit: Wer sich bei MGS und FF über zu lange Videosequenzen aufregt darf nicht die Nostalgiker Karte ziehen diese beiden Spiele erzählen ein Unikates Epos das sind 2 von Millionen spielen! Regt euch eher darüber auf das 90% von MMO nur WoW Klone sind als über zwei Unikate im Promille Bereich!

Seit über 11 Jahren dabei und noch nicht klüger...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Finanzberater« (05.07.2013, 10:26)


Arparso

Sternsammler

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11

05.07.2013, 10:32

Hier wird IMHO ziemlich überdramatisiert und aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Videosequenzen und Dialoge wurden auch schon vor 20 Jahren übersprüngen - ebenso wie massiv Cheats eingesetzt wurden, wenn's mal zu knifflig wurde oder auch einfach nur so zum Spaß. Ich mag das auch nicht, aber das ist in der Tat kein neues Problem der aktuellen, jungen Generation. Früher war alles besser? Mitnichten.

Schwierigkeiten präsentieren sich auch heute noch in vielen aktuellen Spielen. Manchmal verstecken sie sich hinter explizit auszuwählenden Schwierigkeitsgraden, manchmal sind sie einfach so da und einige Spiele sind überhaupt nicht schwierig. Das war früher aber nicht anders.

Überhaupt müssen sich Spiele nicht zwangsläufig über den Schwierigkeitsgrad definieren. In Telltales "The Walking Dead" gibt es praktisch keine einzige, echte Herausforderung und dennoch war es für viele das Spiel des Jahres. Oder was ist mit Minecraft? Ist das Spiel etwa schwierig? Wohl eher nicht, aber ist es deswegen schlecht? Macht es deswegen eingefleischten Hardcore-Zockern keinen Spaß?

Und dennoch finde ich regelmäßig ernste Herausforderungen in vielerlei Spielen. Ob in Max Payne 3 oder auf Skyrims höheren Schwierigkeitsgraden - ich finde nicht, dass aktuelle Titel wirklich dramatisch leichter sind als die alten Spiele.

BitByter

Götterspeise

Beiträge: 606

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12

05.07.2013, 10:37

der tiefer liegende grund für die ganze problematik ist aber IMO die wohlstandsgesellschaft und der sozialstaat. man ist es sich heute immer mehr gewohnt, dass einem alles hingetragen wird, ohne dass man sich um etwas bemühen muss. das geht soweit, dass heute schon ganze generationen in Deutschland und England von sozialhilfe und Hartz IV leben, ohne auch nur daran zu denken, ihre situation zu verbessern. dieses phänomen lässt sich in der ganzen gesellschaft beobachten.
mutige these!

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Fred_DM

Killerspieler

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13

05.07.2013, 11:33

Ich finde die Benutzung von Cheats fehlinterpretiert gerade früher gab es doch noch Spiele (zb Goldeneye) wo man durch bewältigen schwerer Levels Cheats freischalten konnte als Belohnung die in meinen Augen sehr unterhaltsam waren und auch motivierend waren die Levels in 00 Agent usw. zu schaffen!

So etwas war früher relativ populär heute fast zu 99% ausgestorben.

Eine Differenzierung zwischen Cheats und Spielhilfen (stützräder) fehlt mit in diesem Artikel leider.

ja, aber der punkt ist doch, dass cheats früher entweder noch aus verzweiflung selbst herausgefunden werden mussten oder als belohnung für ein geschafftes level freigeschaltet wurden, damit man frühere level zum spass unter anderen bedingungen nochmals durchspielen konnte.

was der artikel aber anprangert ist eben, dass die cheats heute bereits von anfang an mitgeliefert und sogar noch als feature beworben werden.

hilfseinstellungen wie "aim assist" oder gameplay-mechaniken wie röntgenblicke zählen IMO dazu. früher musste man echt noch hinhören, ob in einem shooter jemand um die ecke auf einen wartet oder nicht. heute drückt man eine taste für den "instinct"-mode und sieht wie mit einer wärmebildkamera durch das halbe level.

SehrSehrAnonym

Ponyhof-Zocker

Beiträge: 154

Registrierungsdatum: 14.09.2012

14

05.07.2013, 11:38

der tiefer liegende grund für die ganze problematik ist aber IMO die wohlstandsgesellschaft und der sozialstaat. man ist es sich heute immer mehr gewohnt, dass einem alles hingetragen wird, ohne dass man sich um etwas bemühen muss. das geht soweit, dass heute schon ganze generationen in Deutschland und England von sozialhilfe und Hartz IV leben, ohne auch nur daran zu denken, ihre situation zu verbessern. dieses phänomen lässt sich in der ganzen gesellschaft beobachten.
mutige these!

Nicht nur mutig, sondern auch Unsinn.
Keine Ahnung, mit was für Menschen du zu tun hast; ich kenne persönlich niemanden, der auf diese Beschreibung zutrifft.

15

05.07.2013, 11:39

Ich habe ja nicht gesagt das er Unrecht hat nur eine eigene neue Formulierung wäre da hilfreich, den wie du selbst sagst haben klassische Cheats nicht mit den kaufbaren Spielkrücken gemeinsam.

Sonst gibts ja auch für alles ne Bezeichnung Addons > DLC > Micropayments.

Seit über 11 Jahren dabei und noch nicht klüger...


Greenfox

Maxi-King

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16

05.07.2013, 11:54

Dass Spiele einfacher werden, sieht man am besten an Spielen wie Call of Duty im Multiplayer Modus. Aber das ist nur ein Beispiel. Es gibt noch unzählige andere Titel, die ihren Anspruch mit den Jahren verloren haben.

17

05.07.2013, 12:24

Wobei man auch hinterfragen muss ob das mit COD so stimmt ich habe CoD 1 und MW1 beide ca. 1,5 Jahre gespielt und leichter war es nicht im Gegenteil musste man doch viel mehr lernen zb. Wenn man durch Wände schießen wollte oder mögliche Kombinationen an Killstreaks und Perks.

Wenn ich mir da CoD1 ansehe, da gab es auch schon den (damals) verpönten Granaten Warnindikator der heute nicht mehr weg zudenken ist.

Und was war sonst noch an CoD1, viel rum gehechte, campen und per Headset Schritte anhand vom Untergrund analysieren, das gibt's heute noch alles damals sogar mit nem Extra Perk vermutlich wissen das so manche MW1 Starter an der Konsole nicht mal. ^^

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Arparso

Sternsammler

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18

05.07.2013, 12:57

Es gibt Serien, die an Anspruch verloren haben, ebenso wie andere Serien an Anspruch zugelegt haben. Wenn ich mich bspw. an das erste "Shogun: Total War" erinnere - insbesondere auf der Strategiekarte ist das ein Witz im Vergleich zu den heutigen Ablegern.

Horuz (Gast)

unregistriert

19

05.07.2013, 13:15

Bestes Beispiel sind doch MMO's. Die verkommen zu Themenparks. Alle schreien nach Langzeitmotivation und wollen auf der anderen Seite immer alles am besten sofort erhalten. Wie lange man früher leveln musste um die maximale Stufe zu erreichen und wie lang das heute dauert, ist schon bezeichnend. Früher gab es keine Questunterstützung, da musste man noch suchen und sich austauschen. Alles weg. Es mutiert zu Solospielen bei denen man gelegentlich auf andere Spieler "trifft".

Traurig die Entwicklung. Geld lässt sich damit aber wohl am besten verdienen, was zählt.

RAZOR

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20

05.07.2013, 13:33

Es gibt viele Gründe warum die Spiele immer leichter werden und die User immer "dümmer".

Wir leben in einer viel zu schnellen und hektischen Zeit. Das betrifft sowohl Privat- als auch Berufsleben. Facebook, Twitter, Google+ & Co. tragen dazu einen großen Teil bei. Wir werden überschüttet mit Informationen, machen 7 Sachen gleichzeitig um überhaupt noch zurecht zu kommen. Schließlich wollen die 200 Freunde bei Facebook ja auch ihre Aufmerksamkeit, und dann fragt plötzlich jemand bei Steam wegen einem Spiel nach, und dann muss man noch schnell was bei amazon bestellen, und dann ist ja dann noch sowas was sich JOB nennt (für die älteren, bei den jüngeren ist es die Schule bzw. die Uni). Wir können uns nicht mehr auf eine Sache speziell konzentrieren, und müssen immer Multi-Tasking machen. So werden vor allem die Kinder & Jugendlichen geprägt, es muss immer "Action" sein, und wenn mal was ruhiger ist, dann ist es doof und "lahm". Dieser Stress wird uns von der Gesellschaft quasi aufgezwungen, und es ist sehr schwer diesem zu entgehen.

Der zweite Grund:
Früher konnte ein Entwickler seine Idee zu einem Spiel zu 95% umsetzen, da es keine Hürden gab. Spiele waren sowieso Nische, und die Programmierung sowie der Verkauf ein bekanntes und niedriges Risiko. Heute muss ein Spiel eine VIEL höhere Verkaufszahl erreichen um überhaupt das Überleben des Studios sichern zu können, es müssen diverse Verträge mit dem Publisher eingehalten werden, was sogar die ursprüngliche Idee eines Spiels komplett zerstören kann, und somit wieder zum 08/15 Titel wird wie wir sie heute zuhauf kennen. Das Einzige was zählt ist der Profit. Und für hohen Profit sorgen hohe Verkaufszahlen. Um die zu erreichen muss man die größtmögliche Zielgruppe erreichen - die Casual/Gelegenheitsspieler. Es gibt Gott sei Dank noch Ausnahmen wie Dark Souls, aber die werden immer weniger. Die Lösung hierfür KÖNNTE Kickstarter bzw. der Indie-Sektor sein, aber ob das so gut funktioniert wird sich zeigen.

Fazit: Spiele werden "noobiger" wegen der Mischung aus
- modernem Internet/Gesellschafts-Zeitalter (viel zu viele Plattformen, viel zu viele Informationen, viel zu wenig Zeit) und
- modernem Videospiele-Zeitalter (Spiele werden immer teurer, Publisher werden immer dreister, Verkaufszahlen müssen gepusht werden usw.)

Ich hab damals Spiele wie "Zelda: A Link to the Past", "Secret of Mana", "Chrono Trigger", "Landstalker", "Super Probotector" (Contra), "Shining Force", "Soleil" uvm. komplett ohne Lösung oder Cheats durchgespielt. Ich bin mir sicher, dass das hier im Forum einige auch haben, aber weltweit gesehen sicher nicht sehr viele im zarten Alter von 12-14 Jahren. Ich kann nur jedem empfehlen sich diese Spiele mal anzusehen wenn man sie nicht kennt, denn wer diese ohne Lösung durchspielt, ist man ganz sicher kein Noob. ;)

             


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