Special - Die Final-Fantasy-Serie : Die gesamte Serie im Überblick

  • Wii
  • PSP
  • Mob
Von Kommentieren

Am Anfang war Ultima. Danach kam Wizardry. Aus diesen beiden Urgesteinen der Rollenspielgeschichte entsprang Dragon Quest. Und das wiederum war die Vorlage zu Final Fantasy!

25 Jahre Rollenspielkunst

1987 stand Hironobi Sakaguchi vor einem entscheidenden Wendepunkt seiner Karriere: Nur wenn sein folgendes Spiel für Nintendos Famicom (der japanischen Version des Nintendo Entertainment Systems) erfolgreich wäre, würde er der Branche als Spielentwickler treu bleiben. Aus diesem Grunde steht vor dem Fantasy das Wörtchen Final.

Die Famicom-Ära: Final Fantasy I – III

Die vier Krieger des Lichts retten zuerst eine Prinzessin und am Ende die ganze Welt – schlichter geht es kaum. Im ersten Final Fantasy (1987) laufen eure knubbeligen Manga-Figürchen über eine große Oberwelt mit Steppen, Wäldern und Bergen, bekämpfen massig böse Monster in schlichter Hack-’n’-Slay-Manier, sammeln Erfahrungspunkte und durchforsten verzweigte Höhlen sowie große Tempelanlagen.

Aus heutiger Sicht macht das Spiel einen austauschbaren Eindruck, doch für die damalige Zeit betrieb Final Fantasy einen enormen Aufwand. Das gesamte Spiel wirkte ernster und erwachsener als Dragon Quest, nicht zuletzt dank des Charakter-Designers und Anime-Künstlers Yoshitaka Amano. Damit fand das Spiel zumindest in Japan rasch seine eigene Fan-Gemeinde, während die US-Version verkaufstechnisch als Enttäuschung zählt. Die beiden Fortsetzungen, die ebenfalls für das Famicom erschienen sind, wurden deshalb vorerst gar nicht übersetzt.

Im Falle von Final Fantasy 2 (1988) war dies kein großes Drama: Einerseits verbesserte sich das Spiel klar in puncto Präsentation und Geschichte. Allein der spielbare Prolog mit seinem aussichtslosen Kampf, den man nicht gewinnen kann, vermittelte viel Atmosphäre. Zudem feierten die Chocobos, die gelben, flauschigen Reittiere der Serie, hier ihren Einstand.

Andererseits verhoben sich die Entwickler beim Charaktersystem. Je nachdem, wie sehr ihr in einem Kampf zum Beispiel Trefferpunkte verbraucht oder via Angriff eure Stärke einsetzt, berechnet das Spiel einen Bonus für die betreffenden Maximalwerte. Das Resultat ist dezent ungerecht: Wer normal spielt, der stößt schnell auf einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad. Wer hingegen schummelt, sich ganz schwache Monster sucht und vor deren Augen seine eigene Heldentruppe verprügelt (!), der erhöht bedeutend schneller deren Stärke.

Der Genialitätsknoten der Serie platzte erst mit Final Fantasy 3 (1990): Auf den ersten Blick entsteht der Eindruck einer gewöhnlichen Fortsetzung, die genau wie der zweite Teil nur grafisch sowie musikalisch ausgereifter erscheint. Das Erfahrungspunktesystem ist diesmal schön konventionell und die Heldentruppe besteht wieder aus vier vom Spieler generierten Männern und/oder Frauen. Der Unterschied: Diese können verschiedene Berufe erlernen und im Laufe des Abenteuers frei zwischen diesen wechseln.

Zum einen sorgt dies für eine gehörige Portion Taktik, denn schließlich benötigt man für manche Gegner eher dicke Schwertkämpfer und für andere clevere Magier. Zum anderen wird das Prinzip des Auflevelns auf die Spitze getrieben, weil der Spieler am liebsten aus jedem Beruf das Maximum herausholen möchte.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel