Test - Final Fantasy IX : Final Fantasy IX

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Zidane und seine Gefährten der Tantalus-Bande wollten eigentlich 'nur' die Prinzessin von Alexandria entführen. Unerwartet stolpern sie so in ein riesiges Abenteuer voller Prüfungen, Liebe, Schmerz und Selbsterkenntnis. Es geht um Krieg und einen hinterlistigen, mysteriösen Mann der Alle in seiner Hand zu haben scheint, jedoch nicht mit der Tapferkeit des kleinen Diebes und seinen Gefährten rechnet.

Im Schloss von Alexandria soll die als Schauspieltruppe getarnte Banditenorganisation Tantalus ein Theaterstück aufführen und nebenbei noch die Prinzessin Garnet kidnappen. Einer der Schauspieler ist der junge Dieb Zidane - der Held von 'Final Fantasy IX'. In einer raffiniert ausgetüftelten Entführungsaktion schleicht er sich an die Prinzessin heran. Doch wie sich herausstellt, ist Garnet mit dem Leben bei Hofe unzufrieden und schließt sich sogar freiwillig der Diebesbande an. Dies jedoch weiß Garnets Mutter, die finstere Königin Brane, nicht und versucht ihrerseits, die verloren geglaubte Prinzessin wieder zurückzuholen. Sie nimmt dabei sogar das Luftschiff von Tantalus unter schweren Beschuss, das nach einer dramatischen Flucht über dem Verwunschenen Wald außerhalb der Stadt abstürzt. Glücklicherweise wird bei dem Absturz niemand ernsthaft verletzt, aber die Prinzessin wurde vom Rest der Bande getrennt und gleich darauf von einem Waldmonster gekidnappt. Hier fasst nun Zidane gegen den Willen seines Bandenchefs den Entschluss, Garnet aus den Fängen dieser Bestie zu befreien. Der kleine Magier Vivi, selbst gerade noch dem Ungeheuer entkommen, nimmt an der Rettungsmission teil. Auch Steiner, der Hauptmann der königlichen Pluto-Garde, kam bei der Verfolgung der Prinzessin auf das Schiff und schließt sich dem Befreiungs-Team an. Somit ist der Rettungstrupp komplett und mit der Suche nach Prinzessin Garnet beginnt das Spiel erst so richtig ...

Final Fantasy IX
Der Charakterscreen mit Infos zu den Helden.

Schon zu Beginn wird deutlich: 'Final Fantasy IX' ist ein klassisches Fantasy-RPG im Bilderbuchstil, welches an die Ursprünge der Serie zurück geht, ohne dabei die nützlichen Neuerungen zu vernachlässigen, die im Laufe der Saga hinzugekommen sind. Die Story wird neben ereignisreichen Dialogen in der Ingamegrafik auch von schönen Filmsequenzen vorangetrieben. Die Charaktere sind im Vergleich zu den letzten beiden Teilen wieder im Cartoon-Stil und sehen ziemlich knuffig, um nicht zu sagen süß aus. Das Ganze erinnert entfernt an eine Muppetshow, auch wenn der Amanostil nicht zu übersehen ist. Grafisch und akustisch kitzelt Squaresoft das letzte aus der PSone heraus. Für den Soundtrack ist wieder Altmeister Nobuo Uematsu verantwortlich, der vom Stil her an die Ursprünge der Serie zurückgeht aber auch ganz neue Instrumente verwendet. So erinnern einige Stücke an die einfacheren Beatup-Melodien und andere eher an orchestrale Hymnen, die aber zu 100% auf das Geschehen abgestimmt sind. Auch gibt es einige Stücke, die ohne weiteres aus dem Repertoire eines Deep Purple Konzertes stammen könnten.

Final Fantasy IX
Natürlich könnt ihr auch diesmal die Namen der Figuren frei wählen.

Während dem normalen Spielablauf bewegen sich Polygoncharaktere vor vorgerenderten Hintergründen, während die Kämpfe komplett in 3D gehalten sind. Auch mit Effekten geizt Squaresoft nicht. Eine Aufruf-Beschwörung versetzt noch immer in Staunen. Die Hintergrund-Bitmaps wirken nicht mehr ganz so künstlich, sondern fügen sich besser denn je ins Spiel ein. Die Städte sind mit sehr viel Aufwand und Liebe zum Detail gezeichnet, und auch außerhalb der Ortschaften und Dungeons sieht nun alles noch ein wenig besser aus. Der Stil von Yoshitaka Amano, dem berühmten japanischen Künstler, ist in 'Final Fantasy IX' unverkennbar und unverwechselbar. Auf eine Sprachausgabe verzichtet 'Final Fantasy IX' wieder vollkommen und die Dialoge werden wie eh und je in Textboxen abgehalten, die zudem noch in den Optionen auf klassisches Blau oder moderneres grau umgestellt werden können. Hierbei tritt ein Problem mit der teilweise recht nervigen deutsche Übersetzung auf. Einige der Charaktere sprechen bayrisch, was Probleme mit dem Verstehen der Sätze dieser Charaktere verursacht, die nicht sein müssten. Überbewerten sollte man dies aber nicht, da es witzig gehalten wurde und eine willkommene Abwechslung gegenüber anderen Teilen darstellt - außerdem wurde diesen Charakteren nur eine Nebenrolle versehen, womit kein negativer Einfluss auf das eigentliche Spielgeschehen resultiert. Auf sonstige Untermalung abseits der melodischen und perfekt ins Geschehen angepassten Soundtracks müsst ihr leider meist verzichten. Nur die aufwendigen FMV-Sequenzen sind mit Umgebungsklängen unterlegt und wirken somit sehr realistisch, da auch grafisch einiges geboten wird.

Final Fantasy IX
Die Fights basieren wieder auf dem ATB-Kampfsystem.

Die Kämpfe in 'Final Fantasy IX' werden wie gewohnt mit dem ATB(Active Time Battle)-System ausgetragen, welches entweder actionbetont 'aktiv' abläuft oder aber anfängerfreundlich auf 'warten' gestellt werden kann. In einer Kampfparty können nun erstmals seit den 'Super Nintendo-FFs' wieder 4 Charaktere kämpfen und in Reihen aufgestellt werden, wobei die hintere Reihe im allgemeinen weniger Schaden anrichtet und so meistens den zaubernden Charakteren vorbehalten sein sollte. Aus der vorderen Reihe dagegen wird auf die jeweiligen Gegner mit den verschiedensten Waffen eingedroschen. Das System ist, wie bereits in den Vorgängern 'Final Fantasy VII' und 'Final Fantasy VIII', sehr flexibel, so dass ihr euch die jeweils beste Kombination der Charaktere und deren Position selbst zusammenstellen könnt.