Test - Final Fantasy 3 : Remake-Remake

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Unverhofft kommt oft: Square-Enix erinnert sich urplötzlich an sein eigenes Final-Fantasy-III-Remake für den Nintendo DS und veröffentlicht weitere Adaptionen für mobile Systeme sowie PlayStation Portable. Wir haben uns letztere Version angeschaut und erfreut festgestellt, dass es sich hierbei um keine schnöde 1:1-Konvertierung handelt.

1990 erschien Final Fantasy III exklusiv für das Famicom, die japanische Version des Nintendo Entertainment Systems, und hielt der Oldie-Konsole 16 Jahre lang die Treue. Während Square-Enix von allen anderen Serientiteln regelmäßig Neuauflagen für moderne Systeme produzierte, war dies im Falle des dritten Teiles aufgrund des fehlenden Source-Codes keine so leichte Sache. Nach anderthalb Dekaden entschied sich der Hersteller letztlich für ein vollwertiges Remake für den Nintendo DS, das konsequenterweise weltweit vermarktet wurde.

Vier Waisen werden dazu auserkoren, die Welt zu retten: Die Geschichte von Final Fantasy III ist weit weniger komplex, als wir dies von den neueren Episoden der Serie gewohnt sind. Die Dialogmenge hält sich in Grenzen, die Hauptcharaktere sind blass und große Überraschungen solltet ihr schon gar nicht erwarten. Doch als Ausgleich potenziert das Job-System die Sucht, die eigene Charaktertruppe wieder und wieder aufzuleveln.

Unsterbliches Job-System contra Spiel-Design der alten Schule

Zunächst hinterlässt Final Fantasy III den Ersteindruck eines gewöhnlichen, fast schon langweiligen Japan-RPGs: Ihr marschiert von A nach B, redet mit freundlichen Stadtbewohnern und verkloppt unzählige Monster. Nach ein paar Spielstunden erhaltet ihr die Möglichkeiten, euren drei Männern und eurer einen Frau individuelle Berufe zu verpassen. Anfangs handelt es sich um Standardtypen wie den Kämpfer oder den Magier, erst im Laufe der Geschichte kommen speziellere Optionen hinzu, beispielsweise der Ninja oder der Barde.

Final Fantasy III (DS) - E3 Trailer
Fans der Serie sollten sich den Trailer zu 'Final Fantasy III' (DS) nicht entgehen lassen.

Jeder Job hat seine Vor- und Nachteile. So kann der Kämpfer die unterschiedlichsten Waffen tragen, aber dafür keinen Zauberspruch aussprechen. Ein Magier hingegen schießt mit den dicksten Feuerbällen um sich, kann dafür aber froh sein, wenn er einen mickrigen Stab zur Verteidigung in den Händen halten darf.

Je weiter ihr in der Geschichte voranschreitet, desto mehr und vor allem ausgefallenere Berufe kommen hinzu. Beispielsweise kann der Gelehrte einen Gegner nach Schwachstellen scannen, während der Dragoon im Kampfgeschehen mit einem Sprung in die Luft eine Runde lang aussetzt und für diese Zeit nicht angreifbar ist.

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