Test - FIFA Street : FIFA Street

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‘Pro Evolution Soccer 4’ zu kompliziert? ‘FIFA 2005’ zu anspruchsvoll? Und Fußballmanager kommen erst gar nicht in die Tüte? Dann dürfte ‘FIFA Street’ genau das Richtige sein. Statt taktischer Finessen und langsamem Spielaufbau geht’s hier ordentlich zur Sache. In Hinterhöfen und Freiplätzen lasst ihr die Bälle wie im Nike-Werbespot fliegen!

Straßenkicker der Welt, vereinigt euch!

Neben den obligatorischen Freundschaftsspielen lockt in 'FIFA Street' vor allem der 'Absolut Street'-Modus. Hier reist ihr mit einem zuvor erstellten Team rund um den Globus und kickt in zehn Metropolen mit den talentiertesten Ballkünstlern überhaupt. Bevor es allerdings auf Reisen geht, bastelt ihr euch wie in einem Baukasten einen eigenen Spieler zusammen, der künftig eure Truppe anführen wird. Mit 2.000 Skillpunkten (so genannten Talentcents) wertet ihr dann die ersten Eigenschaften wie Technik, Schusskraft und Genauigkeit auf.

Damit euer Möchtegern-Superstar aber nicht dauerhaft auf Kreisliga-Niveau herumkrebst, erhaltet ihr für Turniersiege zusätzliche Punkte. Mit ihnen steigert ihr entweder das Können eures Kickers oder wettet mit den ansässigen Clubs. Gewinnt ihr das darauf folgende Spiel, rückt ein Weltklassespieler wie Ronaldinho in euren Kader. Habt ihr euch durch die jeweiligen Wettbewerbe gearbeitet, geht's weiter in die nächste Stadt.

Hacke, Spitze, Tooor

Wie schon in dem kürzlich erschienenen 'NBA Street V3' stehen bei 'FIFA Street' auch die stylischen Tricks und das möglichst gekonnte Austricksen der gegnerischen Spieler im Vordergrund. Per rechtem Analog-Stick zaubern die Spieler Hackentricks, Körpertäuschungen und raffinierte Lupfer auf den rauen Asphalt des Hartplatzes. Für jede mit einem Torschuss abgeschlossene Kombination erhaltet ihr Bonuspunkte. Habt ihr davon ausreichend viele gesammelt, steht euch der Special-Gamebreaker zur Verfügung. Diese Granate ist für den Keeper kaum zu halten und wird mit spektakulären Zeitlupensequenzen und einem qualmenden Ball in Szene gesetzt. Insgesamt fällt das Kombosystem zwar ein wenig spartanischer aus als beim NBA-Pendant, Spaß macht das muntere Austricksen der gegnerischen Verteidiger aber allemal.

Optisch reicht 'FIFA Street' nicht an seinen großen Bruder 'FIFA 2005' heran. Zwar sind die Tricks und Bewegungen der Spieler hervorragend animiert, aber die Gesichter, Frisuren und Körper können qualitativ nicht ganz mit EAs Fußballsimulation mithalten.

Wer tritt, gewinnt!

Trotz aller Tricks und technischen Feinheiten weist das Gameplay einige derbe Schwächen auf. Wie auf Freiplätzen üblich gibt es in 'FIFA Street' leider keine Schiedsrichter. Das bedeutet gelbe und rote Karten, Abseits und sämtliche Arten von Freistößen fallen weg. Das mag zwar den Spielfluss unterstützen, birgt aber einige Frustmomente in sich. Die verteidigenden Mannschaften neigen nämlich dazu, gelegentlich ihren Kasten mit der Holzhammermethode zu verteidigen. Übelste Grätschen von hinten in die Beine verhindern oftmals den erhofften Torerfolg.

Die Konsequenz: Anstatt sich das Leder auf faire Art zu erobern, erwischt man sich immer wieder dabei, wie man die gegnerischen Stürmer kurzerhand mit einer Blutgrätsche umknickt. Gerade in den ansonsten lustigen Mehrspielerduellen arten die Matches daher häufig in eine wilde Treterei ohne Höhepunkte aus.

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