Special - FIFA : Österreichs bester Kicker

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Mirza Jahic, 24, ist österreichischer FIFA-Staatsmeister. Seit drei Jahren ist der Konsolen-Kicker aus Mistelbach (Niederösterreich) bei heimischen Turnieren ungeschlagen. Bei den Drei-Länder-Turnieren (Österreich, Deutschland, Schweiz) der vergangenen Jahre erreichte er meist das Finalspiel. Kurz gesagt: Er ist Österreichs bester FIFA-Kicker. Wie er das geworden ist, wie viele Partien er bereits gespielt hat und warum es bislang noch nicht zur Weltmeisterschaft gereicht hat, erzählt er im Interview mit Gameswelt.at.

Angefangen hat er vor sechs Jahren. „Damals bin ich noch zur Schule, in die HAK, gegangen und habe am PC mit meinen Freunden gezockt“, erzählt Jahic. Schon damals war er immer der Beste. 2010 kaufte er sich eine PlayStation 3 und FIFA 10 und spielte dann „ab und zu“, wie er sagt, auch daheim.

Gameswelt: Gab es mit FIFA eine Initialzündung oder bist du da nur so reingerutscht?

Mirza Jahic: 2011 hab ich mich aus Spaß zur Online-Qualifikation für das Drei-Länder-Turnier Österreich, Deutschland, Schweiz angemeldet. Der Gewinner dieses Turniers fliegt zur Weltmeisterschaft nach Los Angeles. Die Online-Qualifikation habe ich dann gleich direkt gewonnen und war damit beim Turnier in Deutschland unter den besten 40 Spielern. Dort bin ich in der Gruppenphase gut durchgekommen. Im Finale habe ich gegen den damals besten Spieler Deutschlands schon 2:0 geführt – und dann aber noch 2:3 verloren. Das war bitter. Und das machte damals richtig die Runde. Da haben alle darüber gesprochen, dass ich eben schon mit 2:0 geführt und dann doch noch verloren habe.

GW: Pep Guardiola hat einmal gesagt: Aus Niederlagen lernt man mehr als aus Siegen.

MJ: Ich habe daraus gelernt, dass man, wenn man in Führung liegt, diese Führung verwalten sollte. Oft reicht ja schon ein 1:0 aus. Ein 2:0 ist ja schon ziemlich souverän. Aber ich habe bei meinem ersten Turnier damals immer nur angegriffen, wollte noch mehr Tore schießen und bin dann eben gnadenlos ausgekontert worden.

GW: Deine Tipps, die du uns beim FIFA-Presse-Pokal gegeben hast, haben aufmerksame Leser bestimmt schon in ihr Spiel einfließen lassen. Hast du vielleicht noch ein paar?

MJ: Hm. Man sollte auf den Spielaufbau achten und auf den Ballbesitz. Neulinge spielen immer schnelle Attacken. Das funktioniert vielleicht gegen einen schwachen Gegner, aber weiterkommen tut man damit nicht. Mit der Schusstäuschung kann man vor dem Strafraum gut arbeiten. Da ist man schnell am Gegenspieler vorbei.

Man sollte auch immer einen Plan A und Plan B haben. Wenn ich sehe, so komme ich hier nicht durch, gleich auf Plan B umschalten. Man muss lernen zu antizipieren, also vorherzusehen, was der andere machen will. Das ist Übungssache. Und über die Flanken spielen – vor allem mit Real Madrid. Wenn ich sehe, Ronaldo läuft in den 16er, dann flanken, flanken, flanken. Denn der macht das Ding rein. Der ist der beste Spieler.

GW: Und Champions-League-Gewinner Messi?

MJ: Der ist bei FIFA nur klein und schwach.

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