Preview - FIFA 11 : Neuigkeiten aus FIFA-Land!

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EA spricht darüber hinaus auch von einer „organischeren" KI. Das bedeutet, dass die von der CPU gesteuerten Fußballer nun nicht mehr stumpf ihren berechneten Stiefel runterspielen. Vielmehr haben die Entwickler den KI-Kollegen bestimmte Verhaltensmuster für spezielle Situationen auf dem Spielfeld „beigebracht". Als Beispiel wurde eine Sequenz demonstriert, in der Juan Sebastian Veron am 16-Meter-Raum des Gegners eine Drehung vollführt, um sich mehr Platz für einen Torschuss zu schaffen. Bei vorherigen FIFA-Spielen wäre der Mittelfeldspieler aus Argentinien einfach plump bis zum Strafraum gerannt, um dann ohne Finte vor den blockenden Gegnern aufs Tor zu ballern. Bei diesem neuen Spielelement bleibt abzuwarten, wie oft und wie „intelligent" die Spieler am Ende ihre neuen Verhaltensmustern nutzen.

„Das Spielfeld war zu lang für Doppelpässe " (Berti Vogts)

Der Karrieremodus musste sich einer grundlegenden Frischzellenkur unterziehen und wurde komplett neu strukturiert. Laut EA waren in der Vergangenheit vor allem die Hardcore-Fans mit diesem Spielmodus unzufrieden. Bei dem neuen Aufbau habt ihr nun die Wahl, eure Karriere als Spieler, Trainer oder als Spielertrainer zu beginnen. Auch sonst wurde an allen Ecken kräftig gefeilt:

Eine neue Simulationsengine sorgt für realistischere Ergebnisse der von der CPU ermittelten Matchs und die neue Transfer-Engine soll authentischere Wechsel der Spieler garantieren. Dank einer besseren Suchfunktion pickt ihr euch echte Schnäppchen vom Markt und verstärkt euer Team gezielt. Apropos Team: Das gesamte Team-Management wurde ebenfalls überarbeitet und soll nun eine komfortablere Bedienung gewährleisten. Zu guter Letzt wurde dem Karrieremodus eine neue Präsentation spendiert, um das ganze Geschehen auch bei der Maximalspielzeit von 15 Saisons noch unterhaltsam und sehenswert zu machen.

„Ich sage nur ein Wort: Vielen Dank!" (Horst Hrubesch)

Da die Möglichkeiten, selbst kreativ tätig zu werden, bei FIFA 11 noch mannigfaltiger sind, hat EA sogar ein ausgelagertes „Creation Center" entwickelt. Damit ihr mehr Möglichkeiten und Freiheiten habt, müsst ihr eure Spieler oder Teams nicht mehr auf der X360 oder der PS3 basteln, sondern erledigt dies mithilfe einer Applikation auf der Website www.easportsfootball.com. Dort legt ihr Erscheinungsbild, Accessoires und Attribute eures persönliches Topkickers fest. Erstellt ihr ein eigenes Team, bestimmt ihr von der Farbe der Stutzen bis zum Heimstadion jedes Detail individuell.

Das gebastelte Team oder der Spieler aus eurem Frankenstein-Labor wird dann per Download auf eure Konsole übertragen. Dort könnt ihr mit den Eigenkreationen online auflaufen oder an einem der zahlreichen Turniere teilnehmen. Später lassen sich erstellte Teams oder Spieler über das Internet verändern. Sollte euch also im Büro ein Geistesblitz ereilen, wie die perfekte Aufstellung aussehen muss, geht ihr über einen Rechner online und modifiziert euer Team. Zu Hause angekommen, könnt ihr dann gleich mit neuer Formation auf der Konsole loskicken. Laut Producer David Rutter bildet das „Creation Center" die perfekte Ergänzung zu den offiziellen Team- und Ligalizenzen. Sofern man einem Mann im England-Trikot Glauben schenken mag. Das komplette Interview mit David Rutter findet ihr hier.

Fazit

von Jens Quentin
Höhepunkt bei der Hands-on-Session war zweifellos das überarbeitete Zweikampfverhalten der Spieler. Zusammen mit dem neuen Passsystem wird so ein Spielerlebnis geschaffen, das sich nicht mehr hinter der Dynamik, der Realität und dem Abwechslungsreichtum eines PES verstecken muss. Wie sich das realistischere, von den Entwicklern eingeimpfte Verhalten der CPU-Kicker bemerkbar macht, kann man nach der Anspielsitzung noch nicht verbindlich beurteilen. Auf jeden Fall ist EA mit den gezeigten Neuerung einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gegangen: in Richtung Tabellenführung.

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