Test - F1 2002 : F1 2002

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F1 2002
Massenkarambolagen wie diese können durchaus vorkommen.

Mehrspielermodus: Wer ist der wahre Profi?
Selbst für Freunde von ausgeklügelten Multiplayer-Titeln hat 'F1 2002' genügend zu bieten, um bei den Spielern Spaß, vereint mit der richtigen Rennatmosphäre, aufkommen zu lassen. Wollt ihr ein Rennen gegen die Zeit und darüber hinaus noch gegen bis zu 22 Kontrahenten fahren, von denen maximal vier weitere Spieler die Kontrolle übernehmen dürfen, zeigt sich der Modus 'Zeitfahren' als optimaler Event. Das Ganze lässt sich durch Verändern des Wetters und Bestimmen der Kontrahenten sehr gut an die Geschmäcker der Spieler anpassen. Selbst spartanische und altmodische Rennen mit maximal vier Spielern sind durch den 'Geteilter Bildschirm'-Modus möglich. Hier braucht ihr auf keine Regeln oder etwaige Dinge zu achten, gebt Gas und zeigt euren Mitspielern wer der bessere F1-Fahrer ist. Entscheidet ihr euch für eine Fahrt im 'Vorteil'-Modus, dürft ihr vom Strafensystem Gebrauch machen und müsst euch an die angezeigten Flaggen halten oder mit Strafrunden rechnen. Dies sorgt für Spannung und kann unter Umständen ein gewisses Suchtpotential auslösen. Wer eine schnelle und bescheidene Runde mit seinen Kollegen hinlegen will, sollte sich an den 'Letzter Mann'-Modus begeben. Die Regeln sind klar, denn jede Runde scheidet einer der Spieler aus und der, welcher schlussendlich übrig bleibt, ist somit automatisch der Sieger.

Als äußerst gelungene Herausforderung erweist sich der 'Team'-Modus, wofür lediglich vier Fahrer benötigt werden. Jeweils zwei Spieler gehören demselben Team an und sobald der erste Pilot eine Runde abgefahren ist, steigt der Teamkamerad ins Cockpit und fährt die nächste Runde zu Ende. Die Grundidee ist gut umgesetzt worden, wobei es schlussendlich auch hier wieder darauf ankommt, welches der beiden Teams eine bessere Zeit hingelegt hat.

Offizielle Lizenzen
Was einem als erstes auffällt, ist mit Sicherheit die Ansammlung von bekannten Namen der Formel 1. Sämtliche Sternchen des Formel 1-Himmels sind vertreten und warten mit unterschiedlichen Fähigkeiten auf den Spieler, welcher sich auch erst einmal für einen der 23 verfügbaren Fahrer entscheiden muss. Ob ihr nun einen der beiden Schumacher-Brüder wählt oder lieber in die Fußstapfen des Herrn Villeneuve tretet, bleibt euch überlassen, denn jeder Pilot und dessen Bolide haben unterschiedliche Merkmale, so dass man seinen Favoriten erst einmal durch mehrmaliges Erproben auswählen sollte.

F1 2002
Wo vorhin noch die Sonne schien…

Genauso bekannt wie die Fahrer sind natürlich auch deren Wagen. Diese unterscheiden sich nicht nur in den verschiedensten Punkten, wie etwa Aerodynamik oder Bremsen, sondern werden jeweils von anderen offiziellen Autoherstellern entwickelt und gesponsert. Von Ferrari bis hin zu Mercedes sind jegliche Firmen mit ihren Fahrzeugen vertreten und sorgen so bestimmt bei jedem Fan für absolute Euphorie. Daneben hat man damit nicht nur während der Rennen, sondern auch bei der Präsentation für Realismus gesorgt und natürlich auch nicht auf die Sponsorenkleber verzichtet, welche an jedem Wagen originalgetreu angebracht worden sind.

Unfälle und Boxenstopps
Selbst das beste Fahrzeug ist nicht gegen Unfälle gefeit: Seid ihr einmal in einen solchen verwickelt, ist es möglich, dass euch ganze Wagenteile wegfliegen oder dass diese zerfetzt werden. Selbst eure Räder können sich bei ernsthaften Kollisionen von euch verabschieden. Da dies jedoch nur allzu selten passiert, darf aufgeatmet werden. Während der Rennen passieren zwar Unfälle, aber wenn sich der Spieler etwas zurückhält, kann er Motorschäden und anderen schweren Verlusten entgehen. Was ihr jedoch ab und zu machen solltet, ist der heimischen Box einen Besuch abzustatten. Hier wird euer Wagen kurzerhand aufgetankt, es gibt neue Räder und kleinere Schäden werden so gut wie nur möglich behoben.

Habt ihr vor dem Rennen als Rennart die Simulation gewählt, dürft ihr einige Wagensetups vornehmen. So bekommt ihr die Möglichkeit, euren Reifentyp individuell an eure Fahrweise anzupassen. Egal ob hart, weich oder für nasse Beläge, entscheidet was euch am besten liegt und legt fest, welchen Druck die Vorder- und Hinterreifen haben sollen. Auch an der Aerodynamik dürft ihr feilen, die Aufhängung vorne und hinten, sowie die Bremsbalance und Bremsstärke einstellen, so dass ihr bei allen Einstellungen ein gesundes Mittelmass finden solltet.

F1 2002
… regnet es nun in Strömen.

Spektakuläre Grafik und gelungener Sound
Was die Grafik betrifft, so haben sich die Jungs von EA Sports wirklich beachtlich Mühe gegeben, um dem Titel eine gekonnte F1-Atmosphäre zu verschaffen. Fährt man auf bekannten Strecken wie etwa Hockenheim oder Imola, schlägt jedes F1-Herz schneller. Die Darstellung ist wirklich so ausgereift, dass man sich vollkommen auf die Strecke versetzt fühlt und die Umgebung genießen kann. Das sich manchmal ändernde Wetter ist genauso ein optisches wie auch spielerisches Highlight, was die Strecken betrifft. Es ist gut möglich, dass plötzlich während eines Rennens das Wetter umschlägt und es zu regnen anfängt. Geschieht dies, verwandelt sich die Strecke in eine spiegelnde Oberfläche, die nahezu perfekt aussieht und wunderbar in Szene gesetzt wird.

Auch die kleinen Regentropfen, welche auf den Bildschirm niederrieseln – in etwa vergleichbar mit denen aus dem Titel 'Wave Race: Blue Storm' - sind eine nette Spielerei und zeigen den Einfallsreichtum der Entwickler. Gibt man dann noch richtig Gas und rast mit 170 Meilen auf der Geraden, bekommt man einen wahren Geschwindigkeitsrausch zu spüren und erfährt, wie sich ein echter Formel 1-Pilot fühlen muss.

Auch in Sachen Sound wurde nichts außer Acht gelassen. Die typischen 'Brumm-Brumm' Motorengeräusche, wie man sie aus vielen anderen Titeln kennt, wurden in Form aggressiver, triebwerkhafter Geräusche umgesetzt und verleihen dem Spiel noch mehr Realismus. Daneben geben Teammitglieder aus der Box über Funk immer wieder gute Tipps in Form von 'Auf Streckenabschnitt X hat es einen Unfall gegeben, sei vorsichtig!' oder falls sich das Wetter ändert: 'Es fängt an zu regnen und wenn ich mir den Nebel ansehe, dann hört das bestimmt nicht mehr so schnell auf'. Diese Tipps sind allesamt sehr nützlich, gerade weil man oftmals während der Rennen nicht sehr auf das Umfeld achten kann und so alles Wichtige per Funk zugespielt wird.

 

Fazit

von Sacha Röschard
EA Sports F1-Erstling auf GameCube kann sich wahrlich sehen lassen: Die äußerst gelungene Fahrphysik, das Wetterverhalten und die tolle Grafik, sowie die realistisch umgesetzte Akustik überzeugen auf der ganzen Linie. Mit Sicherheit ist der Titel also einer der bisher eindrucksvollsten Formel 1-Titel, den die Videospielgemeinde erblickt hat. Rennspielfans und Formel-1 Freaks sollten sich daher dieses Spektakel nicht entgehen lassen und auch Neulinge kommen auf ihre Kosten.  

Wertung

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    86
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