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Test - Eve Online: Quantum Rise : CCP greift weiter nach den Sternen

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Der Viervölkerstaat wird feucht durchgewischt: Nachdem vor sechs Monaten die Erweiterung Empyrean Age auf die PvP-Meute gehetzt wurde, will Entwickler CCP endlich Industriellen das Haar streicheln. Seit Mitte November tobt sich das Add-on Quantum Rise im Veteranen-Onlinespiel aus, in dem friedlichen Gemütern ein satter Inhaltsbatzen spendiert werden soll. Doch der Schein trügt, tatsächlich packten die Isländer den Vorschlaghammer aus und krempelten EVE Online in allen Bereichen um - in der Industrie am wenigsten. Sorgt die Revolution für frischen Wind?

Endzeitstimmung im PvP-Lager

Industrielle durften sich schon lange nicht mehr über Frischfutter freuen. Seit dem Jump-Frachter plätschern nur sporadisch Minineuerungen in den Wirtschaftszweig. Dann kündigten die Isländer Quantum Rise an, ein Update für die fleißigen Arbeiterbienchen, welche alle anderen Spieler mit Rohstoffen und Ausrüstung versorgen. Abgesehen von einem neuen Capital-Schiff bleibt der Wandel allerdings aus, vielmehr gilt wieder den PvP-Junkies die größte Aufmerksamkeit.

Unter dem Arbeitstitel „Need for Speed" tackert CCP sein liebstes Kind an die Wand und führt grundlegende Änderungen ein. Viele Hobbypiloten wollten sich schon von der Kommandobrücke stürzen, da ihre fahrbaren Untersätze ab sofort deutlich langsamer durch den luftleeren Raum zischen. Niemand wird verschont, alle Völker und Schiffsklassen fallen der Notbremse zum Opfer. Basisgeschwindigkeiten werden heruntergesetzt, selbst der Microwarpdrive (MWD) wirft den virtuellen Anker. Neben dem kastrierten Geschwindigkeitsbonus ist er jetzt anfällig gegen elektronische Störsysteme (Warp Scrambler), bei denen er sogar komplett versagt.

Können sich Schiffe also nicht mehr durch eine hohe Geschwindigkeit vor dem Schaden durch Feinde schützen? Doch, denn CCP drischt zudem auf die Waffen ein. Ihre Treffergenauigkeit nimmt stark ab, große Haubitzen verfehlen die jetzt langsameren und kleineren Schiffe sogar öfters als vorher. Der neue Leitsatz lautet daher: Große Flattermänner treffen kleinere Ziele nicht mehr so gut. Fast unbeeindruckt von der Radikalkur zeigen sich die Amarr. Ihre Laser pulen den Gegner weitaus effektiver aus dem Blech als vergleichbare Geschütze. Sie treffen situationsbedingt sogar winzige Gegner mit voller Wucht. Ebenso gefürchtet ist die Nighthawk. Das Kommandoschiff der Caldari kann dank eines besonderen Raketenbonus tiefe Kerben in jedes noch so putzige Schifflein schnitzen.

Weg mit dem Lag! Oder doch nicht?

Während fünfjährige Erdlinge noch in ihren Kinderschuhen stecken, gehört ein gleich junges Eve Online bereits zum alten Eisen. Inhaltlich ist CCPs Sprössling weit von der Rente entfernt (kaum ein Onlinespiel bietet mehr), technisch (nicht grafisch) hinkt es hingegen deutlich am Krückstock. Schon in leicht größeren Kämpfen stellte sich bisher ein übler Dauerlag ein, ganz zu schweigen von ungenießbar ruckeligen Handelssystemen. Das wollen die Entwickler ändern.

Das Zauberwort lautet StacklessIO. Dieses Tuning der Netzwerke verringert Latenzzeiten und erhöht die Reaktion, was im Endeffekt den Lag vernichten soll. Schlüsselrechner stellten sich auf 64-Bit-Software um, Knotenpunkte wurden verstärkt. Schon vor der Erweiterung zeigten sich erste Erfolge in permanent flüssig fahrenden Handelspunkten (wie Jita), außerdem konnten gigantische Schlachten ohne jeglichen Lag ausgetragen werden. Als populäres Beispiel gilt der jüngste Konflikt zwischen den Allianzen Against All Authorities und CVA in der Providence-Region. Trotzdem kämpft CCP gerade hier mit dem Fehlerteufel.

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