Preview - Enslaved: Odyssey to the West : Beziehung wider Willen

  • PS3
  • X360
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Dafür lohnt es sich dann auch, nicht nur den vorgezeichneten Weg zu gehen, sondern auch auf Pfaden abseits des linearen Spielablaufs zu wandern. Neben der Spielwährung könnt ihr so zum Beispiel Munition, Gesundheitsauffüller und Masken einsammeln. Letztere erzählen in Rückblenden mehr über die Geschehnisse, die der Handlung vorangingen.

Über den Wolken

Im Verlauf der lose auf dem Buch „Journey to the West" basierten Geschichte hangelt ihr euch von Zwischensequenz zu Zwischensequenz, räumt Roboter aus dem Weg, löst Minirätsel oder erkundet einfach nur das Gebiet. Laut Chefdesigner Antoniadis liegt der Anteil bei ungefähr je einem Drittel.

Während des Spiels kann Monkey auf Gadgets von Trip zurückgreifen, um etwa mit einer Roboterlibelle auf dem Feld verteilte Minen auszuspähen. Da die Daten direkt auf sein multifunktionales Stirnband übertragen werden und somit nur für ihn sichtbar sind, nimmt er Trip kurzerhand huckepack, um sie unbeschadet durch das Gebiet zu transportieren. Das ist nur eine von vielen Aktionen, die ihr gemeinsam überstehen müsst. In den Kapiteln, die wir anspielen konnten, galt es zum Beispiel, Trip über tiefe Schluchten oder auf eine höher gelegene Plattform zu schleudern.

Über ein kontextsensitives Kreismenü kann man ihr zudem Befehle erteilen, was leicht von der Hand geht und sich oft darauf beschränkt, sie von A nach B zu schicken. Schade: Ein naheliegender Koop-Modus hat es nicht ins Spiel geschafft. Chefdesigner Antoniadis erklärte uns, Trip sei keine typische Action-Heldin und habe einfach nicht genug Fähigkeiten, um einen solchen Modus zu rechtfertigen.

Aber nicht nur der Rotschopf ist bis an die Zähne mit Technik bewaffnet, auch Monkey holt mit der „Wolke" ein cooles Gadget aus der Tasche. Damit kann er - quasi wie mit einem Hoverboard - über Land und Wasser gleiten und Hindernisse überwinden.

Apropos Technik: Mit den weitläufigen und detaillierten Arealen zaubert Team Ninja eine oft beeindruckende Welt auf den Bildschirm, die in der Preview-Version allerdings noch mit grob aufgelösten und langsam nachladenden Texturen zu kämpfen hatte. Auch die Mimik der Charaktere wirkte bisweilen etwas hölzern. Bis Oktober haben die Entwickler aber noch genügend Zeit, Enslaved: Odyssey to the West den nötigen Feinschliff zu verpassen.

Fazit

Yves Günther - Portraitvon Yves Günther
Obwohl wir nur 3 der 14 Kapitel von Enslaved: Odyssey to the West bei Namco Bandai anspielen durften, machte der Titel bereits einen sehr ordentlichen Eindruck. Klar, eine Innovationsbombe darf man nicht erwarten, aber die tolle Inszenierung und die abwechslungsreichen Levels versprechen Gutes. Bis zur Veröffentlichung im Oktober müssen die Entwickler aber noch mal schwitzen und die vielen Kinderkrankheiten ausmerzen. Gelingt das, steht dem Abenteuer mit Monkey und Trip nichts mehr im Wege.

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