Preview - Empire Earth : Empire Earth

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Empire Earth
Eine Waffenschmiede und ein Kriegsschiff.

Spielerische Vielfalt
In etwa 200 unterschiedliche militärische Mittel und 56 Gebäude stehen euch im Verlaufe des Spiels zur Verfügung. Diese Menge an Möglichkeiten wird euch schon einiges an taktischem Gespür abverlangen, denn schliesslich ist es nicht egal, wo ihr ein bestimmtes Gebäude errichtet: In der Nähe eines Krankenhauses werden zum Beispiel automatisch verletzte Truppen wieder auf Vordermann gebracht.

Auch muss nicht immer mit scharfer Munition geschossen werden, damit euer Gegner in die Knie gezwungen wird. Neben dem schon erwähnten Bau von Weltwundern, die euch auch immer einen speziellen Vorteil bringen, könnt ihr auch eure geistliche Elite in den Kampf werfen: Mittels Propheten könnt ihr sechs verschiedene Naturkatastrophen wie zum Beispiel ein Erdbeben oder einen Vulkanausbruch über eure Konkurrenten hereinbrechen lassen, um ihnen dadurch enorme Verluste zuzufügen. In diesem Zusammenhang solltet ihr allerdings nicht vergessen, dass euer Feind ebenfalls über solche nützlichen Einheiten verfügt und auch euch an den Kragen kann. Um diesem Unheil vorzubeugen, solltet ihr daher mittels Tempelbau immer brav euren Göttern huldigen, damit sie euch vor solchen Katastrophen bewahren. Tut ihr dies nämlich gewissenhaft, beschirmen euch eure Schutzheiligen zwar nicht vor jedem Schaden, helfen aber doch den Grossteil des Übels abzuwenden.

Empire Earth
Seegefecht.

Unterschiedliche Zivilisationen
Als nettes Feature wurde auch daran gedacht, die verschiedenen Völker mit spezifischen Eigenschaften auszustatten, ohne dadurch allerdings die verfügbaren Technologien einzuschränken. Habt ihr euch erst einmal für eine der 12 Zivilisationen entschieden, werdet ihr schnell merken, ob sich eure Kerlchen eher auf die Diplomatie oder das Kriegshandwerk verstehen.

Damit nicht genug, könnt ihr auch Gott spielen und eure eigene Zivilisation schaffen: Mittels Vergabe von 100 speziellen Bonuspunkten könnt ihr dabei die Eigenschaften eures Volkes in bestimmten Bereichen verändern, so dass zum Beispiel Gebäude schneller errichtet werden oder die Reichweite eurer Truppen vergrössert wird. Erfüllt ihr dann noch die Szenarioziele in einer der vier Kampagnen, erhaltet ihr weitere Punkte, mit denen ihr die Eigenschaften eures Volkes verbessern könnt. Die insgesamt 32 Szenarien sollen sich dabei übrigens an historischen Ereignissen orientieren.

Gerade diese Vielfalt an verschieden Zivilisationen und Epochen bietet eine solide Grundlage für nette Mehrspieler-Gefechte über Netzwerk oder Internet: Bis zu 16 Spieler sollen sich spannende Kämpfe liefern können, wobei nur die maximale Einheitenzahl pro Karte begrenzt sein soll. Sobald also ein Mitspieler geschlagen wird, steht wiederum ein grösseres Kontingent für die übrigen Spieler zur Verfügung. Auch der beigefügte Kampagnen-Editor sollte das seinige beitragen, damit der Langzeitspass nicht auf der Strecke bleiben wird.

Empire Earth
Ein Weltwunder, sowie ein zweites im Bau.

Grafik und Sound
Sowohl optisch, als auch fürs Ohr wird einiges geboten: Die Spielcharaktere sind gut gemacht und ordentlich animiert, krachend schlagen Raketen Lücken in die feindlichen Verteidigungsreihen. Ebenfalls ganz ansehnlich sind die zahlreichen Gebäude und das 3D-Gelände, in dem stufenlos heran- oder herausgezoomt werden kann. Geschosse hinterlassen deutliche Spuren in der Landschaft, Explosionen zaubern gelungene Effekte auf den Bildschirm. Besonders gefallen können auch die kleinen Details abseits der Kampfhandlungen, wenn zum Beispiel Adler ihre Kreise ziehen oder Elefanten, Giraffen und Pferde gemächlich übers Spielfeld laufen. Für Abwechslung sollte also gesorgt sein.

 

Fazit

von Ronny Mathieu
'Empire Earth' birgt ein gehöriges Potential mit sich, dessen Möglichkeiten sich in dieser Beta-Version nur erahnen lassen. In keinem anderen Spiel habt ihr die Möglichkeit, das Kommando in derart vielen Epochen mit ihren spezifischen Bewohnern und der zu der jeweiligen Zeit vorhandenen Technik zu übernehmen. So macht es doch eine Menge Spass, wenn ihr zum Beispiel zur Zeit der Renaissance noch Burgen baut, um dann später während der Weltkriege Jagdflieger oder U-Boote ins Gefecht zu schicken. Auch die Grafik kann in diesem Zusammenhang gefallen, da ihr aufgrund der verschiedenen Zeitabschnitte und der sich ändernden Architektur schliesslich immer wieder ein anderes Szenario vor euch habt. Gerade der Mix aus 'Civilization' und 'Age of Empires' in Verbindung mit der deutlichen Ausweitung der Zeitspannung tut dem schon etwas abgenutzten Spielprinzip gut und bringt neuen Wind ins Echtzeit-Genre. Nicht zuletzt dürfte gerade im Mehrspieler-Modus interessant sein, sein taktisches Können gegen menschliche Gegenspieler unter Beweis stellen zu dürfen.

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