Test - Eets : Eets

  • PC
Von Kommentieren

Wenn es mal wieder länger dauert, dann futtert Eets einen Marshmallow: Der kleine weiße Knubbel auf zwei Beinen stolziert blindlings durch die Gegend und ist auf der Suche nach Puzzleteilen. Wir haben uns die knuffige Rätselkost im Test genauer angeschaut.

Solo-Lemming

Wenn es mal wieder länger dauert, dann futtert Eets einen Marshmallow: Der kleine weiße Knubbel auf zwei Beinen stolziert blindlings durch die Gegend und ist auf der Suche nach Puzzleteilen. Doch im Gegensatz zu den ähnlich agierenden Lemmingen verhält sich Eets je nach Gemütszustand etwas anders.

Ist er ängstlich, so traut er sich nicht, am Ende einer Plattform ins Ungewisse zu hüpfen. Dies passiert nur, falls er fröhlich durch die Lande zieht oder gar mit Wut im Bauch voranstürmt – in letzterem Falle springt er auch gleich doppelt so weit. Die Marshmallows sorgen je nach Farbe für die passende Gemütsveränderung, des Weiteren sorgen manche Levels aufgrund ihrer Umgebung für alternative Stimmungswechsel.

Spielerei der Emotionen

Dazu ein Beispiel: In Höhlen ist es zappenduster, zumindest dort wo keine Glühbirnen für Licht sorgen. Wenn Eets zu lange im Dunkeln tappt, bekommt er es automatisch mit der Angst zu tun. Zusätzlich kann er aufgrund des eingeschränkten Sehvermögens das Ende von Plattformen nicht mehr orten und plumpst so oder so senkrecht hinter der Plattform den Abgrund nach unten.

Doch wie genau funktioniert das Spiel ´Eets´ überhaupt? Klare Antwort: Wie eine Mischung aus ´Lemmings´ und ´The Incredible Machine´. In jedem der 120 Levels seht ihr Eets, ein Puzzleteil und diverse Objekte. Am unteren Bildschirmrand stehen weitere Gegenstände zur Verfügung, welche ihr in der Umgebung platziert. Seid ihr davon überzeugt, einen funktionierenden Versuchsverlauf gebastelt zu haben, drückt ihr auf den Losknopf.

Jetzt fängt Eets an sich zu bewegen, jedoch kann sich der Spieler noch nicht ausruhen. Manche Dinge dürfen nämlich erst manipuliert oder eingesetzt werden, wenn Eets losmarschiert ist. Beispielsweise gibt es einen Wal, der unseren Freund einsaugt und quer durch den Bildschirm spuckt.

Puzzle-Design und Comic-Look

Die Rätsel sind im Großen und Ganzen gut designt, auch wenn wir uns eine bessere Balance gewünscht hätten. Das Manko vieler Denkspiele trifft leider auch auf ´Eets´ zu: Zuerst ist das Spiel zu leicht und im letzteren Drittel eher zu schwer. Ebenfalls etwas unglücklich ist das Verhältnis zwischen Level- und Objektgrößen: Ein Rätsel geht niemals über einen Bildschirm hinaus, gleichzeitig lassen viele Gegenstände aufgrund ihres Umfangs nur wenig Freiraum für richtig komplexe Puzzles übrig.

Die Präsentation ist eindeutig zweigeteilt: Auf der einen Seite gefällt das Spiel aufgrund einer liebevoll gezeichneten Comic-Grafik, welche mit passenden Animationen glänzt. Auf der anderen Seite nerven die wenigen Musikstücke recht schnell und auch die Toneffekte wirken allenfalls zweckmäßig.

Bedienungstechnisch können wir uns kaum beschweren, nur ein paar Kleinigkeiten stören, wie z. B. dass das Drücken des Startknopfes häufig verschluckt wird oder dass die knapp bemessene Leiste mit den zur Verfügung stehenden Objekten in höheren Levels für wenig Übersicht sorgt. Ein Rätseleditor rundet das Spiel ab, auch wenn er aufgrund der vorgegebenen Plattformgrößen und -formen etwas eingeschränkt ist.

Fazit

Andreas Altenheimer - Portraitvon Andreas Altenheimer
Sicherlich kein Kandidat für einen Spiel-Oscar, aber ganz klar eines der besseren Independent-Produkte. ´Eets´ macht Spaß und sieht obendrein knuffig aus – Freunde von alten Denkspielen und niedlicher Präsentation schlagen blind zu.

Überblick

Pro

  • charmanter Mix aus ´Lemmings´ und ´Incredible Machine´
  • hübsche Comic-Grafik
  • einfache Steuerung

Contra

  • nervige Musik
  • Rätsel entweder zu leicht oder zu schwer
  • Levels nur einen Bildschirm groß

Wertung

  • PC
    78
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel