Test - Dungeons 2 : Mit der Hand des Bösen

  • PC
Von Kommentieren

Erst vor wenigen Wochen durften wir zuletzt einen ausführlichen Blick auf die Preview-Version von Dungeons 2 werfen. Jetzt haben wir uns die finale Version geschnappt und dem unglaublich Bösen erneut einen Besuch abgestattet.

Schon in der Vorschauversion konnten wir uns davon überzeugen, dass es im Untergrund nicht langweilig sein muss. Entwickler Realmforge Studios hat das Konzept des Vorgängers Dungeons über den Haufen geworfen und nähert sich ein wenig mehr dem Original Dungeon Keeper an. In Dungeons war es noch eure wichtigste Aufgabe, Helden in euren Dungeon zu locken, um sie anschließend zu fangen und sie, nachdem ihr sie gemästet hattet, auszusaugen. Hierdurch gelangte das Böse an neue Kraft. Jedoch war das Spielkonzept nicht sonderlich spannend. In Dungeons 2 ist alles anders. Alles? Fast!

Dungeon-Bau und mehr

Natürlich baut ihr auch diesmal wieder im Untergrund eure Basis, denn das unsagbar Böse ist zurückgekehrt. Zumindest fast, aber immerhin seine Hand kann es bereits bewegen. Nicht ganz ohne Hilfe, aber dafür seid ihr ja nun da. Daher übernehmt ihr die Kontrolle über die Hand des Bösen und baut euren Dungeon, um Kreaturen anzulocken. Dabei sind in erster Linie die Schnodderlinge für das Bauen des Dungeons zuständig. Kleine grüne Helfer, die Räume ausschachten, Gold sammeln und beispielsweise Bier brauen. Ihr habt ja nur eine Hand, die wollt ihr euch doch sicher nicht mit dem Buddeln von Gängen schmutzig machen, oder?

Zu mehr sind Schnodderlinge aber nicht zu gebrauchen. Sehen sie einen Feind, der in den Dungeon eindringt, nehmen sie ratzfatz die Beine in die Hand und suchen das Weite. Daher ist es nötig, Räume anzulegen, um in eurem Dungeon weitere Kreaturen anzusiedeln, die ein wenig mehr Kampfeslust verspüren. Orks könnt ihr einfach im Herz des Dungeons per Klick kaufen. Aber nicht so viele, wie ihr wollt, es gibt immer ein Maximum an möglichen Dungeon-Bewohnern. Dieses könnt ihr im späteren Spielverlauf durch Forschung erhöhen. Spielt ihr die Kampagne, kommen andere Kreaturen nicht etwa mit Reisebussen in eurem Dungeon an, sondern ihr müsst sie anwerben.

Indirekt zumindest, denn die Abschnitte der Story führen euch unweigerlich zu Goblins, Nagas und anderem Getier, das sich euch willig anschließt. Ist dies geschehen, werden in der Regel auch neue Räume zu denen hinzugefügt, die ihr bauen könnt. Sehr viele gibt es nicht, die vorhandenen reichen trotzdem vollkommen aus, um den Dungeon abwechslungsreich zu gestalten. Der wohl größte Vorteil bei Dungeons 2 ist, dass ihr die Räume sehr frei gestalten dürft, zumindest was deren Anordnung anbelangt. Statt einen kompletten Raum in fester Größe zu setzen, platziert ihr Quadrat für Quadrat, um den Raum zu erweitern. Natürlich nur in Gebieten, die eure Schnodderlinge zuvor ausgehoben haben.

Dungeons 2 - Short Trailer
Hier gibt es einen kurzen Trailer zum PC-Sequel Dungeons 2 für euch.

Freie Raumgröße

Habt ihr gerade wenig Gold, eure Einheiten sind jedoch angeschlagen und ihr müsst zum Beispiel dringend ein Lazarett bauen, platziert ihr erst mal nur wenige Felder des Raumes. Auf diese stellt ihr ein Krankenbett und schon können eure Verwundeten geheilt werden. Ausweiten könnt ihr das Lazarett, wenn euer Goldvorrat es zulässt. Für andere Einrichtungen, die ihr in den Räumen platzieren könnt, benötigt ihr jedoch mehr Platz. Wollt ihr beispielsweise an der Oberwelt gefallene Kreaturen in eurem Dungeon wiederbeleben, so kommt ihr nicht um einen Defi-Bri-Mat herum. Den müsst ihr erst erforschen und benötigt dann ein Lazarett, das mindestens 3 x 3 Felder groß ist. Diese Fläche schluckt die Aufwertung nämlich. Bei anderen Räumen ist es ähnlich, so benötigt die Höllenschmiede eine gewisse Grundfläche und auch der Kessel in der Brauerei.

Ihr könnt die Räume dann zum Beispiel nur um ein Quadrat erweitern, um weitere Bierfässer oder Werkzeugkisten zu stapeln. Gleiches gilt für die Schatzkammer, die ihr Feld für Feld ausbauen könnt, um mehr Gold einzulagern. Somit bleibt es weitgehend euch überlassen, wie ihr euren Dungeon gestaltet. Ferner habt ihr die Möglichkeit, Räume zu verbessern. Forscht einfach, um beispielsweise die Lagermenge von Gold pro Quadrat zu erhöhen. So könnt ihr auch mehr Werkzeugkisten auf gleicher Fläche stapeln oder das Bierbrauen beschleunigen. Um es euch nicht zu leicht zu machen, gibt es aber auch Einschränkungen, an die ihr euch halten müsst. Ihr unterliegt immer einer maximalen Bevölkerungsgrenze.