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Test - DTM Race Driver : DTM Race Driver

  • PS2
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DTM Race Driver
Sekunden vor dem Start, der Puls rast.
Kurz vor dem Start
Bei den Rennen selbst bekommt ihr einiges geboten. Codemasters hat sich passend zum Spiel die entsprechenden Lizenzen besorgt, so dass ihr unter anderem in den Genuss von satten 42 Renn-Boliden kommt, die alle authentisch sind. Gleichermaßen an die Originale angelehnt sind die 38 Strecken wie Hockenheim oder Bristol, sowie die insgesamt 13 Meisterschaften, bei denen die DTM natürlich nicht fehlt.

Bevor es jedoch ins Rennen geht, ist etwas Arbeit gefragt. So könnt ihr euch zunächst die Startpositionen, Rundenzahlen und Boxenstopps anschauen und euch ein Bild von der Strecke machen. Viel wichtiger ist jedoch das Tuning des Wagens, für das zahlreiche Einstellungen zur Verfügung stehen, von der Getriebeübersetzung über Federung und Andruck bis hin zu Bremsen und Reifen. Die Einstellungen machen sich auch im Rennen stark bemerkbar, nicht zuletzt weil sich alle Wagen unterschiedlich fahren und ihre Stärken und Schwächen haben, aber auch die Strecken mit stark unterschiedlichen Features glänzen, vom Rundkurs bis hin zu hügeligen und kurvigen Asphaltstrecken. Für euer Setup habt ihr nicht nur alle Zeit der Welt, ihr könnt es auch so oft ihr wollt in Testfahrten auf der Rennstrecke auf die Probe stellen.

DTM Race Driver
Boxenstopp, bei mehr als fünf Runden Vorschrift.

Auf in den Kampf!
Letzteres tut auch durchaus Not, denn nicht nur die Strecken stellen euer Können auf eine harte Probe, sondern auch die Fahrer-KI der bis zu 13 Gegner. Codemasters hat jedem Widersacher eine eigene Fahrer-KI spendiert. Das Ergebnis sind aggressive Konkurrenten, die nicht nur auf der Ideallinie fahren, sondern sich auch mal Fahrfehler leisten und im Kiesbett landen. Dafür gehen die Jungs hart zur Sache und schrecken nicht davor zurück, euch in einem unvorsichtigen Moment mit einem harten Rempler von der Strecke zu schubsen. Das bei all dem Gedrängel auch mal der Wagen in Mitleidenschaft gezogen wird, ist kein Wunder. Das Schadensmodell wird grafisch aufwendig in Szene gesetzt, nicht nur sind Schäden an den Fahrzeugen gut zu erkennen, auch fliegen immer wieder Autoteile durch die Gegend, die sogar stilgerecht für den Rest des Rennens auf der Piste liegen bleiben. Auf die Fahreigenschaften wirken sich die Schäden allerdings nur bedingt spürbar aus – in der Profistufe stärker als in den anfänglichen Rennen. Die Kisten können eine Menge einstecken und es gehört schon einiges dazu, bis ihr wirklich eine Veränderung im Fahrverhalten bemerkt. Da ist es durchaus möglich, ein Rennen auf nur drei Rädern zu Ende zu fahren. Bitterer sind da schon Schäden an der Lenkung, bei denen ihr es kaum um die nächste Kurve schafft.

DTM Race Driver
In der Werkstatt trefft ihr die Vorbereitungen.

Während es an der Soundkulisse nichts zu bemängeln gibt – Motorengeräusche, Zuschauerjubel und knirschendes Blech sind vorhanden und klingen gut - hinterlässt die Grafik einen zweischneidigen Eindruck. So werden die Fahrzeuge und auch das Schadensmodell gut und detailliert rübergebracht und auch die Zwischensequenzen sind sehenswert. Jedoch wirken die Strecken selbst oft detailarm und hier und da poppen Objekte am Horizont unschön auf.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Codemasters hat wieder einmal ein erstklassiges Rennspiel hingelegt. Das Fahrmodell der Boliden ist enorm gelungen und vor allem auch nachvollziehbar, die Einstell-Optionen sinnvoll und mit spürbaren Auswirkungen. Auch der Story-Modus ist eine exzellente und motivierende Idee, wenn auch leider nicht ganz konsequent umgesetzt und von der Story her etwas zu dünn geraten. Die optische Umsetzung, vor allem auch des Schadensmodells, ist gelungen, wenn auch leider bei der reinen Streckengrafik etwas enttäuschend. Schade nur, dass das Schadensmodell an sich etwas zu gutmütig geraten ist, was aber dafür durch die sehr gute und aggressiv fahrende KI der Gegner wieder mehr als nur ausgeglichen wird. Alles in allem ein Titel, der in das Regal jedes Spielers gehört, der ein Herz für den Rennsport hat.  

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