Special - Nintendo DS Lite : Nintendos neuer Handheld.

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Der Hauptgrund für viele Käufer aber, zum DS Lite zu greifen, dürften wohl die beiden Bildschirme sein: Anders als im Original gibt es in der neuen Fassung vier verschiedene Helligkeitsstufen, wobei die Leuchtkraft des "alten" Geräts gerade mal mit Stufe zwei des Lite-Modells vergleichbar ist. Im Klartext bedeutet dies, dass ihr die beiden Screens nun viel heller einstellen könnt, wobei die Farben kräftiger erscheinen, der Kontrast zugelegt hat und das Spielgeschehen besser zu erkennen ist. Nutzt ihr Helligkeitsstufe drei, hält der Akku übrigens trotzdem noch gleich lange wie in der alten Version, nur in der fast schon zu hellen Stufe vier müsst ihr mit weniger Spielzeit auskommen.

Apropos Akku: Nach wie vor punktet der DS Lite mit einer tollen Akkulaufzeit von durchschnittlich acht bis zehn Stunden – ein deutliches Plus im Vergleich zu Sonys PSP und ein wichtiger Faktor für einen Handheld. Darüber hinaus ist der Akku nach wie vor leicht austauschbar, falls er mal den Geist aufgeben sollte.

Im Vergleich zum Original-DS gibt es noch weitere positive Veränderungen: Der Stylus wird nun seitlich in das Gerät eingesteckt und liegt deutlich angenehmer in der Hand – dies liegt primär daran, dass der Touchscreen-Stift einen Millimeter dicker im Durchmesser und einen Zentimeter länger ist. Ebenfalls etwas überarbeitet wurde das Mikro, das nun an einer etwas günstigeren Position im Gehäuse angebracht ist. Ob der DS Lite oder der alte DS angenehmer in der Hand liegt, ist Geschmackssache – auf jeden Fall wirkt der DS aber aufgrund des ergonomischeren Designs und des verringerten Volumens sowie des geringeren Gewichts weniger anstrengend zu halten, zumal man die Position des Geräts wegen des vorteilhafteren Blickwinkels der beiden Bildschirme nicht mehr so oft nachjustieren muss.

Ein weiterer Pluspunkt: Der GBA-Slot ist nun durch eine Abdeckung geschützt. Aufgrund des verringerten Umfangs schaut nun allerdings der Rand eines GBA-Moduls aus dem Handheld heraus, was aber nicht weiter stört.

Komm auch du – greif zu?

Eines ist klar: Hat man mal den DS Lite in der Hand gehalten, möchte man vor allem wegen der deutlich besseren Bildschirme nicht mehr zum alten Modell zurück. Auch das hübschere Design, das bessere Handling und die Handheld-freundlicheren Maße sprechen klar für den DS Lite. Allerdings hat das fast makellose neue Modell so seinen Preis: Ihr müsst für den DS Lite stolze 149.99 Euro (249 CHF) auf den Verkaufstresen blättern, also zurzeit rund 30 Euro mehr als für das Vorgängermodell. Ob man zur Lite-Variante greifen soll, wenn man schon das "alte" Modell besitzt, muss aber jeder für sich entscheiden.

Außerdem empfiehlt es sich, den Händler mit Bedacht auszuwählen, weil nun mal auch beim DS Lite das eine oder andere unbefriedigende Exemplar im Umlauf ist – wir hatten zum Beispiel schon DS-Lite-Exemplare mit toten Pixeln oder einem verschobenen Bild in den Händen. Ein Manko des Vorgängers wurde darüber hinaus nicht verbessert: Nach wie vor spiegeln die beiden Bildschirme recht stark und sind bei strahlendem Sonnenschein nur bedingt nutzbar. Insgesamt macht die Verarbeitung des DS Lite aber eine gute Figur.

Die Buttons sind griffig und haben einen ordentlichen Druckpunkt und auch die Schultertasten gehen in Ordnung. Dem Package liegen neben dem Gerät ein Stromadapter (nicht kompatibel zum "alten" DS), ein Ersatz-Stylus und die Anleitung bei – ein Demo-Modul sucht man vergebens. Ebenfalls nicht mehr vorhanden ist die DS-Handschlaufe mit der mäßig beliebten Touchscreen-Fingerkuppe. Kaufwillige Spieler können beim DS Lite ab dem 23. Juni 2006 zuschlagen, denn an dem Termin erscheint der DS Lite in den beiden Modellen (schwarz oder weiß) offiziell in Europa.

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