Test - DriveClub : Die Perfektion?

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Der Entwickler Evolution Studios kennt sich mit Rennspielen aus. Schon auf der PlayStation 3 produzierte er die Motorstorm-Serie, die sich angenehm vom Rest der Genre-Konkurrenz abhob und schmutzige Offroad-Action zelebrierte. Nun stampft Evolution nach monatelanger Verschiebung mit Driveclub eine neue Marke aus dem Boden. Eigentlich sollte das Spiel zum Verkaufsstart der PlayStation 4 erscheinen. Hat die zusätzliche Zeit dem Spiel gutgetan? Und bekommen PS4-Besitzer das ultimative Racer-Erlebnis?

DriveClub ist ziemlich verlockend. Schöne Autos warten darauf, von euch über malerische Pisten gejagt zu werden. Aber DriveClub macht auch einiges anders, zumindest im Vergleich zur aktuellen Konkurrenz in Form von Forza Horizon 2 oder The Crew. Beide Spiele mit dem exklusiv für die PS4 erscheinenden Rennspiel zu vergleichen wäre nicht fair. Schließlich verzichteten die Entwickler der Evolution Studios auf eine offene Spielwelt, stattdessen bieten sie mit Schottland, Chile, Norwegen, Kanada und Indien fünf überaus abwechslungsreiche Regionen an.

Mal braust ihr auf Straßen, die von schneebedeckten Bergen umringt sind, mal rast ihr durch staubtrockene Wüsten oder schlängelt euch durch kurvige Gebiete des indischen Regenwalds. Zwar lassen euch die Entwickler zu keiner Zeit aus dem Straßenkorsett ausbrechen, dafür statteten sie jede Strecke mit vielen schicken Details aus. Es gibt auch die obligatorischen Abschnitte auf Rennstrecken, die etwas fader daherkommen, doch zusammen mit der fabelhaften Lichtstimmung macht DriveClub an jedem Schauplatz eine prächtige Figur.

Ihr dürft einstellen, wie schnell der Tag-und-Nacht-Wechsel ablaufen und wie stürmisch das Wetter sein soll. Dabei steckt das Wettersystem noch in den Kinderschuhen. Erst mit einem kostenlosen Update nach dem Release dürft ihr euch auch mit Regen und Schneefall herumschlagen. Ihr bestimmt aber auch, wie viele Menschen an der Straßenseite stehen und jubeln.

DriveClub - Power Of PS4 Trailer
Der neue Trailer zu DriveClub zeigt die Power der PS4!

Puristischer Fahrspaß

So schön DriveClub auch ist, so traditionell wirkt das spielerische Gerüst auf den ersten Blick. Neben anpassbaren Einzelveranstaltungen wartet die Tour auf euch, in der ihr an verschiedenen Wettrennen teilnehmt. Am Anfang müsst ihr in Kompaktsportwagen Platz nehmen, doch mit der Zeit und der Erfüllung verschiedener Herausforderungen kämpft ihr euch immer weiter nach oben und schaltet so auch flottere Rennkisten frei. Das Prinzip bleibt aber stets gleich: Ihr schreibt euch für eine Veranstaltung ein. Meistens besteht diese aus einem Rennen, manchmal aus zwei und selten auch mal aus drei.

Für etwas Abwechslung sorgen Drift-Disziplinen oder Zeitrennen, gelegentliche Würze bringen zudem die bereits erwähnten Herausforderungen. Hier müsst ihr auf bestimmten Abschnitten des Parcours Aufgaben erfüllen. Ihr erzielt eine bestimmte Durchschnittsgeschwindigkeit und legt einen amtlichen Slide hin, um den vorgegebenen Punkterekord zu schlagen. Dieses Element revolutioniert zwar nicht die Art und Weise, wie das Rennspielgenre funktioniert, ist aber nett.

Auf der Suche nach der Ideallinie

Die Aufmachung wirkt leider ziemlich spartanisch. Es muss ja nicht immer eine offene Spielwelt sein, aber ein bisschen mehr Hingabe, vor allem in den kachelartigen Menüs, wäre nett gewesen. Es gibt keine Einführung und abgesehen von einem kleinen Bild gibt es auch keine Informationen darüber, an was für einer Rennserie man gerade teilnimmt. Das ist auch nicht weiter wild, denn meistens dauern diese Events nur wenige Minuten. Und warum, zum Teufel, gibt es keine Muscle-Cars? Der Fuhrpark besteht ausschließlich aus Rennschlitten, die man aus so ziemlich jedem anderen Racer kennt. Ein paar japanische Driftkutschen wären ebenfalls nett gewesen.

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