Test - Dreamfall : Dreamfall

  • PC
  • Xbox
Von Kommentieren

Seit rund zwei Jahren arbeitet der französische Entwickler Funcom an 'Dreamfall', dem offiziellen Nachfolger des hervorragenden Adventures 'The Longest Journey'. Auf der diesjährigen E3 in Los Angeles war es nun endlich soweit und der viel versprechende Titel konnte uns in einer weit fortgeschrittenen Version erstmals präsentiert werden.

'Dreamfall' beginnt dort, wo der Vorgänger aufgehört hat. Ihr schaut zwar der Protagonistin des Vorgängers, April Ryan, noch das ein oder andere mal über die Schultern, übernehmt aber primär den Part einer jungen Frau namens Zoe Casteo. Diese wird zu Beginn des Spiels immer wieder von mysteriösen Visionen geplagt, deren genauen Ursprung sie anfangs nicht ergründen kann. Erst als ein enger Freund auf unerklärliche Art und Weise verschwindet, wird Zoe bewusst, dass ihre Phantasien auf irgendeine Art und Weise eng mit der Wirklichkeit zusammenhängen.

Weitere Details zur Hintergrundgeschichte wollten sich die Entwickler zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht entlocken lassen. Nur soviel: Die Story ist eng mit den Ereignissen aus 'The Longest Journey' verknüpft und enthält auch zahlreiche Anspielungen auf den ersten Teil der Serie. So ist etwa in einer von Zoes Visionen auch das Apartment Nummer 501 zu sehen – April Ryans Wohnung im Vorgänger. Getreu dem Motto der Serie präsentiert sich 'Dreamfall' als sehr atmosphärischer Titel, der mit einer starken Hintergrundgeschichte punkten möchte. Die Story wird durch Cutscenes, die in der In-Game-Grafik präsentiert werden, vorangetrieben und die gezeigten Storyschnipsel sowie die Einleitung, über die wir aus Spannungsgründen noch nichts verraten wollen, haben es bereits ordentlich in sich.

Auf eurer Reise werdet ihr zahlreiche unterschiedliche Locations besuchen und dabei quer über den gesamten Globus reisen. Auf der Präsentation konnten wir dabei unter anderem Ausschnitte aus Levels begutachten, die in Nordamerika und Venedig spielen. Auch Ortschaften, die dem ein oder anderen Spieler noch aus dem Vorgänger bekannt vorkommen, werdet ihr erneut bereisen. Diese haben sich bisweilen allerdings nahezu bis zur Unkenntlichkeit verändert. Setting und Story des Spiels machen's nötig. Was bisher an Levels gezeigt wurde, macht allerdings schon einmal Lust auf mehr. Die Spielumgebung ist ansprechend gestaltet und viele kleine Einzelheiten zeugen von der Liebe zum Detail, die in das Projekt gesteckt wird.

Gesteuert wird 'Dreamfall' übrigens mit einem Controller oder der Maus. Entgegen bisherigen Ankündigen hat sich Funcom nun doch dazu entschlossen, der PC-Version vollen Controller-Support zu spendieren. Interessanter Nebeneffekt: Die Wahl des Steuergeräts wirkt sich direkt auf das Gameplay des Spiels aus. Steuert ihr 'Dreamfall' mit dem Schreibtischnager, nimmt euch das Programm während der zahlreichen Kämpfe, die aus Zeitgründen nicht gezeigt werden konnten, einen Teil der Arbeit ab und übernimmt beispielsweise die Verteidigungsaktionen automatisch. Benutzt ihr hingegen ein Gamepad, dürft ihr nicht nur diese Aufgabe selbst übernehmen, sondern könnt zudem noch zusätzliche Angriffsmoves und –combos ausführen.

Die wichtigste Neuerung im Vergleich zum erfolgreichen Vorgänger ist jedoch das so genannte 'Focus-Field'. Hiermit läßt sich immer ein gewisser Ausschnitt der Spielumgebung in das Gesichtsfeld der Spielfigur lenken und somit genauer untersuchen. Ist ein Objekt auffällig oder für eines der zahlreichen Rätsel von Interesse, leuchtet es auf und kann benutzt, untersucht oder kombiniert werden. Damit soll eine Art Brücke zwischen klassischen 2D- und modernen 3D-Adventures geschaffen werden, so das Kalkül der Entwickler. Von den Rätseln selbst war leider noch relativ wenig zu sehen. Funcom verspricht aber neben den zahlreichen Logikrätseln auch das ein oder andere Mini-Spiel.

'Dreamfall' macht zum jetzigen Zeitpunkt bereits einen sehr guten Eindruck und soll im Spätherbst dieses Jahres zeitgleich für Xbox und PC erscheinen.

Fazit

von Michael Beer
Nicht schlecht, Funcom. Was von 'Dreamfall' gezeigt wurde, macht einen durchweg guten Eindruck. Die Story ist mysteriös, spannend und durchdacht, die Spielumgebung sieht klasse aus und das Focus-Field ist eine sinnvolle Neuerung. Wenn die Rätsel auch stimmen, reicht das Potential auf jeden Fall für einen echten Top-Titel.

Wertung

  • PC
    85
    %
  • Xbox
    85
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel