Test - Donkey Konga 2 : Donkey Konga 2

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Passend zur warmen Sommerzeit lädt Nintendo erneut zu heißen Trommel-Sounds vor dem GameCube. Wir haben uns die Bongo-Controller geschnappt und überprüft, ob ’Donkey Konga 2’ mit dem gelungenen Vorgänger mithalten kann.

Dieter Thomas Kong

Im Fernseher moderiert Dieter Thomas Heck ein Schlager-Vollplayback an, bei Top of the Pops ist bloß das zu hören, was man eh vom Radio her schon auswendig kennt, der MP3-Player ist auf Akku-Entzug und die Kumpels sind alle beim Blockflötenunterricht? Dann ist es Zeit, die Bongo-Controller aus dem Schrank zu nehmen und ’Donkey Konga 2’ in den GameCube zu legen. Wer bereits ’Donkey Konga’ gespielt hat, kommt im Nachfolger sofort zurecht. Das Spielprinzip ist genau dasselbe geblieben: Ihr seht eine Musikspur auf dem Bildschirm von rechts nach links durch das Bild laufen und müsst im richtigen Moment durch die angezeigten Kreis-Symbole die beiden Trommeln am Bongo-Controller betätigen. Ein rotes Symbol bedeutet, dass ihr die rechte Trommel betätigen müsst, ein gelbes Icon verweist auf die linke Trommel, bei einem rosa Zeichen müsst ihr beide Trommeln betätigen und bei einem blauen Symbol sollt ihr in die Hände klatschen, was vom Bongo-Mikrophon erkannt wird. Natürlich könnt ihr ’Donkey Konga 2’ auch über ein Joypad spielen, dabei geht aber sehr viel Spielspaß flöten.

Trommel-Marathon gefällig?

Das Spielprinzip klingt einfach, dies ist es aber nur bedingt, schließlich sollt ihr stets im richtigen Takt trommeln und möglichst keine Fehler machen. Dadurch erhöht sich die Combo-Anzeige, wodurch ihr am Ende des Songs eine möglichst gute Wertung einheimsen könnt. So verdient ihr euch wertvolle Münzen, die ihr in allerlei Goodies investieren könnt. Insgesamt sechs Spielmodi laden zur Trommelei ein, so zeigt ihr unter anderem in einem Marathon-Modus, einem Training und einer Improvisationsvariante euer Können. Wie schon im Erstling warten außerdem einige Mini-Spiele auf euch, welche das Spielgeschehen ein wenig auflockern.

Von Boombastic bis Wilhelm Tell

Am interessantesten ist aber natürlich die Musikauswahl, die Nintendo erneut ganz gut geglückt ist. Neben aktuellen Hits finden sich auch einige Evergreens auf der Scheibe, außerdem dürft ihr zu Klassik-Stücken, Videospiel-Ohrwürmern und Latin-Oldies trommeln. Mit dabei sind unter anderem ’Boombastic’, ’Breakfast at Tiffany’s’, ’I’m a Slave 4 U’, ’Losing my Religion’, ’Runaway Train’, ’Sidewalks’, ’That’s the Way (I like it)’, ’La Bamba’, ’Wilhelm Tell Ouvertüre’, ’Nussknacker-Suite’ und die ‘Pokémon’-Titelmusik. Insgesamt über 30 Songs sind vorhanden. Diese sind allerdings nicht im Original vertreten, sondern wurden von unbekannten Künstlern neu aufgenommen. Passend zum Bongo-Thema wurden die Stücke fröhlicher und feuriger inszeniert. Leider lassen sich wie schon bei ’Donkey Konga’ keine Extra-Songs freispielen, was die Motivation im Einzelspieler-Modus etwas dämpft. Des Weiteren dürften Musikspiel-Experten selbst auf den hohen Schwierigkeitsstufen nach einigen Trainingsstunden leicht unterfordert sein. Umso mehr Laune kommt dagegen bei einer Multiplayer-Session für bis zu vier Spieler auf - vorausgesetzt, ihr habt genügend Bongos zur Hand. Technisch gibt sich ’Donkey Konga 2’ etwas bieder. Immerhin bekommt ihr im Vergleich zum ersten Teil etwas aufwändigere Hintergründe geboten. Aber die Optik ist bei einem Musikspiel ja eh zweitrangig.

Fazit

von David Stöckli
Mir haben die neu arrangierten Songs des ersten Teils zwar etwas besser gefallen, trotzdem ist ’Donkey Konga 2’ ein herrlich fröhliches und unterhaltsames Spiel, das vor allem Genre-Neulingen und Party-Fans wärmstens ans Herz gelegt werden kann.

Wertung

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