Preview - Divine Divinity : Divine Divinity

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'Diablo 2' erfreut sich unter den Action-Rollenspielern nach wie vor größter Beliebtheit, und so ist es nicht verwunderlich, dass andere Spiele dieses Spielkonzept kopieren. Auch bei 'Divine Divinity' wurde in Sachen Gameplay kräftig abgekupfert, aber im Gegensatz zum Vorbild haben sich die Larian Studios bei ihrem Schützling nicht auf den Multiplayer-, sondern auf den Singleplayermodus konzentriert. Daraus resultiert, dass 'Divine Divinity' zwar keine Mehrspieleroption besitzt, dafür aber eine ausgeprägte Storyline und eine große Spielwelt zu bieten hat. Wer also an 'Diablo 2' Gefallen gefunden hat und nun ein ähnliches Spiel mit einer ansprechenden Geschichte sucht, der sollte jetzt die Ohren spitzen.

Divine Divinity
Der Spieler erwacht im Haus eines Heilers.

Die Story
Zu Beginn erwacht unser Held in der Hütte eines Heilers und muss erkennen, dass er sein Gedächtnis verloren hat. Klingt nicht neu? Ist es auch nicht, aber es braucht nicht unbedingt neuartige Ideen, um eine interessante Storyline zu stricken. Nachdem der Spieler einige kleine Aufgaben in dem Dorf der Heiler erledigt hat, sieht er sich bald größeren Problemen gegenüber. Da wären zunächst die Orks, die plündernd durch das Land ziehen und sich offensichtlich auf einen Angriff vorbereiten. Eine naheliegende Ortschaft leidet unter einer unbekannten Krankheit. Der alte Herzog ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen, und nun herrscht sein Sohn, mit dem auch etwas nicht in Ordnung ist. Eigentlich ein zwölfjähriger Junge, erscheint er nach außen hin durch sein Tun und Reden wie ein längst erwachsener Mann, und ein grausamer und gieriger Herrscher ist er obendrein.

Neben alledem muss sich der Spieler auch noch mit seiner eigenen Person auseinandersetzen. Schon bald wird ihm offenbart, dass er einer von drei 'Markierten' ist, was ihn für die unterschiedlichsten Personen und Gruppierungen interessant macht. Dabei weiß der Spieler selbst nicht einmal, was es eigentlich bedeutet, ein 'Markierter' zu sein.

Divine Divinity
Die Qual der Wahl - 6 Charaktere.

Der Charakter
Bevor man sich jedoch in das eigentliche Abenteuer stürzt, muss man sich zunächst für einen von sechs möglichen Charakteren entscheiden. Diese ergeben sich aus drei grundlegenden Charakterklassen mit je einer männlichen und einer weiblichen Version, allesamt mit unterschiedlichen Startwerten ausgerüstet. Da wäre zunächst der Krieger, dessen Spezialitäten im Umgang mit Nahkampfwaffen und schweren Rüstungen liegen, und der für ungeübte Spieler wahrscheinlich am einfachsten zu spielen ist. Ihm folgt der Überlebenskünstler, der seine Gegner lieber unbemerkt aus der Distanz ausschaltet und sich auf Dinge wie Schlösser knacken, Fallen umgehen und Taschendiebstahl konzentriert. Und schließlich gibt es noch den Magier, der sich auf seine mehr oder weniger starken Zauber verlässt.

Nach dieser Entscheidung hat man anfangs zunächst einen sehr schwachen Charakter mit bestimmten Grundwerten und -fähigkeiten, der auch nur sehr wenige Waffen und Rüstungen verwenden kann. Durch Kämpfe und das Erfüllen von Aufgaben gewinnt er jedoch, wie aus anderen Rollenspielen gewohnt, zunehmend Erfahrung, mit der er seine Attribute (Stärke, Geschick, Intelligenz, Vitalität) steigern und neue Fähigkeiten erlernen oder alte verbessern kann. Dabei ist er nicht auf die Fähigkeiten seiner Charakterklasse beschränkt, sondern kann sich hemmungslos bei den Talenten der beiden anderen Klassen bedienen. Somit ist es also theoretisch möglich, mit einem Krieger zu starten und ihn später zu einem mächtigen Magier heranreifen zu lassen. Das garantiert einzigartige Charaktere und ein wenig Abwechslung.

Divine Divinity
Inventar- und Statistikfenster.

Die Steuerung
Die Steuerung erinnert stark an 'Diablo 2'. Mit der linken Maustaste wird der Charakter in der isometrischen Ansicht umherdirigiert, ebenso werden mit ihr Angriffsbefehle auf Feinde erteilt. Dabei reicht ein einzelner Klick - der Held wird dann von selbst solange angreifen, bis entweder der Feind oder er tot ist. Zusätzlich kann, wie bei 'Diablo 2', auf die rechte Maustaste eine der eigenen Spezialfähigkeiten oder ein Zauber gelegt werden. Letztere verbrauchen dabei Mana. Um das Mana oder die Lebensenergie wieder aufzufrischen, kann der Spieler entsprechende Tränke zu sich nehmen, aber auch für andere Einsatzbereiche gibt es diverse Gebräue.

Das Hab und Gut findet sich im Inventar des Spielers, welches nur durch die Stärke des Charakters limitiert ist. Dieses wurde zwecks Übersichtlichkeit in fünf Bereiche unterteilt. Die Gegenstände im Inventar kann der Spieler dann wahlweise anlegen oder benutzen, wegwerfen oder verkaufen. Solange der Spieler nicht allzu viel Gewicht mitschleppt, kann er auf Wunsch auch rennen, um schneller unterwegs zu sein.

 

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