Test - Die Zwerge : Spaltet ihre Schädel!

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Zusammen mit Zwerg Tungdil schicken uns die King Art Studios auf die Reise durch die wunderschöne Fantasy-Welt des Autors Markus Heitz. Unsere klein gewachsenen Krieger spalten in den rasanten, physikbasierten Schlachten Orkschädel zu Hunderten, bulldozern sich unaufhaltsam durch Gegnerhorden und lassen die Äxte tanzen wie ein tödlicher Wirbelwind. Bereits in unserer Die Zwerge Preview waren wir sehr angetan.

Eigentlich sind die King Art Studios Adventure-Experten und zeichnen für Titel wie The Book of Unwritten Tales und The Raven verantwortlich. Doch genau wie der Hauptcharakter, Zwerg Tungdil, im Spiel zu unbekannten Orten und Gefahren reist, wagen sich die deutschen Entwickler auf fremdes Gebiet.

Der besondere Spielspaß erwächst aus den wuchtig inszenierten Kämpfen und der wunderbar vorgetragenen Geschichte. Diese ist das Prunkstück von Die Zwerge und basiert auf der starken Romanvorlage von Markus Heitz. Die in vielen Fantasy-Szenarien oft zum Nebendarsteller degradierte Rasse der Zwerge bekommt im Buch und im Spiel endlich ihren großen Auftritt. Mit Tungdil Bolofar, dem Protagonisten in diesem Rollenspiel, und 14 weiteren Gefährten marschiert ihr durch das Geborgene Land. Für das Spiel haben die deutschen Entwickler eng mit dem Autor der Fantasy-Reihe zusammengearbeitet. Manche Quests stammen sogar aus seiner Feder. Wer Markus Heitz ist und was er bisher gemacht hat, erfahrt ihr im Infokasten.

Der Kickstarter-Effekt

Zwar war die komplette Finanzierung gesichert und Die Zwerge wäre ohne weitere Mittel auf den Markt gekommen, doch King Art hat eine zusätzliche Kickstarter-Kampagne wie bei The Book of Unwritten Tales 2 ausgeschrieben. Mit mehreren Zielen sollten weitere Features Einzug in das Spiel halten. Dabei entschied die Community, welches der Etappenziele umgesetzt werden sollte.

Insgesamt sammelten die Entwickler so viel Geld wie noch nie ein, knapp 335.000 Euro. In gewohnter Weise wurde nicht nur die Crème de la Crème der deutschen Synchronsprecher für das bisher größte Projekt der deutschen Entwickler gebucht, sondern auch ein Orchester samt Chor. Das zahlt sich im Spiel direkt aus. Natürlich hinkt ein Vergleich zwischen Die Zwerge und AAA-Produktionen wie Skyrim, doch wird die Atmosphäre auf dem Schlachtfeld bei so manchem Fantasy-Fan Gänsehaut verursachen.

Gänsehaut garantiert

Besonders die Sprecher machen ihre Arbeit hervorragend, sodass alleine vom Zuhören eine zwergische Hochstimmung aufkommen wird. Die Dialoge sind sehr gut geschrieben, vollständig eingesprochen und werden sogar wie in einem Hörbuch von einem Erzähler kommentiert. Johannes Steck zeichnet hierfür verantwortlich. Er unterstützt Szenen mit Beschreibungen von Empfindungen und Launen der Charaktere und berichtet über die Welt.

Die Zwerge - Thank You Developer Trailer
In diesem Video bedanken sich die Entwickler bei den Fans von Die Zwerge persönlich für die Unterstützung.

Keine Sorge, an dieser Stelle kommt jetzt kein mit Spoilern gespickter Abriss der Geschichte. Zur Ausgangslage der Kampagne sei nur so viel gesagt: Ihr schlüpft in die Rolle eines Zwergenrecken, der bisher in einem Stollen von Menschen aufgezogen wurde. Daher hat euer Alter Ego Tungdil Bolofar keine klassische Ausbildung zum Zwerg genossen, ist dennoch geschickt beim Schmieden und zieht viel Wissen aus den Büchern seines Magierchefs Lot-Ionan. Dieser schickt euch auf einen scheinbar harmlosen Botengang, der sich zu einem großen Abenteuer entwickelt. Ihr trefft auf neue Kampfgefährten und deckt eine finstere Verschwörung einer Orkinvasion und die Machenschaften der Albae auf, einer Art Schattenelbrasse.

Wichtig ist auf dem Platz

Die Erzählungen laden zum Zurücklehnen und Lauschen ein, doch habt ihr Hammer und Äxte auf den Schlachtfeldern zu schwingen, um sie voranzubringen,. Auf einer an Tabletop-Spiele erinnernden Weltkarte verschiebt ihr eure Spielfigur und erkundet insgesamt bis zu 200 Orte. Das klingt zunächst riesig, die Areale bestehen aber meist nur aus ein paar Häusern mit einem kleinen Außenbereich. Dennoch ziehen wir unseren imaginären Hut vor der Leistung des kleinen Entwicklerstudios aus Bremen, das diese Schauplätze verschwenderisch mit Details ausgestattet hat.

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