Preview - Die Siedler 6 (Arbeitstitel) : Die Siedler 6 (Arbeitstitel)

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Mein Lehen, mein Haus, meine Stadt

Ein Hauptaspekt des Spiels wird natürlich wieder die Stadtentwicklung sein, und in dieser Stadt tut sich einiges. Den Siedlern wurde Leben eingehaucht, sie gehen ihrem Tagesgeschäft nach und ihr seid mittendrin, statt nur dabei, wenn ein soeben aus dem ersten Stock mit Schmutzwasser übergossener Siedler zornig die Fäuste gen Himmel erhebt oder sich auf dem allabendlichen Dorffest beim gemeinsamen Trank und Tanz Männlein und Weiblein näher kommen. Ein voyeuristischer Blick in die Schlafzimmer bleibt euch aber, ganz jugendfrei wie die Blue-Byte-Spiele wie immer sind, natürlich verwehrt.

Ist euren Siedlern langweilig, kommen die in allen 'Siedler'-Spielen so beliebten Pausenanimationen zum Einsatz. Doch im neuesten Teil werden das nicht einfach Animationen sein, sondern die Männer gehen dann einfach einen trinken oder Frauen treffen sich zum Kaffeeklatsch usw.

Um eure Stadt zu schützen, dürft ihr ringsum Mauern bauen und diese auch entsprechend bemannen sowie vermutlich um Verteidigungsanlagen erweitern. Der Kampf um die Städte soll laut den Entwicklern eindeutig im Vordergrund stehen, sprich: Ihr könnt euch schon auf spektakuläre Belagerungskämpfe freuen. Die Erweiterung eures Gebietes, um etwa Rohstoffvorkommen zu erschließen, erfolgt durch das bekannte Setzen von Türmen und sofern damit keine diplomatische Krise mit euren Nachbarn heraufbeschworen wird, könnt ihr von nun an dort bauen und euch entwickeln.

Grafik vom Feinsten

Waren die 'Siedler'-Spiele von jeher grafisch immer mit einer unglaublichen Liebe zum Detail produziert, setzen die Jungs rund um Art-Director Thorsten 'Mutsch' Mutschall im sechsten Teil noch mal eine gehörige Schippe obendrauf. Fünfmal mehr Polygone als im fünften Teil wurden zum Beispiel in die Gebäude investiert, mehr als dreimal so viele in die Figuren, die Auflösung der Texturen wurde vervierfacht und insgesamt ein wesentlich schärferer Look eingeführt. Die Weichzeichner wurden verbannt und die gesamte Grafik wirkt einfach wesentlich straighter als vor allem im recht weichgespülten vierten Teil der Serie. Das heißt für alle Grafik-Fetischisten: Sowohl reingezoomed als auch in der Übersicht bleibt alles konstant scharf und erkennbar.

Ziel ist es, laut Thorsten, eine lebendige Welt zu schaffen – die Einheiten interagieren miteinander, Figuren gehen in Gebäude, bedienen Maschinen, haben Waren in der Hand, begrüßen sich, tanzen miteinander, gehen sich aus dem Weg, Tiere reagieren auf Siedler etc. Gerade bei den Animationen der zahlreichen Tätigkeiten und auch beim Alltagsgeschehen soll dem Spieler immer wieder etwas Neues geboten werden.

Unser persönlicher Eindruck vor Ort bestätigt diese Angaben voll und ganz, vor allem der Aspekt der Proportionen scheint sehr gelungen zu sein, sodass ihr in jeder Zoomstufe gut erkennen werden könnt, was in eurer Siedlung so passiert. Inwieweit das Konzept dann im Ganzen aufgeht, bleibt natürlich noch abzuwarten. Da es sich bei der gezeigten Version um eine im Pre-Alpha-Stadium handelt, wird sich dort sicher noch eine Menge tun.

In diesem Zusammenhang seien auch die verschiedenen Wetterzonen genannt, die wir leider noch nicht in Aktion sehen durften. So wird es Regen und, ja, auch Schnee geben, die die Landschaft und eure Siedlung in eine entsprechende Stimmung versetzen. Ob diese nur graphische Gimmicks sein werden oder ob das tatsächlich auch Gameplay-Auswirkungen haben wird, ist noch nicht bekannt.

Experten-Infos

Da unser Magazin von vielen 'Siedler'-Fans gelesen wird, wollen wir hier noch kurz auf einige Besonderheiten eingehen, die vor allem für die Experten der früheren Teile interessant sein dürften.

Wie bereits erwähnt, verzichtet Blue Byte diesmal auf Träger, aber nicht auf den Warentransport an sich, welcher im fünften Teil von vielen schmerzlich vermisst wurde. Ob eine direkte Belieferung der einzelnen Betriebe untereinander, ohne Umweg über das Haupthaus, taktisch und strategisch nicht anspruchsvoller und interessanter wäre, können wir allerdings erst beurteilen, wenn wir selbst Hand an das Spiel anlegen dürfen.

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